Historischer Gesellschaftsroman zum 80-jährigen Jubiläum der Hannover MesseHannover 1947. Die Stadt liegt in Trümmern. Hunger, Schwarzmarktgeschäfte und Kälte prägen den Alltag. Doch die britische Besatzungsmacht hat große Pläne: Eine Export-Ausstellung soll mitten im Chaos den Aufbruch in eine bessere Zukunft ermöglichen.Die eigenwillige Elsa Jacob-Breuer, Jahrgang 1871, hat ihre Werkstätten für feine Holzverarbeitung in Hannover-Linden erfolgreich durch zwei Weltkriege geführt. Sie erkennt sofort die einmaligen Chancen, die eine Messe bietet. In einer Männerdomäne und unter widrigsten Bedingungen baut sie gemeinsam mit Tochter und Enkelin Messestände und präsentierteinen eigenen Stand. Womöglich ist es der Götterbote Hermes, Schutzpatron der Export-Messe, der Bewegung in das Liebesleben der Jacobschen Frauen bringt – er istjedoch nicht immer so treffsicher, wie sein Kollege Apoll… Die erste Export-Schau und die folgenden Messen werden ein großer Erfolg. Zwei spezielle Besucher tauchen überraschend auf: Ein nach Palästina ausgewanderter Blutsverwandter sowie aus Argentinien ein skrupelloser Schurke. Es kommt zu dramatischen Ereignissen.Mit großer Detailfülle und packendem Stil lässt Barbara Schlüter das zerstörte, aber couragierte Hannover jener Jahre lebendig werden. Sie erzählt faktenreich und mitreißend vom Neubeginn einer Stadt und vom Aufbruch in das deutsche Wirtschaftswunder.
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Fay Phoenix
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04.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Hannover im Wiederaufbau
Hannover 1947. Die Kälte und Erinnerungen stecken den Menschen in den Knochen. Vielen fehlt Kleidung, Nahrung oder eine Bleibe. Der Familie, rund um Elsa Jacob-Breuer, geht es da anders. Elsa, 1871 geboren, ist selbstbewusst und führt ein eigenes Unternehmen für Holzverarbeitung in Hannover Linden, welches bereits zwei Weltkriege überstanden hat. Sie füllt, gemeinsam mit ihrer Tochter, Enkelin und weiteren Generationen von Frauen, diese bewegende Geschichte.
Das die Hannover Messe noch heute so präsent und gut gefüllt ist, hätte damals wohl kaum jemand gedacht. Immerhin wurde sie im Jahr 1947, als alles in Schutt und Asche lag, unter erschwerten Bedingungen erbaut. Dennoch ist die Messe entstanden und lockt bis heute noch Interessierte aus aller Welt an. Dabei war es anfangs nur eine kleine Idee, die immer mehr wuchs und schließlich Form annahm. Das die Geschäftswelt deutlich stärker in Männerhand war, ließ Elsa Jacob-Breuer nicht davon abhalten die benötigten Materialien und Aufbauten herzustellen und zu liefern. Sie erkannte das Potenzial der Messe und stellte auch ihr eigenes Unternehmen dort vor. Die Geschäfte auf dem Schwarzmarkt, das Frieren, die fehlenden Lebensmittel… all das sollte nach Jahren von Krieg und Nationalsozialismus endlich ein Ende haben. Es war sehr hart, aber dann endlich war der Grundstein gelegt und die Wirtschaft wieder angekurbelt…
Für mich ein unfassbar interessantes und spannendes Buch. Nicht nur die Zeitgeschichte hat mich fasziniert und mitgerissen, sondern auch der Mix aus Konflikten, Liebesgeschichten und den unterschiedlichsten Gefühlen. Es ist eine dramatische, gefühlvolle und emotionale Reise in die Vergangenheit, aber sie ist grandios geschrieben und recherchiert.
»Möge die nächste Messe wieder in Hannover sein und eine lange Tradition einläuten!«
Absolut lesenswert. Fünf Sterne von mir!
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