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Brüste Eine Anthologie

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.05.2024

Herausgeber

Linus Giese + weitere

Verlag

Tropen

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/1,8 cm

Gewicht

268 g

Farbe

Moosgrün

Auflage

2. Druckaufl. 2024

Sprache

Deutsch

EAN

2710004929112

Beschreibung

Rezension

»Persönlich, bewegend, überraschend.« Myself, September 2024 ("Myself")
»Wer sollte ›Brüste‹ lesen? Einfache Antwort: Alle.« Karoline Schaum, L-Mag, Juli/August 2024 ("L-Mag")
»Die einzelnen Beiträge bestechen durch ihre Ehrlichkeit, offenbarende Intimität und ihre Stärke – darin die Erfahrungen und Gefühle zu benennen, aber auch zu teilen und dadurch Möglichkeiten für die Lesenden zu schaffen, sich im Text wiederzufinden. […] [Es] bleibt an dieser Stelle nur noch ein Danke und eine nachdrückliche Empfehlung auszusprechen!« Michaela Minder, Rezensöhnchen, 29. Juni 2024 ("Rezensöhnchen")
»Die Autor/innen in ›Brüste‹ stemmen sich gegen diese Zuschreibungen von außen und gewähren dabei Einblicke in ihr Innerstes. Von den Zweifeln auf dem Weg zur Mastektomie, von den Erwartungen beim Stillen, von der Sehnsucht nach der idealen Fake-Brust bis hin zur Frage nach der eigenen Übergriffigkeit erzählen die mutigen, schlauen, herausfordernden Beiträge, die es schaffen, dass Brüste endlich die Sichtbarkeit bekommen, die ihnen gebührt: empathisch, wertschätzend, frei von sexistischem Gegeifere.« Stefanie Jaksch, Buchkultur, Ausgabe 03/2024 ("Buchkultur")
»Es war wirklich sehr spannend, es war informativ, es war lustig. Es gab Momente [in denen man auch] Trauer gespürt hat, auch den Verlust von einer Jugend.« Sonja Longolius, Berlins schönste Seiten, 10. Juni 2024 ("Berlins schönste Seiten")
»Es geht um das Spiel mit gesellschaftlichen Normen und um das infrage stellen vermeintlich gesetzter Kategorien.« Mephisto 97.6, 24. Mai 2024 ("Mephisto 97.6")
»Es ist erfrischend zu lesen, dass die eigenen Erfahrungen mit Brüsten zwar die Auseinandersetzung mit Weiblichkeit hervorrufen, aber oft nicht mit den gesellschaftlichen Vorstellungen übereinstimmen.« Lorina Speder, Queer, 18. Mai 2024 ("Queer")

Portrait

Linus Giese hat Germanistik studiert und lebt und arbeitet seit November 2017 als Blogger, Journalist und Buchhändler in Berlin. 2020 erschien sein Debüt Ich bin Linus - wie ich der Mann wurde, der ich schon immer war über sein Coming-Out und Leben als trans Mann. Seitdem veröffentlichte er Beiträge in Anthologien und ist als Übersetzer tätig..
Miku Sophie Kühmel geboren 1992 in Gotha, hat Literatur- und Medienwissenschaften in New York und Berlin studiert. Mit ihrem Romandebüt Kintsugi stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und erhielt den Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung sowie den aspekte-Literaturpreis. 2022 erschien ihr zweiter Roman Triskele. Sie lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Berlin..
Daniela Dröscher, Jahrgang 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Ihr Romandebüt Die Lichter des George Psalmanazar erschien 2009 im Berlin Verlag, es folgten der Erzählband Gloria und der Roman Pola sowie das Memoir Zeige deine Klasse bei Hoffmann & Campe. Sie wurde u. a. mit dem Anna-Seghers-Preis sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) ausgezeichnet. Der Roman Lügen über meine Mutter (2022) stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erhielt sie das Ullstein-Fellowship für nicht-fiktionales Schreiben..
Angela Lehner, geb. in Klagenfurt, studierte Literatur- und Bibliothekswissenschaft in unterschiedlichen Ländern, lebt jetzt aber wie alle anderen in Berlin. Sie veröffentlichte Texte in Zeitungen, Anthologien, für TV und Bühne. Die bei Hanser Berlin erschienenen Romane Vater unser und 2001 wurden in mehrere Sprachen übersetzt und für die Bühne adaptiert. Für ihr Schreiben erhielt Lehner unter anderem den Österreichischen Buchpreis für das beste Debüt, den Franz Tumler-, den Rauriser und den Alpha Literaturpreis sowie Stipendien des Deutschen Literaturfonds und des österreichischen BMUKK..
Die Berliner Kabarettistin Michaela Dudley (Jg. 1961), eine trans* Frau und Queerfeministin mit afroamerikanischen Wurzeln, verkörpert die Vielfalt am eigenen Leibe. Sie ist auch Buchautorin, Journalistin, gelernte Juristin (Juris Dr., US), Keynote-Rednerin und Filmschauspielerin. In ihrem satirischen, feministischen Streifen Geschlechterkampf: Das Ende des Patriarchats (2023) spielt sie sich selbst. Ihr autobiographisches Lied »Diva In Diversity« (GEMA-Werknummer 24014395) erläutert viel dazu..
Antje Rávik Strubels Werk wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Sie wurde mit einem Stipendium in die Villa Aurora in Los Angeles eingeladen sowie als Writer in residence an das Helsinki Collegium for Advanced Studies. 2019 erhielt sie den Preis der Literaturhäuser. Ihr Roman Blaue Frau wurde mit dem Deutschen Buchpreis 2021 ausgezeichnet. 2022 erschien der Essay-Band Es hört nie auf, dass man etwas sagen muss. Sie übersetzt aus dem Englischen und Schwedischen u. a. Joan Didion, Lucia Berlin und Virginia Woolf. Antje Rávik Strubel lebt in Potsdam..
Sarah Berger ist deutsch-rumänische_r Autor_in, Fotograf_in und Performancekünstler_in. Berger bespielt verschiedene sozialmediale Formate mit autofiktionalen Texten und fotografischen Arbeiten, stets changieren diese bei queer-feministischer Haltung zwischen introspektiver Betrachtung und gesellschaftskritischer Analyse. Zu Bergers Publikationen gehören das 2017 im Frohmann Verlag erschienene Match Deleted – Tinder Shorts. Zuletzt veröffentlichte Berger im Herbst 2022 den Erzählband Wen es etwas angeht im Berliner Herzstück Verlag. Berger lebt und arbeitet in Berlin..
Kirsten Achtelik ist Diplom-Sozialwissenschaftler*in, Journalist*in und Autor*in von Büchern über Abtreibung, Pränataldiagnostik, Selbstbestimmung und die »Lebensschutz«-Bewegung. Their thematischen Schwerpunkte sind Gender/Antifeminismus, Behinderung/Anti-Ableism, soziale Bewegungen, Gesundheits- und Antidiskriminierungspolitik. Selbst von Brustkrebs betroffen, setzt they sich für eine inklusivere Versorgung und gegen binäre Zuschreibungen ein..
Audrey Naline, die Schaumweingeborene, Stern am Firmament der Pro-Glam-Bewegung. Audrey ist kulturelle Schwerpunkt-Drag Queen. Als Bühnenprofi liefert sie lyrische LypSyncs und extravagante Bootsfahrten auf der Spree, moderiert Lesebühnen, Workshops und internationale Literatur-Festivals, zuletzt 2022 im Interview mit Madame Nielsen. Sie war für 3 Sekunden auf ARTE zu sehen und unterhielt professionelle Beziehungen unter anderem zur Akademie der Künste, der Berlinale und der re:publica..
Biba Oskar Nass setzt sich in seinen Texten mit queerem Leben und trans* Geschichte auseinander. Er ist als Herausgeber des queeren Literaturmagazins Transcodiert tätig und leitet Schreibworkshops für trans* Personen. Bisher erscheinen ist der Prosatext Blau bei Sukultur und der Essay Microdosing Testosteron im Querverlag..
Bettina Wilpert studierte u. a. Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2018 erschien ihr Debütroman nichts, was uns passiert, für den sie u. a. mit dem ZDF-«aspekte«-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Das Buch wurde von zahlreichen Theatern für die Bühne und 2023 als Fernsehfilm für die ARD adaptiert. 2022 veröffentlichteBettina Wilpert ihren zweiten Roman Herumtreiberinnen. In ihren Texten beschäftigt sie sich u. a. mit den Themen sexualisierte Gewalt, Körperlichkeit und Mutterschaft. Sie lebt als freie Schriftstellerin und Mutter in Leipzig..
Nils Pickert ist freier Autor und Journalist. In den Gründungsjahren hat er PINKSTINKS als Bübchen für alles mitgestaltet, inzwischen schreibt er vor allem für den Verein und hält Vorträge zu Themen rund um Feminismus, Sexismus, geschlechtergerechte Erziehung und Rollenstereotype. Seine Bücher Prinzessinnenjungs und Lebenskompliz*innen sind beim Beltz Verlag erschienen, sein erstes Kinderbuch Seeräubermädchen & Prinzessinnenjunge bei Carlsen.

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Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.05.2024

Herausgeber

Verlag

Tropen

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/1,8 cm

Gewicht

268 g

Farbe

Moosgrün

Auflage

2. Druckaufl. 2024

Sprache

Deutsch

EAN

2710004929112

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • CK

    aus Raum Stuttgart

    5/5

    21.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brüste & alles, was sie…

    Brüste & alles, was sie (nicht) bedeuten können … Die Anthologie "Brüste" ist mir durch ihr leuchtend gelbes Cover und das schöne Titelbild sofort ins Auge gestochen. Der Klappentext hat mich direkt angesprochen und ich bin sehr froh, dass ich dieses aktuelle und sehr gut geschriebene Buch entdeckt habe. Allein schon die Idee, ein Buch mit diesem Titel herauszubringen, finde ich sehr gelungen! Herausgekommen ist hier eine wunderbare Sammlung sehr unterschiedlicher, aber stets anspruchsvoller Texte, die mir sehr viel zum Nachdenken gegeben haben und mir ganz neue Perspektiven und Sichtweisen aufgezeigt haben. Am besten haben mir die Beiträge von Angela Lehner, Linus Giese, Daniela Dröscher, Nils Pickert, Sarah Berger, Audrey Naline und Kirsten Achtelik gefallen. Die anderen Beiträge haben mich leider nicht ganz so gut abgeholt, aber bei einer Sammlung verschiedener Beiträge kommt das ja immer vor. Insgesamt finde ich das Buch aber rundum gut gelungen und kann es unbedingt weiterempfehlen! Ein sehr mutiges, wichtiges und informatives Buch. "Wer mit Brüsten durch die Welt geht, weiß: sie bedeuten immer etwas. Aber warum eigentlich? Und was sagt es über uns aus, wie wir über dieses Körperteil sprechen, wie wir es lesen, welche Bedeutung wir ihm zumessen?"

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brüste & alles, was sie (nicht) bedeuten können …

    Die Anthologie “Brüste” ist mir durch ihr leuchtend gelbes Cover und das schöne Titelbild sofort ins Auge gestochen. Der Klappentext hat mich direkt angesprochen und ich bin sehr froh, dass ich dieses aktuelle und sehr gut geschriebene Buch entdeckt habe.  Allein schon die Idee, ein Buch mit diesem Titel herauszubringen, finde ich sehr gelungen! Herausgekommen ist hier eine wunderbare Sammlung sehr unterschiedlicher, aber stets anspruchsvoller Texte, die mir sehr viel zum Nachdenken gegeben haben und mir ganz neue Perspektiven und Sichtweisen aufgezeigt haben. Am besten haben mir die Beiträge von Angela Lehner, Linus Giese, Daniela Dröscher, Nils Pickert, Sarah Berger, Audrey Naline und Kirsten Achtelik gefallen. Die anderen Beiträge haben mich leider nicht ganz so gut abgeholt, aber bei einer Sammlung verschiedener Beiträge kommt das ja immer vor.  Insgesamt finde ich das Buch aber rundum gut gelungen und kann es unbedingt weiterempfehlen! Ein sehr mutiges, wichtiges und informatives Buch.   “Wer mit Brüsten durch die Welt geht, weiß: sie bedeuten immer etwas. Aber warum eigentlich? Und was sagt es über uns aus, wie wir über dieses Körperteil sprechen, wie wir es lesen, welche Bedeutung wir ihm zumessen?”

  • Klaus

    5/5

    26.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vielbeachtetes Körperteil

    Brüste, jeder Mensch hat welche (selbst Männer und die könnten, wie ich nach der Lektüre nun weiß, sogar stillen, denn alles was Frau dazu braucht, ist bei ihnen auch angelegt). Während allerdings die männliche Brust nur selten Gegenstand weitreichender Betrachtungen ist, wird um die weibliche Brust ein riesiges Buhei betrieben. Sie wird instrumentalisiert, sexualisiert, kommerzialisiert, ihr wird künstlerisch gehuldigt. Sie existiert in den verschiedensten Formen, meist weit entfernt vom Idealbild. So bald sie sich zeigt quetscht man sie, den Konventionen folgend, in enge Büstenhalter, wenn die Natur ihren Lauf nimmt wird gecremt, massiert, Sport getrieben und ganz Mutige operieren um zu optimieren. In Büchern kann man viel über Brüste lesen, sie kommen in Krimis genauso vor wie in romantischen Komödien, oder Liebesdramen. Hier haben nun Linus Giese und Miku Sophie Kühmel eine Anthalogie zusammengestellt, in der es um Brüste geht, allerdings ist hier die Betrachtungsweise mal eine ganz andere. Zwölf helle Köpfe, inklusive der Herausgeber, teilen hier ihre Gedanken zum Thema und das teilweise aus sehr interessanten Blickwinkeln heraus. Da widmet sich Bettina Wilpert zum Beispiel dem Thema Stillen und beginnt ihren Text mit der Erwähnung des berühmten Gemäldes La Barbuda, ein Bild, über das ich kurz vorher in einem anderen Zusammenhang etwas gelesen hatte. Linus Giese beschreibt wie befreiend, für ihn als trans*Mann, die Entfernung der Brust war. Etwas im Kontrast dazu die Erfahrungen von Kirsten Achtelik, der nach ihrer Tumordiagnose eine Brust entfernt werden muss und die sich gegen eine Rekonstruktion entscheidet. Nils Pickert schreibt sehr treffend von der großen Bedeutung, die Brüste in der Welt von heterosexuellen sis Männern einnehmen. "In der Welt, in der ich lebe, gelten Brüste als Kommunikationsmittel für heterosexuelle sis Männer über Handlungen, zu denen sie verbal weder eingeladen noch aufgefordert wurden." Das schmale Büchlein bietet interessante Einblicke, regt zum Nachdenken an, macht teilweise betroffen und traurig. Ich muss zugeben, dass ich eine solche Auseinandersetzung mit der Thematik gar nicht erwartet hatte und bewundere den Mut der Schreibenden, teilen sie doch oft sehr Intimes mit dem Leser. Abgerundet wird das Ganze mit Informationen zu den einzelnen Autoren.

  • xxholidayxx

    5/5

    11.06.2024

    eBook (ePUB 3)

    Vielseitige, spannende und lehrreiche Perspektiven mit dem Thema "Brüste"

    Was uns alle eint, ist das abwägende Verhältnis, die komplizierten Gefühle, die wir zu Brüsten haben. Zu unseren und denen anderer. Zu denen, die wir mal hatten, oder die wir gern hätten. Zu denen, die wir uns zugelegt haben oder losgeworden sind, die wir verloren oder gewonnen, die wir verändert haben und deren Veränderung auch uns selbst verändert hat – wie das manchmal so ist mit Beziehungen. - Buchzitat (S. 11/E-Book) "Brüste" ist eine beeindruckende Sammlung von Texten, die ein oft objektiviertes Körperteil aus subjektiver Perspektive beleuchten. Mit Beiträgen von renommierten Autor:innen. namentlich Linus Giese, Miku Sophie Kühmel, Daniela Dröscher, Angela Lehner, Michaela Dudley, Antje Rávik Strubel, Sarah Berger, Kirsten Achtelik, Audrey Naline, Biba Oskar Nass, Bettina Wilpert und Nils Pickert bietet dieses Buch eine vielstimmige, tiefgehende und inspirierende Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Herausgeber:innen Linus Giese und Miku Sophie Kühmel haben eine Anthologie zusammengestellt, die unsere Sichtweise auf Brüste und deren Bedeutung in der Gesellschaft hinterfragt und erweitert. Das Buch "Brüste" behandelt die vielfältigen Aspekte und Bedeutungen dieses Körperteils. Es stellt Fragen zur Sexualisierung, gesellschaftlichen Wahrnehmung und persönlichen Erfahrungen. Themen wie Stillen, Geschlechtsidentität und medizinische Aspekte werden ebenso behandelt wie die kulturelle und künstlerische Darstellung von Brüsten. Die Beiträge in "Brüste" sind alle unterschiedlich gestaltet, was die Form, Länge und den Schreibstil betrifft. Am besten gefallen haben mir die Beiträge von Bettina Wilpert, die in "VEXIERBILDER ODER: STILLEN IST STILLEN" verschiedene Perspektiven auf das Thema Brüste anhand von Kunstwerken erörtert hat. Ebenso beeindruckend fand ich den Beitrag von Nils Pickert mit dem Titel "TITTENSCHULD" sowie Kirsten Achteliks "#ONETIT STATT #TUMORTITTE". Ich habe viel über das Leid der Betroffenen erfahren und auch neue Fakten gelernt: Beispielsweise wusste ich nicht, dass sich Brüste von biologischen Männern und Frauen anatomisch so gleichen und dass biologische Männer theoretisch auch Milch geben können (praktisch kommt das jedoch sehr selten vor). Alles in allem bietet das Buch eine wunderbare Mischung aus spannenden Ansätzen und persönlichen Geschichten. Es ist ein kurzweiliges Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe. "Brüste" ist eine inspirierende und aufschlussreiche Anthologie, die wichtige Themen aufgreift und zum Nachdenken anregt. Die Vielfalt der Perspektiven und die Tiefe der Beiträge haben mich überzeugt und begeistert. Trotz der unterschiedlichen Stile und Ansätze schafft das Buch eine kohärente und kraftvolle Auseinandersetzung mit einem leider oft tabuisierten Thema. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und empfehle dieses Buch allen, die sich mit den komplexen Facetten von Brüsten auseinandersetzen möchte. Meine Brüste sind politisch, aber in mehr Dimensionen als nur als Objekt der Provokation, und in weniger Ernsthaftigkeit als die derjenigen, die ihre nach Feierabend nicht ausziehen können. Das ist ein Privileg. - Buchzitat (S.96/E-Book)

  • nessabo

    4/5

    04.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessant und vielfältig kuratierte Anthologie

    Die von Linus Giese und Miku Sophie Kühmel herausgegebene Anthologie hat mir insgesamt sehr gut gefallen, weil ich sie vor allem gut zusammengestellt fand. „Brüste“ verstehen sich manchmal als ganz zentrales Thema der Beiträge und manchmal eher als Aufhänger für eine komplexere Betrachtung vergeschlechtlichter Körper. Das Weiterdenken hat mich manches Mal überrascht, meistens aber im positiven Sinne. Wie für Essaysammlungen üblich gefielen mir manche Texte mehr als andere, weshalb ich für Anthologien auch bislang noch nie 5 Sterne vergeben habe. Ich habe mir bereits bekannte Autor*innen noch einmal neu kennen und umso mehr lieben gelernt. Daniela Dröscher beginnt die Sammlung mit vielen für mich sehr anregenden, manchmal auch aufwühlenden Fragmenten. Miku Sophie Kühmels Beitrag konnte ich ebenso fast körperlich nachfühlen. Gemeinsam mit Linus Giese gehören sie auch zu den Autor*innen, von denen ich sowieso gern lese, was sich hier noch einmal verfestigt hat. Dann wiederum fand ich es einfach toll, dass Menschen verschiedener Geschlechter hier geschrieben haben und so auch trans* sowie nicht-binäre Perspektiven sehr viel Raum einnehmen. Sasha (im Buch noch Kirsten) Achtelik verwebt für mich so zum Beispiel sehr aufschlussreich gender affirming care für cis und trans* Personen miteinander, wodurch gesellschaftliche Absurditäten und Diskriminierung mehr als deutlich werden. Gerade die stilistisch etwas experimentelleren Beiträge waren nicht so mein Fall, weil ich klare und persönliche Texte auch ganz generell schlicht greifbarer finde. Doch auch diese tragen zu einem runden Eindruck der Anthologie bei und haben mir ein komplexes Bild eines gesellschaftlich enervierend aufgeladenen Körperteils vermittelt. Manchmal war mir die Verbindung zum Titelthema ein wenig zu weit hergeholt und doch bin ich insgesamt zufrieden. Die Textsammlung empfehle ich gern für eine kurzweilige Lektüre, die aber auch einige Impulse setzt und in gewisser Hinsicht noch in mir nachwirken wird.

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