Während die Piraterie im späten 18. Jahrhundert in der Karibik langsam zurückgedrängt wird, bleibt sie in Ostasien weiterhin stark verbreitet. Selbst das chinesische Kaiserreich, Symbol für Größe und Macht, ist massiv von diesem Übel betroffen: Ganze Küstenregionen stehen unter dem Einfluss von Piraten – oder sind sogar mit ihnen verbündet. In diesem Umfeld entsteht die Legende einer außergewöhnlichen Frau: Ebenso schön wie grausam, soll sie die Gewässer der südchinesischen See unangefochten beherrscht haben. An der Spitze von Tausenden Männern und Hunderten Schiffen trotzte sie jeder Autorität: Zheng Shi. Mythos oder Realität? Allein ihr Name versetzt die abgebrühtesten Seeräuber in Angst und Schrecken. Jean-Yves Delitte, offizieller Maler der belgischen Marine, widmet dieses zweiteilige Werk der wohl berühmtesten Piratin der Geschichte. Mit seiner kraftvollen Bildsprache und detaillierten Darstellung maritimer Szenarien lässt er eine Zeit wieder aufleben, in der das Meer sowohl Freiheit als auch Macht bedeutete. Zwischen historischer Freske und Abenteuergeschichte erzählt Delitte von dem beispiellosen Schicksal einer Frau, die den Reichen trotzte, um ihre eigene Herrschaft über die Meere zu errichten.
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