Die persönliche Geschichte einer Mutter - und über einen Sohn, der seinen Weg fand!Was ist eigentlich mit den Jungs? Haben wir die in den letzten Jahren eventuell ein bisschen vergessen? Und wenn wir über sie nachgedacht oder öffentlich geredet haben, waren sie dann nicht vor allem ein Problem? Aber gleichzeitig sollen sie unsere Demokratie und unsere Art zu leben mit ihrem eigenen Leben verteidigen? Irgendwas daran ist nicht ganz fair, oder?Wie zieht man in dieser Welt einen Jungen auf? Allein oder mit anderen, als Frau, als Feministin. Emotional und unterhaltsam schreibt Simone Buchholz über sich, ihren Sohn und all die anderen Jungs in seinem Leben, die einmal Babys waren, dann Kleinkinder, Schulkinder, Teenager und plötzlich: junge Männer.Eine Geschichte von stinkenden Boxhandschuhen, von Verbandszeug und Verbundenheit, von Selbstvertrauen, Not- und Niederlagen. Von Pizza, Pasta, Döner. Und von Liebe.Vera Teltz liest Über Söhne mal leise, mal kraftvoll und immer mitreißend.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
begine
aus Lemwerder
5/5
15.07.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Einfach Klasse
Simone Buchholz hat mit ihrem Roman „Über Söhne“ eone tolle Geschichte geschaffen.
Das Hörbuch wird von Vera Teltz sehr passend gelesen.
Mich hat diese Geschichte total gedesselt. Gut, ich bin selbst Mutter zweier Söhne, deshalb kann ich sagen, Ja so ist es richtig.
Das Hörbuch ist nur gut zwei Stunden lang, das war mir fast zu kurz.
Ich kann den Roman nur empfehlen.
Eternal-Hope
aus Österreich
4/5
25.06.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Über ihren Sohn
"Über Söhne" von Simone Buchholz sollte besser "Über meinen Sohn" heißen, denn genau darum geht es in diesem sehr unterhaltsamen und humorvollen Hörbuch: um den Blick der Autorin als Mutter auf ihren mittlerweile erwachsenen Sohn, angefangen vom Babyalter über Kleinkindzeit, Schulzeit und Jugend bis zur Zeit, in der er humorvoll meint, dass es jetzt nicht mehr lange wäre, bis die Mutter endlich ausziehen solle, denn schließlich seien die Mieten heutzutage für junge Menschen unleistbar geworden.
Das Hörbuch ist etwa 2 Stunden lang, was in schriftlicher Form wohl eher einem längeren Essay als einem umfangreichen Hörbuch entsprechen würde. Dementsprechend sind es einzelne Episoden aus dem Heranwachsen des Jungen, die erzählt werden und anhand derer sich die Mutter Gedanken macht, was diese wohl für Männlichkeit allgemein in der heutigen Zeit bedeuten könnten.
Insgesamt ist es ein anekdotisch und persönlich erzähltes Buch - etwa bekommt die Meinung eines Kampfsporttrainers, dass verpflichtender Kampfsportunterricht für alle jungen Männer förderlich wäre, einiges an Raum, ebenso wie ein paar Aussagen eines einzelnen Kinderarztes - und nicht unbedingt ein wissenschaftliches und generalisierbares. So einiges von dem, was erzählt wird, trifft vielleicht auf diesen einen jungen Mann und sein Umfeld zu, doch nicht zwangsläufig auf alle oder die meisten jungen Männer. Da spielt dann auch noch die Frage Genetik vs. Sozialisation eine Rolle, doch auf diesem Niveau bewegt sich das Hörbuch nicht.
Sehr sympathisch finde ich, dass es zwar um den Sohn der Autorin geht, aber diese sorgsam darauf achtet, ihn mit der Auswahl der erzählten Themen nicht bloßzustellen und vermutlich auch die Themenwahl mit ihm abgesprochen hat.
Wenn man davon absieht, aus dem Hörbuch unbedingt etwas über Söhne, Jungen oder Männer im Allgemeinen lernen zu wollen, dann ist es ein sehr unterhaltsames Hörbuch und ein liebevoll-humorvoller Blick einer Mutter, den ich allen, die selbst Kinder haben, Kinder wollen oder sich für dieses Thema interessieren, durchaus empfehlen kann.
Bewertung
5/5
14.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein literarisches Reflektieren
"Für mich war die Geburt meines Sohnes leicht, das Einzige, was mich gestört hat, war der Arzt." Seite 9
INHALT
Eine Mutter schreibt über sich und ihren Sohn. Über das Mutterwerden und Muttersein. Über die Zeit nach der Geburt und mit Kleinkind - bis hin zu der Zeit mit ihrem Sohn im Teenageralter. Das Buch ist kein Roman, sondern ein Essay. Ein kurzweiliges Buch über die Erfahrungen mit Kindern (insbesondere mit Söhnen) in einer Welt voller patriarchaler Strukturen.
" Mama (..) du hast leider keinen Pillermann. (...) Das ist richtig. Warum hast du keinen? Ich meinte, ehrliches Interesse herauszuhören. Weil ich keinen brauche, sagte ich. Ich kann alles ohne Pillermann machen. Alle Mädchen? Oder nur du? Alle Mädchen und Frauen, sagte ich. Wir haben keine, weil wir sie nicht brauchen." Seite 26
EINDRUCK UND FAZIT
Ich habe dieses Buch gehört - und gelesen. Ein kurzes, knackiges Buch - was mir eine nette Zeit beschert hat. Buchholz Schreibstil ist klar und ungeschönt. Hin und wieder musste ich meine Emotionen herunterschlucken (kann ich mich noch gut an die Zeit nach der Geburt erinnern). An anderen Stellen musste ich laut loslachen. Was genau ich von diesem Buch erwartet habe, kann ich gar nicht sagen - aber ich mochte es! Wobei ich mich nun etwas fürchte, vor der Zeit in der mein Kind älter wird. Insbesondere bezüglich der Frage: zu welchem Mann erziehe (0der begleite) ich mein Kind? Buchholz fragt sich, warum Jungen oftmals das "Problem" sind - und zeitgleich unglaublich hohe Erwartungen an unseren Nachwuchs gestellt werden. Ich spreche nur von mir persönlich, aber diese Ambivalenz macht mich ziemlich nervös. Dieses Buch regt zum Nachdenken an, ist eher ein literarischer Impuls als ein Buch mit abgeschlossener Handlung.
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