Ein Dorf und hundert Höfe Das ruhelose Leben im Jahrhundert der Bauern
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
28.01.2027
Verlag
C.H. BeckSeitenzahl
288
Maße (L/B)
21,7/13,9 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-406-85724-9
Stolze Höfe, reiche Bauern, von Hecken gesäumte Felder: So war es früher und doch nur für eine erstaunlich kurze Zeit. Ewald Frie erzählt, wie am Anfang des 19. Jahrhunderts die Bauern zu Herren wurden, die kleinen Leute nur mit Mühe überlebten und die Welt schon nach hundert Jahren eine ganz andere war. Die Geschichten, die er in den Archiven seines Heimatdorfs gefunden hat, handeln vom Leben auf dem Land in der großen Zeit der Bauern, das fremd und fern erscheint und doch noch unsere Gegenwart prägt.
Nach Napoleon begann der große Umbruch auf dem Land. Adlige verloren ihre Vorrechte und Landlose ihre Weiderechte. Die Bauern zäunten das Land, das jetzt nur ihnen gehörte, mit Hecken ein und wurden zu Herren im Dorf. Wer kein oder nur wenig Land hatte, musste sich als Kötter, Knecht, Polizeidiener, Lehrer, Steuereintreiber, Kaufmann oder Schankwirt durchschlagen meist mit mehreren Tätigkeiten gleichzeitig. Um alles wurde gefeilscht und gestritten: die Plätze in der Kirche, das Gras am Wegrand, die Kerzen bei der Beerdigung und die Zahl der Feiertage. Ewald Frie hat die Archive seines Heimatdorfes Nottuln im Münsterland durchstöbert, und Geschichten von Bauern und kleinen Leuten gefunden. Alle waren auf der Suche nach einem besseren Leben und veränderten dadurch die Welt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam die Industrie ins Dorf. Erste Maschinen veränderten die Landarbeit. Viele Hecken verschwanden. Stattliche Höfe aber zeugen bis heute vom Jahrhundert der Bauern.
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