Die Nord-Stream-Sprengung. Die wahre Geschichte der Sabotage, die Europa erschütterte
SPIEGEL-Bestseller | »Wirklichkeit schlägt Fiktion. Absolute Pflichtlektüre.« Georg Mascolo ( »Das Versagen« )
»Bojan Pancevski verbindet investigativen Spürsinn mit geopolitischem Weitblick und beleuchtet nicht nur, wie die Nord-Stream-Pipelines zerstört wurden, sondern auch, warum sie für Europas Energieversorgung, Sicherheit und politische Zukunft von so großer Bedeutung sind. Ein echter Pageturner.«
—Peter Frankopan, Autor des SPIEGEL-Bestsellers »Licht aus dem Osten«
»Spannend wie ein Thriller, der in diesem Fall aber weltpolitische Geschichte geschrieben hat.« —Paul Ronzheimer, Journalist und Kriegsreporter, Moderator des Podcasts RONZHEIMER. »Atemberaubend… grandios.« —Markus Lanz
Basierend auf langjähriger Recherche und dem Zugang zu Saboteuren und Vermittlern, deren Vorgesetzten sowie hochrangigen Geheimdienstvertretern wie den Chefs von CIA und BND rekonstruiert der preisgekrönte Wall-Street-Journal-Autor erstmals die gesamte Geheimoperation, ihre politischen Hintergründe und ihre Auswirkungen. Für diesen geopolitischen Thriller aus dem wirklichen Leben hat der Pulitzer-Finalist über drei Jahre hinweg mit ukrainischen Attentätern, russischen Geheimdienstgenerälen, US-Masterspionen und deutschen Chefermittlern gesprochen. Er interviewte Staats- und Regierungschefs sowie Topbeamte, die im Schatten ihren Einfluss ausüben. Er verfolgte die Spur bis ins Kanzleramt, ins Weiße Haus, in den Kreml und hinter die Stahlbetonwände des »Aquariums«, wie der Sitz der berüchtigten GRU genannt wird. Schließlich verbrachte er mehrere Monate in der Ukraine, wo er etwa ein Dutzend Mitglieder einer Eliteeinheit aus Spezialkommandos und Geheimdienstlern kennenlernte. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe ziviler Tiefseetaucher planten und führten sie die Nord-Stream-Sprengung durch. Die komplexe Verschwörung wurde dank einer simplen deutschen Radarfalle und einer handelsüblichen Gesichtserkennungssoftware aufgedeckt. Dieses Hörbuch erzählt erstmals die kinoreifen Geschichten der Täter und Ermittler. Zusammen ergibt sich daraus ein geopolitischer Thriller, ein Spiel mit schwindelerregend hohen Einsätzen. Wie der Zuschauer eines Pokerspiels mit hohem Einsatz hatte der Autor das seltene Privileg, beiden Seiten über die Schulter und in die Karten schauen zu können, bevor sie diese ausspielten. Eine hochexplosive Geschichte über Himmelfahrtskommandos, wirtschaftliche Abhängigkeiten, Souveränitätsverletzungen, menschlichen Wagemut und politische Verantwortung – und über den Moment, in dem der Krieg Deutschland erreicht
»Wirklichkeit schlägt Fiktion, ein geopolitischer Plot, den man sich nicht ausdenken kann. Absolute Pflichtlektüre.«
—Georg Mascolo, Autor des SPIEGEL-Bestsellers »Das Versagen«
»So gewagt und fesselnd wie die Sabotage selbst, überzeugt das Buch in seinen Details durch faktenreiche Präzision.«
—Ivan Krastev, Politologe und Autor von Das Licht, das erlosch
»Mit dem scharfen Blick eines Journalisten für Details und dem Gespür eines Filmregisseurs für Tempo erzählt Bojan Pancevski eine Geschichte, die man nicht aus der Hand legen will.«
—Fiona Hill, ehemalige Russlandberaterin im Nationalen Sicherheitsrat der USA
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Ein realer Polit-Thriller
lieblingsleser am 19.04.2026
Bewertungsnummer: 3113670
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Sachbuch gehört für mich schon jetzt zu den spannendsten politischen Büchern des Jahres, vielleicht sogar zu den besten, die ich seit Langem gelesen habe. Bojan Pancevski zeigt eindrucksvoll, wie tiefgehend und sorgfältig er über Jahre hinweg recherchiert hat. Seine Quellen reichen bis in die Ukraine und in höchste Kreise der deutschen Politik, was dem Buch eine enorme Authentizität verleiht.
Besonders beeindruckend ist die Detailtiefe: Die Ereignisse rund um die Sprengung der Nord-Stream-Pipeline werden beinahe minutiös rekonstruiert. Dabei liest sich das Ganze stellenweise wie ein Thriller: hochspannend, dicht erzählt und mit einem starken erzählerischen Sog. Im Zentrum steht die siebenköpfige Crew, deren Mitglieder sehr ausführlich vorgestellt werden. Ihre Hintergrundgeschichten nehmen viel Raum ein, was anfangs etwas ungewohnt wirken kann, sich aber letztlich als Stärke des Buches herausstellt, weil man die Personen und ihre Motive besser versteht.
Der spannendste Teil ist ohne Zweifel die Durchführung des Anschlags selbst: präzise beschrieben, inklusive der Fehler, die dabei gemacht wurden. Doch das Buch endet nicht dort. Es verfolgt auch die Ermittlungen und die politischen Konsequenzen sowie die Lebenswege der Beteiligten nach der Tat.
Erschütternd ist dabei vor allem die Darstellung der Ermittlungsarbeit: Unter welchen schwierigen Bedingungen deutsche Behörden arbeiten mussten, während internationale Partner wie Dänemark, Schweden, Großbritannien oder die USA offenbar eher behinderten als unterstützten, und im Fall Polens sogar aktiv blockierten oder falsche Informationen lieferten.
Interessant wird das Buch auch im Kontext anderer Veröffentlichungen zum gleichen Thema, etwa von Oliver Schröm. Dort wird unter anderem das wohl sehr enge Verhältnis von Pancevski und Journalisten wie Holger Stark zur Bundesregierung kritisch beleuchtet, insbesondere zu Wolfgang Schmidt, dem engsten Vertrauten von Olaf Scholz. Diese Gegenperspektive macht deutlich, dass es sich lohnt, mehrere Darstellungen zu lesen, um sich ein umfassenderes Bild zu machen.
Insgesamt bleibt das Buch durchgehend fesselnd. Wer sich für geopolitische Themen, investigative Recherchen und aktuelle Zeitgeschichte interessiert, findet hier eine ebenso dichte wie packende Lektüre.
Wann gibt’s die Verfilmung?
Bewertung aus Speyer am 28.04.2026
Bewertungsnummer: 3123098
Bewertet: eBook (ePUB)
Um die Sprengung der Nord-Stream-Pipeline rankten sich anfangs wilde Gerüchte. Klar war nur, dass ihre Sprengung entscheidenden Einfluss darauf nahm, wie gerade Deutschland sich im Verlauf des Ukraine-Krieges verhielt. Wenn man hier zu einer Einschätzung gelangen will, ist es hilfreich, sich zu informieren und eins der Informationsangebote ist Bojan Pancevskis „Die Nord-Stream-Sprengung. Die wahre Geschichte der Sabotage, die Europa erschütterte“.
Nur knapp sei umrissen, worum es in dem Buch geht, denn die Lektüre gleicht in weiten Zügen mehr der eines Krimis als der eines Sachbuches, wenngleich es ohne jeden Zweifel Letzteres ist: Als im September 2022 in der Ostsee ein Seebeben stattzufinden schien, entpuppte dies sich als Explosionen, die die Gaspipelines von Russland Richtung Westen zerstörten. Nur ca. ein halbes Jahr nach Ausbruch des Ukrainekrieges nahm dieses Ereignis gehörigen Einfluss auf das weitere Verhalten der „Stakeholder“. Die Aufklärungsbemühungen versandeten jedoch partiell recht schnell – nicht ganz, denn ein Ermittlerteam sowie der Autor geht der Frage nach, wer die Pipelines sprengte, den Befehl dazu gab und was bis heute (und warum) verschwiegen wird. Er rekonstruiert anhand von Recherchen, Dokumentation und Gesprächen, was Entscheidungsträger wussten, was (bewusst) verschwiegen wurde und wieviel bei der Aufklärung der Vorgänge auf dem Spiel steht.
Nach der Lektüre hat man einiges an Erkenntnissen gewonnen: Nicht nur über die Bedeutung der Nord-Stream-Pipelines, die europäische Energieversorgung und Sicherheit, Ermittlungsmethoden, den Umgang von Bündnispartnern miteinander, Verrat und dergleichen, sondern auch über wirtschaftliche Abhängigkeiten, Souveränitätsverletzungen, politische Verantwortung und Zukunft. Man bekommt dabei tiefe Einsichten und wird unter Umständen so manches anschließend anders sehen. Da Pancevski mit Geheimdienstlern wie Politikern im damaligen Machtzentrum spricht, ist es sicherlich korrekt, dem Buch die Qualität eines Agententhrillers nicht ganz abzusprechen. Er richtet seinen Blick auf kleine Details, verliert aber das große Ganze nicht aus dem Blick. In Summe bekommt man so schlicht ein Verständnis dessen, was damals passierte – und kann daraus evtl. auch für ähnlich gelagerte Situationen Schlüsse ziehen. Die eigentliche Leistung des Autors besteht darin, dass er für keine Seite Partei ergreift, sondern im Wesentlichen objektiv berichtet – ohne Interessen zu verschweigen. Natürlich kommt der eine oder andere Gesprächspartner zu einer gewissen „Selbstdarstellungsfläche“, aber wer weiß schon, ob diese nicht tatsächlich den Bedingungen hinter der Fassade entspricht – da maße ich mir lieber kein Urteil an und vielleicht regt die Lektüre ja an, noch mehr Hintergrundwissen zu sammeln. Natürlich kann man argumentieren, dass der Autor nicht alles wiedergegeben haben könnte – das setzte aber voraus, dass man selbst Zugang zu seinem Material bzw. seinen Gesprächspartnern hätte. Insofern liefert Pancevic mit „Die Nord-Stream-Sprengung“ eine Version der Geschehenshintergründe, die sich für Laien gut verständlich aufbereitet liest und beinah nach einer Verfilmung schreit.
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