Der erste namentlich bekannte Vorfahre unserer Familie hieß Hedrick Konth oder Póth. Er stammte aus der Gegend der oberen Donau. Der Auftrag im Jahr 995 an ihn und 30 seiner Pfeilschützen lautete, die junge Tochter des Bayernherzogs Heinrich II namens GISELA nach Ungarn zu führen und zu begleiten. Dort sollte sie den Chef des Arpadenclans Stefan heiraten, der im Jahr 1000 zum ersten ungarischen König gekrönt werden sollte. In Ungarn angekommen, bot ihm Stefan an, zu bleiben, gab ihm an der Donau ein Stück Land und lud ihn ein, in seine Dienste zu treten. Hedrick blieb, seine Nachkommen dienten dann 11 Generationen lang den ungarischen Königen. Einen Adel gab es damals noch nicht in Ungarn, denn alle waren gleich unter einem König. Im Jahr 1385 beging ein Stefan Konth den verhängnisvollsten und letzten Fehler seines Lebens: bei der Wahl eines neuen Königs unterstützte er einen Karl III von Neapel aus der Familie der Anjous. Dieser gewann zwar die Wahl, wurde als Karl II von Ungarn gekrönt, doch am 28. Februar 1386 wurde er ermordet. Sein Mitbewerber um die Krone war Sigismund von Luxemburg, der ihm als neuer ungarischer König auf den Thron folgte. Dieser ließ Stefan Konth und 32 Unterstützer seines Mitbewerbers als Hochverräter festnehmen, ließ sie zum Tode verurteilen und alle wurden - in seiner Anwesenheit - enthauptet. Zwei der nächsten Verwandten von Stefan mit dem Namen Paul änderten daraufhin ihren Familiennamen und nannten sich seither "Palffy" "Sohn von Paul", auf Latein: "filius pauli", um sich von dem Hingerichteten zu distanzieren und den alten Familiennamen vergessen zu lassen. Dies gelang, denn 7 Generationen später heiratete ein Stefan II Pálffy, erfolgreich als General gegen die Türken und erfahren in 25 Kämpfen, eine Maria Magdalena Fugger aus der großen Augsburger Kaufmannsfamilie. Mit einer überaus hohen Mitgift Marias kaufte das Ehepaar von Raymund, Anton und Hieronimus Fugger die Bibersburg, die zukünftige Stammburg der Familie Pálffy, einschließlich ca. 17.000 Hektar Land, Wälder, Ländereien und Dörfer, mit unzähligen grundabhängigen Bauern. Diese mussten als Leibeigene mit ihren Familien zum Überleben in einer sklaverei-ähnlichen unvorstellbaren Abhängigkeit und Armut leben, die Männer wurden in den Kriegsdienst eingezogen. Mit der Hochzeit von Stefan II mit Maria begann für die nächsten 250 Jahre ein fast beispielloser Aufstieg der Familie in Ungarn und später auch in Österreich. 1945 mit Ende des zweiten Weltkrieges flieht die Familie aus ihrer Heimat in den Westen, wie es mehr als zwölf Millionen anderen Flüchtlingen nicht besser erging, retteten ihr Leben und begannen ein völlig neues Leben.