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Ich traf meinen Mörder Ein Journalist und die dunklen Seiten der Macht

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,5 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sabine Adatepe

Sprache

Deutsch

EAN

2710005065338

Beschreibung

Rezension

Can Dündars Bericht über seinen Kampf um die Wahrheit liest sich passagenweise spannend wie ein Agenten-Thriller und ist gleichzeitig ein überzeugendes Plädoyer für einen unabhängigen und kritischen Journalismus, ohne den es keine Demokratie geben kann. ("ORF")
Dündar’s new book describes in vivid detail the kind of mafia state Turkey has become – it’s more Godfather than Le Carré. (...) The story is a shocking one, and the English-speaking world should take note. ("Index on Censorship")
Dündar gelingt es, auf spannende Weise von der jüngeren Geopolitik zu erzählen und sie mit seiner eigenen Vergangenheit in Beziehung zu setzen. ("zenith Magazin")
Can Dündars Buch „Ich traf meinen Mörder“ zeigt, was Investigativjournalismus leisten kann – und muss – und bringt gut versteckte illegale Machenschaften ans Licht der Öffentlichkeit. Es ist ein lebendiges Dokument, das Mut macht und auf die Kraft des freien Wortes hinweist. ("Onlinemagazin Fachjournalist")
Sein Buch ist ein Plädoyer für ein wichtiges Grundrecht: die Freiheit der Presse. "In Ländern wie der Türkei braucht der Journalismus Tapferkeit", so Can Dündar. Er dokumentiert in seinem Bericht das Ende des Rechtsstaates. Und er schreibt, er werde oft gefragt, ob er die Veröffentlichung bereue. Seine Antwort: Nein. Und weiter: "Wir sind keine Verräter, wir sind keine Helden, wir sind Journalisten." Er kämpft weiter für die Pressefreiheit und die Demokratie. ("BR")
Der Journalist Can Dündar traf den Mann, der ihn ermorden sollte – und hat daraus einen wahren Krimi gemacht. ("neues deutschland")
Ein grandioses Buch … verblüffend und äußerst informativ ("Moderation / Privat")
Der türkische Exil-Journalist Can Dündar traf seinen Auftragskiller im Gefängnis – und bekam Einblicke in einen Staat, der seine Schlinge immer weiter zuzieht ("Der Tagesspiegel")
«Ich traf meinen Mörder» ist ein Thriller, der daran erinnert, wie gefährlich Journalismus vielerorts ist. ("NZZ")

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.10.2025

Verlag

Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,5 cm

Gewicht

300 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Sabine Adatepe

Sprache

Deutsch

EAN

2710005065338

Herstelleradresse

Galiani, Verlag
Friedrichstraße 119
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    30.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Pressefreiheit hat einen Preis. Can Dündar zahlt ihn

    „Man gab mir den Auftrag, Sie zu töten. Ich bin bereit, alles zu sagen, was ich weiß." Mit genau diesen Worten beginnt nicht nur das Buch, sondern auch die unfassbare Realität eines Mannes, der seit fast zehn Jahren im Exil in Berlin lebt, weil er in der Türkei lebenslänglich verurteilt wurde. Bei einer Veranstaltung, die ich vor Kurzem besucht habe, fragte Dündar: „Würden Sie sich mit jemandem treffen, der Sie töten sollte?“ Er selbst ist nach Argentinien geflogen, um genau das zu tun. Ein Brief aus einem Gefängnis in Buenos Aires: Serkan Kurtuluş, ein türkischer Häftling, behauptet, er sei beauftragt worden, Can Dündar zu ermorden. Jetzt hat er Angst vor seiner Auslieferung in die Türkei und bietet ihm Informationen an, die alles verändern könnten. Was folgt, liest sich wie ein Thriller, nur leider ist alles echt: Ein Netzwerk aus Politik, organisierter Kriminalität, Geheimdiensten und Terrorgruppen. Manipulation, Gewalt, Deals im Schatten. Und ein Staat, der Journalist*innen zu Staatsfeinden erklärt, sobald diese die Wahrheit ans Licht bringen. Ich möchte gar nicht die Enthüllungen wiedergeben – dafür ist das Buch da –, aber ich kann sagen: Es ist erschütternd, was Dündar in seinen Gesprächen erfährt. Er trifft nicht nur seinen potenziellen Mörder, sondern auch einen früheren Mafiaboss und ehemaligen Geheimdienstchef. Teile dieser Interviews sind im Buch abgedruckt, ungeschönt, verstörend, manchmal unfassbar direkt. Und am schlimmsten ist vielleicht: Man merkt, dass die Grenze zwischen Staat, Mafia und Geheimdienst längst verschwommen ist. Pressefreiheit? De facto nicht vorhanden. Gewaltenteilung? Leere Hülle. Justiz? Instrument der Macht. Aber nicht nur Can Dündar zahlt für seinen Mut einen Preis, seine Frau Dilek ebenfalls. Sie darf jahrelang nicht ausreisen, sieht ihren Mann nicht, ihren Sohn nicht, lebt in einem Land, das sie als Druckmittel benutzt. Zwischendurch verliert man beim Lesen wirklich den Glauben, aber Can Dündar tut das nicht. Er glaubt weiterhin daran, dass Systeme fallen können. Dass Diktaturen enden. Dass die Menschen in der Türkei sich erheben werden. Und genau das hat mir beim Lesen Zuversicht gegeben. Auch für meine zweite Heimat und meine Familie dort. Gerade weil so viele von uns wissen, dass diese Realität uns viel näher ist, als wir es manchmal wahrhaben wollen. Ein erschreckendes, wichtiges, hochspannendes Sachbuch, das sich liest wie ein Politthriller. Und ein Reminder daran, wie viel es kostet, die Wahrheit auszusprechen. Aber auch, warum es sich lohnt.

  • SimoneF

    5/5

    15.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr lesenswert!

    Eindrucksvoll zeigt Can Dündar die Verstrickungen höchster türkischer Regierungskreise in illegale Waffenschiebereien mit dem IS. Auch der türkische Geheimdienst und die Mafia haben ihre Hände mit im Spiel, wie der engagierte Journalist aufdeckt. Seine investigativen Recherchen bezahlt er mit einer Verurteilung zu 27 Jahren Haft und einem Leben im Exil, sogar ein Mordanschlag auf ihn wird in Auftrag gegeben. Just dieser Mann, der dafür angeheuert wurde, kontaktiert Dündar Jahre später aus dem Gefängnis und erklärt sich zu einem Interview bereit. Auch ein Waffenhändler kommt zu Wort. Ein sehr lesenswertes und aufrüttelndes Buch!

  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    13.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn dein Mörder dir schreibt – und du zurückschreibst

    Wer braucht noch Thriller, wenn das echte Leben so abgefahren schreibt? Can Dündar liefert mit „Ich traf meinen Mörder“ eine Geschichte, die so verrückt ist, dass sie eigentlich verboten gehört – und zwar, weil sie wahr ist. Da schreibt der Mann, der selbst zur Zielscheibe geworden ist, über seinen potenziellen Killer, den er im Knast besucht. Das ist kein Plot aus einem Netflix-Politthriller – das ist reale Weltpolitik auf Speed. Man liest diese Seiten mit offenem Mund und einer Mischung aus Wut, Bewunderung und „das kann doch nicht euer Ernst sein!“. Dündar schafft das Kunststück, investigativen Journalismus mit erzählerischer Wucht zu verbinden. Der Typ hat’s einfach drauf – und Mut sowieso. Denn während viele von uns schon bei einem zu scharfen Kommentar auf Social Media nervös werden, legt er sich mit Autokraten an und recherchiert weiter. Seine Begegnung mit Serkan Kurtuluş – dem Mann, der ihn eigentlich töten sollte – ist so surreal, dass man kurz vergisst, dass das hier kein Roman ist. Zwischen den Zeilen steckt aber mehr als Spannung: Es geht um Macht, Verrat, Korruption, und um den Preis der Wahrheit. Das Buch ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die glauben, Pressefreiheit sei selbstverständlich. Es ist unbequem, aufrüttelnd und verdammt gut geschrieben. Und wenn man die letzte Seite zuschlägt, bleibt dieses beklemmende Gefühl: dass Mut in dieser Welt immer noch lebensgefährlich sein kann – und genau deshalb so wichtig ist. 5 Sterne? Mindestens. Und eine Portion Gänsehaut gratis obendrauf.

  • yellowdog

    4/5

    09.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Can Dündar,  Journalist mit Mut

    Der türkische Journalist Can Dündar, der mutig über die Verbrechen der Autokratie des Landes berichtete, ist weiterhin dran und hat ein neues Buch: Ich traf meinen Mörder Untertitel: Ein Journalist und die dunklen Seiten der Macht   Da berichtet er von einem Mann, der mit einem Attentat auf ihn beauftragt war und sich ihm jetzt, wo er in Argentinien im Gefängnis sitzt, an ihn wendet. Da er befürchtet in die Türkei ausgeliefert zu werden, ist er bereit, Dündar alle Hintergründe zu berichten. Und da gibt es noch mehr, zum Beispiel illegale Waffenlieferungen an Islamisten.      Auch der Anschlag auf Dündar 2016 wird thematisiert. Man merkt schnell, dass dieses Buch wichtig ist, denn viele Journalisten wurden schon eingeschüchtert und mundtot gemacht. Da sind die, die weiterhin offen berichten, umso wichtiger.   Das Buch ist kurz, aber kompakt und direkt.

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