"Die teuflisch verwobene Handlung ist meisterhaft." The New York TimesInmitten der Trümmer des Nachkriegs-Tokio trauert die einst adlige Familie Tsubaki: Der feinsinnige Flötenkomponist Vicomte Tsubaki hat sich aus rätselhaften Gründen das Leben genommen. Als sich die Familie versammelt, um den Geist des Verstorbenen zu beschwören, schlägt das Schicksal erneut zu. Der brillante Detektiv Kosuke Kindaichi soll den Fall untersuchen. Doch bevor er die Wahrheit herausfinden kann, muss Kindaichi zunächst die Geheimnisse der Tsubakis aufdecken. Währenddessen geschieht ein grausamer Mord nach dem anderen ..."Klassisch, spannend, ein Muss für alle Krimi-Fans à la Agatha Christie!" Hamburger Abendblatt"Der Autor Seishi Yokomizo wird als 'Japans Antwort auf Agatha Christie' gefeiert. Zu Recht ..." Gala
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Bad Saulgau
4/5
18.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Teuflischer Akt
Mitten in der Nachkriegszeit in Tokio trauert eine einst adlige Familie über den Verlust ihres Familienoberhauptes Vicomte Tsubaki. Er war ein sehr grüblerischer Flötenkomponist. Bei einer Séance möchte die Familie den Geist des Toten beschwören und die junge Mineko lädt Herrn Kindaichi dazu ein. Denn Minekos Mutter will den verstorbenen erst kürzlich in der Stadt gesehen zu haben. Aber Mineko zweifelt daran und sie möchte herausfinden, warum sich ihr Vater, der Vicomte umgebracht hatte. Bei der Séance erscheint ein teuflischen Mal und die Hälfte der Familie bekommt es darauf mit der Angst zu tun. Kurz nach der Séance wird eine Leiche in dem Haus gefunden und Kindaichi fängt an zu ermitteln. Kann Kindaichi das Geheimnis der Tsubakis lüften, bevor der Mörder erneut zu schlagen kann?
Der Krimi beginnt schon mit einer Tragödie. Seit der ersten Seite ist die Spannung schon aufgebaut. Und mit jeden Kapitel wurde es noch spannender.
Ich fand es wieder schön zu sehen wie Kindaichi die Informationen sammelt und die Zusammenhänge erkennt. Man konnte seinen Schlussfolgerungen gut folgen. Der Fall war wieder sehr spannend.
Ich bin schon auf den nächsten Teil mit Kosuke Kindaichi gespannt.
Bellis-Perennis
aus Wien
4/5
13.10.2026
eBook (ePUB 3)
Hier ist wenig, wie es scheint
Dieser 6. Fall für den brillanten Detektiv Kosuke Kindaichi führt uns in die Trümmer des Nachkriegs-Tokio von 1947. Vom Glanz und Prunk des alten japanischen Adels ist so wenig übrig geblieben wie von der Pracht der zerstörten Paläste. So muss sich auch die Familie Tsubaki die verbliebenen Räumlichkeiten mit Verwandten, die einander allesamt nicht grün sind, teilen. So manch einer legt nach wie vor aristokratisches Gehabe an den Tag, obwohl der Adel vor kurzem per Dekret abgeschafft worden ist.
Man betrauert das Familienoberhaupt, den berühmten Flötenkomponisten Vicomte Tsubaki, der sich, weil man ihm des Überfalls auf einen Juwelier mit zahlreichen Toten verdächtigt, das Leben genommen haben soll. Gleichzeitig beteuern einige Personen, ihn lebendig gesehen zu haben und auf seiner berühmten goldenen Flöte spielen gehört zu haben.
Um herauszufinden, ob Vicomte Tsubaki noch lebt oder nicht, soll Kosuke Kindaichi an einer Séance teilnehmen. Kaum hat sich die Familie versammelt, um den Geist des Verstorbenen zu beschwören, ertönt das zuletzt komponiert Musikstück, ein geheimnisvolles Zeichen erscheint und ein Toter bleibt zurück.
Zunächst steht auch der Detektiv vor einem Rätsel und muss, um das aktuelle Verbrechen aufzuklären, tief in die Vergangenheit der Familie Tsubaki eintauchen.
Noch bevor er die Wahrheit herausfinden kann, erklingt mehrmals die geheimnisvolle Melodie, weitere Morde sind die Folge.
Meine Meinung:
Seishi Yokomizo (1902-1991) hat hier wieder einen komplexen Kriminalfall, der an Agatha Christie erinnert, geschaffen. Zudem erhalten wir Einblick in die komplizierte Familiengeschichte japanischer Adeliger, die zwar durch die Aufhebung des Adels weitgehenden Veränderungen im öffentlichen Leben unterworfen sind, aber innerhalb der Familie, des Clans, ihre hochmütigen Attitüden weiter pflegen.
Neben dem spannenden Krimi, erfahren wir einiges über Land und Leute, deren Lebensweise sich von unserer europäischen doch sehr unterscheidet.
Kosuke Kindaichi ist ein interessanter Ermittler, der mit seinem etwas heruntergekommenen Auftreten ein wenig an Inspektor Columbo erinnert. Doch Kindaichis Verstand ist messerscharf und seine Beobachtungsgabe erfasst zahlreiche Details, die so manchem verborgen bleiben. Ich hatte recht bald einen Verdacht, wer hinter dem allem steckt. Diese Hypothese hat sich dann auch bestätigt.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem 6. Fall für Kosuke Kindaichi 4 Sterne.
wal.li
Thalia Book Circle Community
4/5
10.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein aufreibender Fall
Kurz nach dem Krieg liegen große Teile Japans in Trümmern. Auch die Häuser vieler Adliger wurden zerstört. Deshalb mussten sich unterschiedliche Überlebende der Familie Tsubaki auf dem Anwesen des Vicomte Tsubaki versammeln. Der Viscomte, ein feinsinniger Flötenspieler und Komponist verschwand eines Tages und wenig später wurden seine sterblichen Überreste gefunden. Offensichtlich hatte er sich das Leben genommen. Der bekannte Detektiv Kosuke Kindaichi wird von der Tochter des Vicomte beauftragt, den Tod ihres Vaters genauer zu untersuchen. Die Familie hat selbst Befürchtungen und es gibt auch Gerüchte, die dem Ruf der Familie schaden könnten. Deshalb soll ein Detektiv die offenen Fragen klären.
Zum sechsten Mal ermittelt Kosuke Kindaichi in Japan. Auch er ist durch die Kriegswirren etwas aus der Bahn geworfen. Seine Fähigkeiten als Ermittler helfen ihm aber, sein Leben in geregelte Bahnen zu lenken. Mit der Familie Tsubaki lernt er besondere Menschen kennen. Sie haben Etliches zu verbergen, von dem Kindaichi im Nachhinein am liebsten nie erfahren hätte. Als er von der Tochter engagiert wird, kann er das natürlich noch nicht wissen und er steht immer auf der Seite der Jungen, die eine bessere Zukunft haben sollen. Allerdings scheint im Rahmen seiner Nachforschungen niemand die uneingeschränkte Wahrheit zu sagen.
Im Original ist dieser klassische Kriminalroman bereits im Jahr 1951 erschienen. Das führt dazu, dass bestimmte moderne Methoden noch nicht vorhanden waren. Dadurch wiederum wird die Lektüre ruhiger und entspannend für die Seele. Zugleich erfährt man etwas über die Nachkriegszeit in Japan und auch über die japanische Kultur kann man einiges erfahren. Die Familiengeheimnisse der Familie Tsubaki haben es zusätzlich in sich. In der eigenen blauäugigen Vorstellung würde man von Adligen auch ein adliges Verhalten erwarten. Das ist aber wohl nicht immer gegeben wie diese Familie zeigt. Manchmal etwas holzschnittartig, dann aber doch wieder differenziert werden die Charaktere gezeichnet, so dass man selbst nicht auf die Lösung des Rätsels kommt. Ein eher ruhiger Kriminalroman, der aber im Grunde genau dadurch besticht.
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