Produktion und Wachstum - Frag-Würdigkeiten
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- Deutsch ausgewählt
28,00 €
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.09.2026
Verlag
MetropolisSeitenzahl
144
Maße (L/B)
20,8/13,3 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7316-1661-0
Dazu wird zunächst der Begriff des Frag-Würdigen und eines philosophisch angeleiteten Fragens im Anschluss an Heidegger präzisiert. Dann wird der Begriff der kulturellen Prozesse als eine kritische Irritation des Konzepts der Produktionsprozesse eingeführt. Immer aber stehen zunächst naturphilosophische und metaphysische Konzepte eines Produktions-Prozesses theorieinspirierend im Hintergrund: Romantik, Schelling, Hegel, Marx. Die Verbindung der Konzepte von Produktion und von Prozess führt dann im 19. Jahrhundert zur Idee eines unendlichen Fortschritts, sowohl des technischen als auch des sozialen. Noch die verschiedenen Sozialismen des 19. Jahrhunderts sind dieser Idee des Fortschrittsprozesses in der Moderne verpflichtet.
Der zweite Teil behandelt die Frag-Würdigkeit von Wachstum und der Wachstumsideologien. Auch hier wird begonnen bei den naturphilosophischen und metaphysischen Grundlagen der Idee von Wachstum. Ausführlich behandelt wird in dem Zusammenhang die Gartenkultur zwischen natürlichem Wachsen aus sich heraus (physis) und pflegendem und eingreifendem hortikulturellem Wachsen-Lassen. Anschließend wird unter dem Stichwort des „Wachsens der Steine“ die Kontroverse zwischen Neptunismus und Vulkanismus um 1800 nachgezeichnet, d.h. der Theorie einer Sedimentierung in einem Urozean als Erklärung der Entstehung der Gesteine (Neptunismus) einerseits und der Theorie des Ausbrechens der Gesteine aus einem feurigen Erdinneren durch die Vulkane (Vulkanismus) Völlig abgekoppelt von diesem naturphilosophischen und metaphysischen Hintergrund des Wachstumsbegriffs geschieht dann der Übergang zu einem ökonomischen Begriff des Wachstums und der Forderung, die Wirtschaft als solche müsse wachsen. Die ökonomischen Wachstumstheorien und -kritiken entfalten sich ganz eigenständig. Zuletzt entwickeln sie die Idee eines Wachstumszwangs, dem das moderne Wirtschaftswachstum unterliege. Was dabei verloren geht, ist der Zusammenhang von Wachsen und Verfallen, von Wachsen und Sterben, den die älteren Theorien der Moderne noch kannten.
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