Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
14.05.2027
Abbildungen
Mit 9 s/w Abb.
Verlag
Rowohlt TaschenbuchSeitenzahl
528
Maße (L/B)
19/12,5 cm
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-499-02161-9
Unermüdlich hat er seinen Platz in der Welt gesucht und fiel dabei von einem Extrem ins andere: Er verließ das Militär, um zu studieren, aber rasch ekelte ihn vor allem Wissen, und er beschloss, Bauer zu werden. Aus einer preußischen Offiziersfamilie stammend, wollte er 1803 aufseiten der Franzosen gegen England kämpfen, wurde jedoch bald einer der erbittertsten Gegner Napoleons. Er trat unter Reformern in die preußische Verwaltung ein und tauschte die sichere Karriere sofort wieder gegen die prekäre Dichterexistenz. Er forderte die besten Poeten und Künstler zum Wettstreit und redigierte Polizeinachrichten für die erste Tageszeitung Berlins. Heinrich von Kleist gierte nach Ruhe und Ruhm zugleich. Stets erwartete er den Durchbruch, der ihm nie gelang. Als er sich 1811 am Kleinen Wannsee erschoss, ernannte ihn Fouque immerhin zu einem der «herrlichsten Selbstmörder, die es je gegeben hat».
Jens Bisky zeichnet das Porträt eines Mannes, der aus seiner Zeit herauszufallen scheint und doch zutiefst von ihr geprägt ist. Dabei zeigt er, warum Kleist zum ewigen Zeitgenossen wurde, dessen Werke nichts an Aktualität verloren haben.
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