Erzählungen EINS versammelt fünf literarische Geschichten zwischen Tragik, schwarzem Humor und surrealer Wirklichkeit. Ein psychotischer Ausreißer verliert sich auf einer wilden Reise zwischen Wahn, Freiheit und Selbstzerstörung. Eine Narzisstin zieht ihre Mitmenschen in ein Netz aus Manipulation und emotionalem Chaos. Ein mächtiger Geisterfürst wird zur Strafe als Däumling auf die Erde verbannt – und denkt kein bisschen an Sühne und Erlösung. Ergänzt wird der Band durch zwei bislang unveröffentlichte Kurzgeschichten. Mal düster, mal komisch, mal verstörend nah am echten Leben erzählen die Geschichten von Außenseitern, inneren Abgründen und Menschen, die verzweifelt nach Bedeutung suchen. Ein ungewöhnlicher Erzählband für Leserinnen und Leser, die literarische Geschichten mit Ecken, Kanten und Tiefgang mögen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
25.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Speziell aber gut
Ich lese eigentlich nur fantasy, aber durch eine Anzeige bin ich hier gelandet. Hat mir schon jetzt sehr gut getaugt! Es geht um existenzielle Themen bspw um eine Trennung oder, wie in der letzten Geschichte, die ich las, um den grassierenden Narzissmus in unsere Gesellschaft. Man kann sich gut mit dem Autor über diese unerträgliche Persönlichkeit lustig machen und trotzdem: danach grübelt man noch und denkt: Irgendwie auch ne ziemlich arme Sau. Es hat immer diese gewitzten, leichtfüßigen Elemente, kombiniert mit echten, grausamen Themen. Definitiv speziell – aber gut.
Bewertung
5/5
24.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Überraschend erfrischend!
Hat mich deutlich mehr überrascht, als erwartet. Habe es paktisch weggeatmet. Die Geschichten haben witz und weichen deutlich von den üblichen Stanzen ab. Besonders die story über den manischen Karl blieb mir im Kopf – irgendwie lustig, im Nachgang traurig, stellenweise fast poetisch.
Man hat das Gefühl, den verdrehte Figuren schon mal begegnet zu sein. Genau das macht es so stark. Jede story entfaltet ihre eigene atmosphäre und unterschiedliche themen. Super abwechslungsreich!
Für eine selfpub wirklich gelungen – und das Preis-Leistungsverhätlnis unschlagbar. Man merkt, dass hier viel Herzblut drinsteckt. Der Druck könnte etwas kräftiger sein und ich habe ein paar kleine Tippfehler entdeckt, aber das hat mein Leseerlebnis kaum beeinträchtigt.
Ein Buch, das nachdenklich macht und sich angenehm vom Mainstream abhebt.
Bewertung
4/5
10.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Interessant
5 Geschichten zwischen arthouse und unterhaltung
Pirat: Wir starten in medias res mit einem jungen Mann, der seiner Stadt aus Frust den Rücken kehrt. Eine ziemlich wilde Reise nimmt ihren Lauf; vom Weihnachtsmarkt in eine Bruchbude, von der Flüchtlingsunterkunft in die Bahn, bis nach Hamburg in einen Keller. Eine Geschichte über einen jungen Menschen, der mit der Gesellschaft nicht klarkommt. 4/5 – der Einstieg war etwas holprig, dann aber sehr unterhaltsam und leider schon vorbei, wenn man so richtig drin ist.
Narzissa die Glückliche: Ein Menschenknochen wird auf dem Anwesen der reichen und allein stehenden Narzissa gefunden. Während diese Rahmung/dieser Aufhänger mit einem Kunstgriff am Ende völlig ins Leere läuft, dreht es sich im wesentlichen um Narzissas Verhältnis zu ihren Freunden und ihrem Bediensteten, auch ein Kammerjäger und Psychotherapeut tauchen gelegentlich auf – am Ende steht die KriPo vor der Tür. Eine Geschichte über einen toxischen Menschen, mit viel Ironie und Schalk erzählt. 4.5/5
Das Ende von Etwas: Ein Schüler sitzt im Park und erwartet seine Freundin, um mit ihr Schluss zu machen. Eine berührende Trennungsgeschichte, kurz und knackig wie es sich für eine Kurzgeschichte gehört, und ungeheuer intensiv. 5/5
Das Paradies: Ein Urlaubsbericht, der bunte und schöne Bilder zeichnet, als Kurzgeschichte allerdings eine eher ausgelutschte Pointe liefert – mehr verrate ich nicht. 3/5
Buletonn: Hier fällt mir wirklich schwer, zu bewerten – irgendetwas zwischen Kunst und Wahnsinn. Manche Absätze musste ich mehrmals lesen und habe trotzdem nicht ganz begriffen, was vor sich geht. Eine Art Gespenst erlebt/bewirkt, wie ein Kind von einer Landmine getötet wird. Daraufhin stößt ein Mann ("Zauberer" genannt) hinzu und das Gespenst wird von einer höheren Macht in eine Art Däumling mit disfunktionalen Superkräften verwandelt. Der Däumlingdämon legt sich daraufhin erstmal gemütlich ins Feuer, während der Zauberer, der an einem Kriegstrauma leidet, eine Bestattung für das tote Kind plant. Am Ende erliegt der Zauberer allerdings seinen hervorgerufenen "Dämonen" und begeht Suizid; der bösartige Däumling lässt sich dann von einem Waschbären fressen und reist so von dannen. Um ehrlich zu sein: Die Geschichte überfordert mich noch immer.
Alles in allem: Eine interessante Sammlung von Erzählungen, die ihre Ecken und Kanten haben mögen, aber trotzdem, oder vielleicht genau deswegen, zum Nachdenken anregen. Hier ist ein Künstler am Werk, der Konventionen bewusst in den Wind schlägt. Zu einem richtigen Fan bin ich noch nicht geworden – aber ich bin sehr neugierig, was in dem zweiten Band auf mich wartet!
Bewertung
4/5
04.06.2026
Buch (Taschenbuch)
mal so mal so
bei dem preis-leistung-verhätlnis kann man kaum meckern. für jeden was dabei, i guess. oft eher klamaukig als richtig "deep". was das betrifft, fand ich den anderen Band (ZWEI) besser.
Bewertung
4/5
27.05.2026
Buch (Taschenbuch)
nicht für jede/n
Man merkt dem Buch natürlich an, dass es eine selbstpublikation ist (- auch wenn es äußerlich und drinnen durchaus was hermacht: man hat es gern in der Hand und wirkt hochwertig)
Zwei Mal hatte ich den Moment, dass ich dachte: Das liest sich jetzt irgendwie rohtextmäßig, als würde der Feinschliff fehlen. Dann aber wieder exzellente Passagen (die deutlich überwiegen). Unterm Strich hat das Buch mein Hirn auf Touren gebracht: Zwischen Kritik und Faszination. Je länge ich darüber nachdenke, desto schwerer werden die Themen, während man beim Lesen noch schmunzeln musste. Ich merke, es wirkt noch.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.