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Stephan Thome blickt tief in die Seele seiner zweiten Heimat: Taiwan ist eine ebenso junge wie umkämpfte Demokratie, geprägt von Kolonialherrschaft, Diktatur und neuer Freiheit. Hier mischt sich das japanische Erbe mit chinesischem Brauchtum und den Traditionen der Ureinwohner. Reisende erwartet eine auf ihre Unabhängigkeit pochende Nation, die sich im Meistern von Krisen bewährt und zu deren größten Obsessionen Essen und Baseball zählen. Dazu grandiose Naturlandschaften mit Nationalparks, imposanten Bergen und Steilküsten, heißen Quellen und wilden Schluchten. Eine außergewöhnliche Dichte an…mehr

Produktbeschreibung
Stephan Thome blickt tief in die Seele seiner zweiten Heimat: Taiwan ist eine ebenso junge wie umkämpfte Demokratie, geprägt von Kolonialherrschaft, Diktatur und neuer Freiheit. Hier mischt sich das japanische Erbe mit chinesischem Brauchtum und den Traditionen der Ureinwohner. Reisende erwartet eine auf ihre Unabhängigkeit pochende Nation, die sich im Meistern von Krisen bewährt und zu deren größten Obsessionen Essen und Baseball zählen. Dazu grandiose Naturlandschaften mit Nationalparks, imposanten Bergen und Steilküsten, heißen Quellen und wilden Schluchten. Eine außergewöhnliche Dichte an alten Tempeln und unzählige Nachtmärkte mit der köstlichsten Küche Asiens - und so verlockenden Speisen wie »Stink-Tofu«.
Der preisgekrönte Autor lebt seit vielen Jahren in Taiwan und erzählt kundig und unterhaltsam von seiner Liebe zum geschichtsträchtigen Inselstaat im Pazifik.
Autorenporträt
Thome, StephanStephan Thome wurde 1972 in Biedenkopf, Hessen, geboren. Er studierte Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie in Berlin, Nanjing, Taipei und Tokyo. 2005 begann er als DFG-Stipendiat am Institut für Chinesische Literatur und Philosophie der Academia Sinica zu arbeiten, wo er über konfuzianische Philosophie des 20. Jahrhunderts forschte. Bis 2011 betätigte er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Taipei und übersetzte unter anderem Chun-chieh Huangs Werk »Konfuzianismus: Kontinuität und Entwicklung« ins Deutsche.Thomes Roman »Grenzgang« gewann 2009 den aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt des Jahres und stand - wie auch sein zweiter Roman »Fliehkräfte« - auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. 2014 wurde Thome von der Akademie der Künste Berlin mit dem Kunstpreis Literatur ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt die Verfilmung von »Grenzgang« den Grimme-Preis. Stephan Thome lebt als freier Schriftsteller in Taipei. Zuletzt erschien sein Roman »Gott der Barbaren«, der wiederum für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2018 ausgewählt wurde; im Herbst 2021 erscheint sein neuer Roman »Pflaumenregen«.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Andreas Platthaus empfiehlt Stephan Thomes "Gebrauchsanweisung für Taiwan" als perfekte Ergänzung zum Thomes großem neuen Taiwan-Roman "Pflaumenregen". Mehr noch: Einen "Reiseverführer" nennt er das Buch, das ihm zwar vor allem die Geschichte des Landes ausbreitet, aber auch so viel über das Leben in Taipeh verrät, dass Platthaus am liebsten sofort die Koffer packen möchte. Dass der Autor angereichert mit zahlreichen Anekdoten "dezidiert pro-taiwanisch" schreibt, geht für den Kritiker absolut in Ordnung.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 28.10.2021

Zwei Chinas, keine Einigung

Der Sinologe und Romancier Stephan Thome widmet seiner Wahlheimat Taiwan ein empathisches Porträt. Er zeichnet Taiwans Schicksal unter dem Joch verschiedener Kolonialherren und im Kreuzfeuer der Ideologien und Interessensphären zwischen Ein-China-Politik des großen Nachbarn und einem "unsinkbaren Flugzeugträger" in den Augen der Vereinigten Staaten auf. Dabei gelingt es Thome, große Geschichte im Kleinen zu schreiben, wenn er am Beispiel des Baseballs als Politikum eine kleine Sozialgeschichte Taiwans im zwanzigsten Jahrhundert entwirft. Oder wenn er einen Stadtspaziergang zu Erinnerungsorten und Freiheitssymbolen Taipehs unternimmt. Neben erlebter Zeitgeschichte - er ist bei den Sonnenblumen-Protesten 2014 gegen ein Freihandelsabkommen mit China und hitzigen Wahlkampfveranstaltungen zwischen konservativen und progressiven Kräften dabei - gibt er in Exkursen wie "Das andere, das bessere oder gar kein China?" fundierte Einblicke in Vexierspiele des Inselstaats. Auch das Kulinarische als Identitätsmarker wird expliziert, wenn Thome über Nachtmärkte flaniert oder das "Taipei International Beef Noodle Festival" als "Tag des jüngsten Nudelgerichts" porträtiert. Ferner werden Taiwans Götter und Geister sowie Tempel als "Servicecenter" für spirituelle Dienstleistungen vorgestellt: eine patente Gebrauchsanweisung, die faszinierende Einblicke in die junge taiwanische Demokratie gibt. sg

"Gebrauchsanweisung für Taiwan" von

Stephan Thome. Piper Verlag, München 2021. 224 Seiten. Broschiert, 15 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 29.12.2021

Jürgen Osterhammel
Historiker
Ein bescheidenes Buch mit einem unscheinbaren Titel aus einer bewährten Reise-Reihe: Stephan Thomes „Gebrauchsanweisung für Taiwan“ (Piper, München 2021, 224 Seiten, 15 Euro). Aber die 224 Seiten haben es in sich. Taiwan – ist das nicht die „abtrünnige Provinz“, die Xi Jinping in sein Reich zurückholen will, nachdem er im Windschatten der Pandemie die Demokratie in Hongkong zerstört hat? Weder abtrünnig, sagt Thome, noch chinesische Provinz. Er schildert eine komplexe historische Erfahrung, in der sich Sedimente von Immigration und Kolonisierung aufgeschichtet haben. Stephan Thome lebt in Taiwan, ist auf der Insel herumgekommen, kennt ihre Geschichte, bewegt sich frei in der chinesischen Sprache. Mit Autorität schreibt er über Protestbewegungen und Religion, Küche und Baseball, über ein ganz besonderes Zivilisationsmodell. Das schmale Buch erleichtert das Verständnis seines vorzüglichen Taiwan-Romans „Pflaumenregen“ (Suhrkamp, Berlin 2021, 526 Seiten, 25 Euro). Umgekehrt kann man die „Gebrauchsanweisung“ auch zur Nachbereitung benutzen.
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»Die 224 Seiten haben es in sich.« Süddeutsche Zeitung 20211229