An der Grenze des Entscheidbaren Ontologische Unentscheidbarkeit und skeptische Bescheidenheit
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
16.09.2026
Verlag
BodSeitenzahl
138 (Printausgabe)
Dateigröße
2824 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783696749095
Der erste Teil untersucht die Alternative von Einem und Mannigfaltigem. Er zeigt, dass empirisch und strukturell sehr viel erkannt werden kann, ohne damit schon entschieden zu haben, ob die unterschiedenen Dinge, Systeme oder Subjekte auch letzte ontologisch selbständige Träger sind. Daraus wird ein relativer Unentscheidbarkeitssatz entwickelt: Innerhalb einer ausgewiesenen Erkenntnisklasse kann die Letztindividuation offenbleiben, obwohl objektive Strukturerkenntnis möglich ist.
Der zweite Teil fragt nach der Konsequenz dieser Grenze. Seine Antwort lautet nicht Schweigen, sondern epistemische Bescheidenheit. Gemeint ist eine Disziplin des Denkens, in der der Geltungsanspruch einer Aussage nicht stärker sein soll als die Gründe, die für sie ausgewiesen werden können. An Beispielen aus Alltag, Sprache, Wissenschaft, Bewusstsein, künstlicher Intelligenz, Ethik, Politik und Ästhetik wird gezeigt, wie sich weiterdenken lässt, ohne aus robusten Gestalten, erfolgreichen Modellen oder funktionalen Unterscheidungen vorschnell letzte Ontologien zu machen.
Der Band plädiert damit für einen skeptischen Minimalismus, der weder in Metaphysik noch in globalen Zweifel flüchtet: möglichst genau erkennen, möglichst klar unterscheiden - und nur so viel behaupten, wie die Gründe tragen.
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