Sichtbare Gebrauchsspuren auf einigen Seiten z.B. leichte Knicke oder vereinzelte Markierungen möglich. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Shinjuku, ein Viertel in Tokio: Hier treffen sie aufeinander – Yama, ein gescheiterter Fernsehautor Mitte zwanzig, und Yume, eine wortkarge Kellnerin. Beide sind sie Außenseiter, beide haben sie die Hoffnung, ihren Platz im Leben zu finden, fast aufgegeben. Yume arbeitet in einer Bar namens Karinka, die schrägen Vögeln ebenso eine Heimat bietet wie streunenden Katzen. Als Yama diesen Ort das erste Mal betritt, ist er völlig fasziniert: von den Menschen, der Stimmung und der besonderen Rolle, die die Vierbeiner im Karinka spielen. Er fasst Vertrauen zu Yume, mit der er sich bald gemeinsam um die Straßenkatzen kümmert. Aus der Freundschaft der beiden scheint mehr zu werden, doch dann holt Yume ihre Vergangenheit ein …
›Die Katzen von Shinjuku‹ handelt von zwei Menschen, die mit sich selbst hadern und einander zu retten versuchen: ein bittersüßer Roman mit Blick für die kleinen Dinge, einfühlsam und mit viel Wärme erzählt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
5/5
28.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Einfach Toll
Hab das Buch in Mängelexemplaren in meinem Thalia gefunden und mir nicht viel dabei gedacht aber dieses Buch ist so toll geschrieben! Hab am Ende geweint und das hatte ich noch nie bei einem Buch. Große Empfehlung
jam
5/5
07.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine besondere Geschichte mit viel Nachklang
„Ich saß eine ganze Weile stumm neben ihr, unfähig zu sprechen. Aber in meiner Brust tobte ein Aufruhr an Gefühlen wie eine zitternde Dose Buntstifte. Eine Glastür meines Herzens flog auf und heraus stürmten jede Menge Dinge, die ich nicht einordnen konnte.“
Seite 238
Wir befinden uns in Tokio am Ende der 80iger Jahre. Dort lernen wir Yama kennen, der so gerne in der Fernsehbranche Fuß fassen möchte, aber aufgrund einer körperlichen Besonderheit gestaltet sich das sehr schwierig. In einer trostlosen Phase stolpert er ins Kalinka, eine kleine Bar in Shinjuku. Dort lernt er nicht nur die Kellnerin Yume kennen, sondern einen Querschnitt an Charakteren, ein besonders Spiel… und vor allem die Katzen von Shinjuku…
Yama hat mich sehr bewegt, er steht an einem Wendepunkt in seinem Leben, hat den richtigen Pfad noch nicht gefunden. Auf dem Weg dorthin lernen wir auch viel über Japans Kultur, über starken Alkoholkonsum und Chefs, die ihre Mitarbeiter schlagen. Das wirkte erst etwas befremdlich auf mich, war aber auch wahnsinnig faszinierend. Er versucht, Programme für die Masse zu machen und scheitert doch immer wieder, meist an sich selbst und dem, was er eigentlich tun will… An diesem Punkt begegnet er der eigenwilligen Yume, die so verschlossen und interessant wirkt, abweisend aber ganz besonders. Sie zeigt ihm nicht nur ihre Welt, sondern auch wie seine gelingen kann.
Durian Sukegawas Geschichte über die Katzen von Shinjuku ist so vielschichtig, es fällt mir schwer, all das zu beschreiben, weil ich wohl vieles davon selber noch nicht ganz begriffen habe… Japans Kultur, die Fernsehbranche, körperliche Stigmata, faszinierende Persönlichkeiten. Und doch sind alle gleich, wollen geliebt werden und suchen Nähe. So wie die Katzen, die, wenn wir sie kennenlernen, viel über uns selber aussagen…
Ich möchte nicht verschweigen, dass diese so poetische Geschichte gegen Ende eine wirklich dramatische Wendung nimmt, mit der ich nicht gerechnet habe und die mich stark berührt und bewegt hat. Mehr als einmal musste ich schlucken und das Buch kurz weglegen, mich sammeln und wieder eintauchen, in die dunklen Ecken der menschlichen Seele.
Letzten Endes entließ mich Durian Sukegawa aber mit dem Gefühl, gerade etwas besonders gelesen und vor allem etwas Wichtiges gelernt zu haben, und einem Lächeln im Gesicht.
Fazit: Eine besondere Geschichte über eine faszinierende Welt in einer spannenden Zeit, bewegend, berührend, mit viel Nachklang…
Lesezauber_Zeilenreise
aus Eggenstein-Leopoldshafen
5/5
26.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hier geht es um Katzen, um Liebe, Schicksale und verpasste Gelegenheiten – und um Hoppy und gegrillte Paprika
Yama ist von der Bar Karinka und ihren Stammgästen fasziniert – vor allem natürlich von Yume, die dort am Grill arbeitet. Er kommt fast täglich, trinkt ein paar Krüge Hoppy, isst Teriyaki-Platten und gegrillte Paprika, spielt Miau-Jongg (eine Spiel, bei dem darauf gewettet wird, welche der Katzen von Shinjuku sich als erstes am Fenster der Bar zeigen wird) und fühlt sich zwischen all den Randgestalten immer wohler. Gehört er doch schließlich auch irgendwie dazu, mit seiner schlecht laufenden Karriere und einem Chef, der ihn sogar in der Öffentlichkeit maßregelt und schlägt. Er und Yume verlieben sich ineinander, doch die Situation ist kompliziert, wie sich nach und nach herausstellt. Ob es ein Happy End gibt? Lest einfach das Buch – es lohnt sich.
Es gibt Bücher, die entfalten erst einige Zeit nach dem Lesen ihre Wirkung. Für mich gehört „Die Katzen von Shinjuku“ dazu. Es liest sich leicht und flüssig, da es nicht der typische japanische Schreibstil, sondern eher ein westlicher ist. Sukegawa´s Sprache ist einfach, aber direkt und auf den Punkt. Er schafft es, immer mehr Spannung aufzubauen im Sinne von: was passiert wohl als nächstes? Welche Geheimnisse verbergen sich hinter Yume? Was hat es mit den Katzen auf sich? Das letzte Drittel des Buches ist dann auch sehr emotional und berührend und das einzige Bild, ganz hinten, nachdem die Geschichte schon vorbei ist, hat mich umgehauen. Da erst habe ich gemerkt, wie tief ich von dem Buch gefangen genommen war.
Auch jetzt, Tage nach dem Lesen, spuken mir Yama, Yume, die vielen Katzen, Madame Granatapfel , Mister Mumm und auch das heißgeliebte Bier Hoppy sowie die Teriyaki-Platte und gegrillte Paprikas im Kopf herum. Eine nachwirkende Geschichte mit viel Gefühl und Tiefgang.
Bewertung
5/5
10.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch handelt von Yama-chan...
Dieses Buch handelt von Yama-chan und Yume-chan, zwei Außenseitern in der japanischen Leistungsgesellschaft. Ihre Geschichte ist geprägt von Umwegen, Schicksalsschlägen, bittersüßer Liebe, viel Poesie und natürlich von Katzen. Ein Roman, wie ihn das Leben schreibt.
Bewertung
5/5
07.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Von der Scheu der Katzen und Menschen
Yama ist ein gescheiterter Fernsehautor. Vielversprechende Positionen bei den renommierten Fernsehanstalten sind ihm verwehrt, denn er leidet an Farbenblindheit. Mehr schlecht als recht schlägt er sich bei einem cholerischen Fernsehmagnaten durch, der ihn immer wieder schikaniert und misshandelt.
Erschöpft von unzähligen Überstunden auf der Arbeit kehrt Yama eines Abends in eine Bar in Shinjuku ein. Dort werden Katzenwetten abgehalten, die Gäste des Etablissements versuchen zu erraten, welche der Katzen auf einem aufgezeichneten Plan als nächstes auf der Mauer am Fenster auftauchen werden. Bei seinen weiteren Besuchen lernt er die schrägen Gäste kennen, allesamt mit ihren Eigenarten, fasziniert ihn doch am meisten die in sich gekehrte Kellnerin Yume. Wie er hat auch sie einen anderen Blick auf die Welt, denn sie schielt. Doch Yume scheint mehr zu umgeben, als es den Anschein hat. Voneinander angezogen, lernt Yama, warum Yume mehr Vertrauen in Katzen als in Menschen hat. Die Liebe zu den Katzen fängt an, die beiden Menschen auf eine einzigartige Weise zu verbinden.
„Die Katzen von Shinjuku“ ist nach „Kirschblüten und rote Bohnen“ das zweite Buch, das ich von Durian Sukegawa lese. Genau wie in seinem anderen Buch bringt er Einzelgänger auf eine poetische, fast schon scheue Weise zusammen. Seine Charaktere berühren und beeinflussen einander, die Verbindungen sind auch hier wieder zart und fragil. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, so schön fand ich das Buch. Eine melanchonische Geschichte, die das Herz bewegt!
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