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Ein wahres Fundstück.
Für den kleinen Najem war das ferne Bagdad ein utopischer Ort, den er sich des Nachts ausmalte. Ein Ort der Träume, von dem sein Vater, der dort als Taxifahrer arbeitete, Geschenke und Geschichten mitbrachte. Er verfällt dem Zauber dieser Metropole, ihrem Charme, ihrem Chic, ihrer Weltoffenheit. Im Februar 1963 wurde Bagdad nach einem Putsch weitgehend zerstört, 1980 verlässt Wali die geliebte Stadt. Eine Liebeserklärung - ein wahres Fundstück.…mehr

Produktbeschreibung
Ein wahres Fundstück.

Für den kleinen Najem war das ferne Bagdad ein utopischer Ort, den er sich des Nachts ausmalte. Ein Ort der Träume, von dem sein Vater, der dort als Taxifahrer arbeitete, Geschenke und Geschichten mitbrachte. Er verfällt dem Zauber dieser Metropole, ihrem Charme, ihrem Chic, ihrer Weltoffenheit. Im Februar 1963 wurde Bagdad nach einem Putsch weitgehend zerstört, 1980 verlässt Wali die geliebte Stadt. Eine Liebeserklärung - ein wahres Fundstück.
  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher Bd.14582
  • Verlag: DTV
  • Originaltitel: Baghdad. Sirat Madina
  • Seitenzahl: 413
  • Erscheinungstermin: 4. August 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 118mm x 25mm
  • Gewicht: 344g
  • ISBN-13: 9783423145824
  • ISBN-10: 342314582X
  • Artikelnr.: 46969168
Autorenporträt
Wali, Najem
Najem Wali, geboren 1956 in Basra/Irak, erlitt als Regierungsgegner Haft und Folter. 1980, nach Ausbruch des Iran-Irakkriegs, ist er nach Europa emigriert, studierte Deutsche und Spanische Literatur in Hamburg und Madrid und lebt heute als Schriftsteller und Kulturkorrespondent der arabischen Zeitung 'Al-Hayat' in Berlin. Wali ist die Stimme des aufgeklärten Irak in Deutschland. Sein Denken und Wirken zielt auf Verständigung und friedlicher Koexistenz zwischen westlicher und arabischer Welt. Für den Roman 'Bagdad Marlboro' erhielt er den Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2014.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 06.09.2017

NEUE TASCHENBÜCHER
Zweigeteiltes
Leben
Bagdad ist Najem Walis Sehnsuchtsort. Angefangen hat diese Leidenschaft mit ein paar Postkarten in Schwarzweiß, die sein Vater von den Fahrten mit seinem weißen Chevrolet aus Bagdad mitbrachte – damit weckte er die Neugier seines damals sechsjährigen Sohnes. Doch Bagdad, das war zugleich eine Stadt, wo sich Foltergefängnisse neben Moscheen oder hinter einem Theatersaal versteckten. Das sollte Wali, der der diktatorisch herrschenden Baath-Partei nicht beitreten wollte, noch erfahren. Der Exil-Iraker erzählt von seiner Kindheit, Jugend und Studienzeit im Irak und zoomt dabei diese ferne Stadt ganz nah heran. Von kuriosen Begegnungen, die wie zufällig immer wieder etwas mit seinem späteren Zufluchtsort Deutschland zu tun hatten. Bis zu jenem 10. Oktober 1980, als er sein Land verließ. Heute lebt der Autor, der in Bagdad Germanistik studierte, in Berlin. Zwischen den Zeilen der Übersetzung von Hartmut Fähndrich spürt man noch die Weisen arabischer Erzählkunst. „Ich bin zweigeteilt“, schreibt der heute 60-jährige Wali, „ein Najem, der in Bagdad lebt, und ein anderer, der weit weg lebt. Und nur auf diese Art existieren wir beide.“ MICHAELA METZ
Najem Wali: Bagdad. Erinnerungen an eine Weltstadt. Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich. dtv, München 2017. 413 Seiten, 14,90 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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"Eine Liebeserklärung - ein wahres Fundstück."
Bernd Kielmann, Buch-Magazin September 2017

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Schaffen wir die Orte oder schaffen sie uns? Diese Frage nimmt Christian H. Meier aus Najem Walis Erinnerungen an Bagdad mit, in denen der Rezensent sowohl die Biografie einer Stadt wie auch die Autobiografie eines Autors erkennt. Wehmütig erinnert an Wali an Bagdads einstige Größe, Bedeutung und Reichtum, um dann jedoch die Geschichte eines Verfalls zu lesen, der in Walis Erzählung nicht erst mit den Kriegen eingesetzt hat, sondern bereits mit dem "Karneval der Baath-Partei", der den Ort "unpoetisch, grausam und kalt" gemacht habe und Wali als jungen Mann schließlich aus dem Irak vertrieben habe. Nicht alles findet der Rezensent in diesen Erinnerungen gelungen, manche Passagen erscheinen ihm etwas hölzern oder konstruiert, aber über weite Strecken hat ihn dieses Buch doch sehr in den bann gezogen, als Protestchronik, gepaart mit Lokalgeschichte und intimen Lebenserinnerungen.

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