Über ungleiche Schicksale und einen Telefonmast, der Wünsche erfüllt!Wolkenberührpunkt ist ein Hörbuch über zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Männer und die eine Frage: Findet das Glück uns erst dann, wenn wir aufhören, jemand sein zu wollen? Christoph Kramers zweites Hörbuch ist ein sensibles Porträt über das, was nur zwischen den Zeilen steht - was unser Leben aber wirklich ausmacht.Herbst 2024: Christoph Kramers Ära bei Borussia Mönchengladbach endet. Um der drohenden Leere zu entkommen, schreibt er sein erstes BuchDas Leben fing im Sommer an. Nach Erscheinen trifft Chris in einer Buchhandlung Roman, einen jungen Mann, der sein Buch mit abgezählten Münzen zahlt und dessen Schicksal ihn nicht mehr loslässt.Es ist die Geschichte eines Schocks in der Silvesternacht 2000, der Romans Welt für immer zerreißt. Es ist die Suche nach dem geheimnisvollen "J" und die Flucht auf denWolkenberührpunkt - jenen alten Mast, auf dem er mit seinem besten Freund Steve dem Himmel nah ist, um Wünsche in die Welt zu schreien.Eine Geschichte über die leise Sehnsucht nach Mira und über zwei Leben, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: hier der Weltmeister, dort der Junge, der nie ein Zuhause besaß.Melancholisch, ehrlich und zutiefst bewegend.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
03.10.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Wunderbares Hörbuch
Für Teenager ist es wichtig, einen Platz zu haben, an dem sie ganz in Ruhe miteinander Zeit verbringen, Gedanken nachhängen und vielleicht eigene Wünsche formulieren können. Für Roman, den Protagonisten in Christoph Kramers Buch „Wolkenberührpunkt“ ist ein Telefonmast genau ein solcher Ort. Man begleitet Roman von seiner Kindheit an durch die Irrungen und Wirrungen der Zeit des Aufwachsens - es ist ein wunderbares Hörbuch, eine gelungene Coming of Age-Story, mit Herausforderungen durch das Familienleben, das erste Verlieben, und das Suchen nach dem eigenen Weg.
Die Geschichte spielt in einer Zeit des persönlichen Umbruchs für Christoph Kramer und auch seine Gedanken hierzu finden in diesem Buch statt, in der Rahmenhandlung und wiederkehrenden Einschüben. Dass alle Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen ins Leben starten und sich daher ihre Wünsche auch stark voneinander unterscheiden - dass Christoph Kramer diese Realisation hatte, das nehme ich ihm ab. Als nicht-Promi „Normalo“ ist das nun wirklich keine bahnbrechende Erkenntnis, wenn ich ehrlich bin. Die brauche ich aber nicht in jedem Roman. Ich habe hier sympathische, authentisch wirkende Charaktere sowie eine Geschichte mit überraschenden Wendungen - insgesamt ein wirklich gut geschriebenes Buch.
Ich war ehrlich gesagt erst einmal skeptisch, ob Christoph Maria Herbst der richtige Sprecher für eine Coming of age-Geschichte ist, da er ja offensichtlich nun wirklich keine jugendliche Stimmfarbe mehr hat. Auch wenn Roman zum Zeitpunkt der Handlung erwachsen ist, ist er noch um Einiges jünger als der Vortragende und zu Beginn fand ich das etwas seltsam. Aber, das Hörbuch ist so angenehm eingesprochen und hat eine passende Schnelligkeit, dass ich diese Skepsis nach wenigen Kapiteln vergessen habe. Man kann der Erzählung wunderbar folgen, Christoph Maria Herbst liest die Charaktere sehr unaufgeregt und ich mag es, dass er weibliche Personen nicht übertrieben darstellt (das stört mich manchmal an männlichen Sprechern).
Ein wunderbares Hörbuch, das man eigentlich jedem ans Herz legen kann - dafür kann man alt, jung und alles dazwischen sein. Und dann gerne wirklich als Hörbuch: Ich glaube, mir ging durch das Erzählen die Geschichte um Einiges näher als es bei einem gedruckten Buch gewesen wäre - weil ja eben auch Roman eigentlich seine Geschichte Christoph erzählt, macht das noch mal mehr Sinn und fühlt sich genau richtig an.
Bewertung
5/5
03.10.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Wer wir sind, macht uns aus
Ich bin viel im Auto unterwegs und höre gerne Hörbücher. Nicht weil ich nicht gerne lese, sondern weil ich Bücher, geschriebene Worte so gerne mag und gar nicht genug Zeit habe, um alles zu lesen.
Christoph Kramer hat eine ganz wunderbare Art Geschichten zu erzählen. Die von Roman hat mich sehr berührt.
Authentisch, echt und nachfühlbar habe ich mit ihm gelitten.
Lieber Christoph!
Es ist eine Gabe solche Geschichten erzählen zu können. Bitte hör nicht auf damit!
Gela
Thalia Book Circle Community
3/5
04.10.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Auf der Suche nach dem eigenen Platz im Leben
In der Silvesternacht des Jahres 2000 beginnt für Roman eine neue Zeit – allerdings ganz anders, als er erwartet hat. Während alle glücklich sind und das neue Jahr feiern, erfährt er, dass er adoptiert wurde. Eine einzige Nachricht erschüttert sein bisheriges Leben und setzt eine Suche in Gang: nach seiner Herkunft, nach Antworten, nach einem schwungvoll geschriebenen „J“ – und letztlich nach sich selbst.
Man begleitet Roman über seine Kindheit, Jugend, das Studium und bis in die Gegenwart. Besonders wichtig sind ihm sein Freund Steve und „Niemand“, ein Junge, der nicht spricht. Gemeinsam verbringen die drei Jungen ihre Zeit, philosophieren über das Leben, spielen Tischtennis, essen Kaugummikugeln und fliehen vor der Enge des Alltags auf einen alten Mast.
Diesen Ort nennen sie „Wolkenberührpunkt“. Beim ersten Besuch darf sich jeder etwas wünschen, denn der erste Wunsch soll in Erfüllung gehen. Was sich die Jungen wünschen, bleibt ihr Geheimnis – und genau dadurch bekommt dieser Ort etwas Magisches. Ein Zufluchtsort, an dem man für einen Moment der Welt entkommen und Träume in den Himmel schicken kann. Wer würde nicht gern einen solchen Ort besuchen?
Romans Jugend und sein Erwachsenwerden werden spürbar herausgearbeitet. Seine Freundschaft mit Steve und „Niemand“, seine bedingungslose Zuneigung zu seiner Schwester und die Bilder einer Familie, die irgendwie keine mehr ist, wirken authentisch und lebendig. Dabei stellt der Roman zentrale Fragen: Was macht ein Leben aus, und wie werden wir zu den Menschen, die wir sind?
Romans vorsichtige Schwärmerei für Mira entwickelt sich allmählich zu einem tiefen und intensiven Gefühl. Für ihn scheint sie unerreichbar – und trotzdem hofft er, dass sie irgendwann auf ihn aufmerksam wird, obwohl er selbst kaum daran glauben kann. Als Mira zu Romans 18. Geburtstag eine Überraschung plant, nimmt sein Leben eine Wendung, die ihn über viele Jahre nicht loslässt. Erst im Erwachsenenalter gelingt es ihm langsam, sich von diesem Schmerz zu lösen – bis ein Klassentreffen alte Wunden wieder aufreißt.
Der Roman konnte mich allerdings nicht in jeder Hinsicht überzeugen. Die Rahmenhandlung um den erwachsenen Christoph Kramer, der Roman als Käufer seines Erstlingswerks in einer Buchhandlung begegnet, wirkte auf mich stellenweise zu konstruiert. Dass Roman einem nahezu fremden Menschen sein gesamtes Leben erzählt, konnte ich nicht vollständig nachvollziehen.
Für mich hätte Romans einfühlsam erzählte Geschichte allein ausgereicht. Die eingeschobenen Passagen rund um den Autor Christoph Kramer brachten die Handlung nicht entscheidend voran.
Vor allem der wiederholte Vergleich zwischen seinem glücklichen Familienleben und Romans schwierigem Schicksal wirkte gelegentlich so, als würde die Geschichte sagen: „Gut, dass es mir besser geht als meinem Protagonisten“, auch wenn der Autor dies natürlich so nicht ausdrücken wollte.
Ein großes Lob geht an Christoph Maria Herbst. Als Sprecher verleiht er den Figuren eine lässige, manchmal schlaksige und angenehm eigenwillige Art. Besonders Steve, „Niemand“ und Roman werden durch seine Interpretation sehr präsent und bekommen durch seine Stimme eine eigene Energie.
Für mich ist „Wolkenberührpunkt“ ein gefühlvoller, manchmal etwas zu gewollter Roman über Herkunft, Freundschaft, erste Liebe und die Frage, wie sehr unsere Vergangenheit bestimmt, wer wir werden.
Bewertung
5/5
04.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Berühr.Punkt
Mit „Wolkenberührpunkt“ erzählt Christoph Kramer eine berührende Geschichte über Roman, den er nach der Veröffentlichung seines ersten Buches in einer Buchhandlung kennenlernt. Roman berichtet ihm von seiner Jugend, seiner Familie, Freundschaften, erster Liebe und den Erfahrungen, die ihn geprägt haben. Dabei geht es auch um Herkunft, Identität, Träume und die Frage, was im Leben wirklich glücklich macht.
Besonders gefallen hat mir die Verbindung aus Romans Geschichte und den persönlichen Gedanken des Autors. Zwischen den Kapiteln erzählt Kramer von seinem eigenen Leben und seiner Dankbarkeit für Familie und Glück. Dadurch wirkt das Buch sehr persönlich und regt zum Nachdenken an.
Kramers Schreibstil ist flüssig, bildhaft und gefühlvoll. Die Figuren wirken authentisch und lebendig. Lediglich einige Zeitsprünge und Übergänge haben meinen Lesefluss etwas gestört. Auch manche Verhaltensweisen blieben für mich nicht ganz nachvollziehbar.
Insgesamt ein emotionaler und empfehlenswerter Roman mit einer schönen Botschaft.
Bewertung
5/5
04.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leise und sehr berührend
Ein Roman der durch seine leise und berührende Art besticht.
Für den Hauptakteur Roman ändert sich am Millenniumabend alles, als er erfährt, daß er adoptiert wurde. Plötzlich stellt er alles infrage. Das Vertrauen in seine Familie gerät ins Wanken. Die Freundschaft mit Stevie, der im Waisenhaus lebt, gibt ihm Kraft und Lebensfreude.
Er begibt sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit.
Mich hat die story gefesselt. Sie ist tiefgründig und die Protagonisten sind lebendig und sympathisch.
Der Schriftsteller gibt vieles aus seinem Leben preis und dies auf eine nachdenkliche und anrührende Art und Weise.
Der Schreibstil ist ausgefeilt und die Geschichte gibt viel Platz zum Überdenken des Schicksals und der Frage "was wäre wenn?". Es wird klar, daß man nichts als selbstverständlich nehmen sollte und eine andere Abzweigung im Leben alles verändern kann.
Ein wunderbares Buch, das lange nachwirkt.
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