Das Ich, sagt Kant, muss alle unsere Vorstellungen begleiten können. Kein anderer Autor hat sich an die Ich-Forderung so radikal gehalten wie Andreas Maier. Eine ganze Weltausschreitung aus einer mittelhessischen Provinzstadt heraus, ein Panoptikum der alten Bundesrepublik, eine deutsche Mentalitätsgeschichte und Selbstverortung wie seit Wolfgang Koeppen und Uwe Johnson nicht mehr. Der Roman greift in den Zeitenraum vom Kaiserreich bis ins Jahr 2009 zur Eröffnung der Ortsumgehungsstraße um den Heimatort des Icherzählers und erschreibt daraus ein ganzes Universum. Wer wissen will, wer wir sind und was wir waren, warum wir wurden, wer wir sind – auch im fatalen faustischen Sinn eines »Du bleibst doch immer, was du bist« –, der wird mit diesem Buch verwachsen. Es ist das lebendige Wort unserer letzten Republik.
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