Petros Galani schreibt Haikus. Zwischen Olivenhainen streift er durch südwestliche kretische Kleinstadt Paleochora, diskutiert mit seinem Freund Yorgos, dem Olivenbauer, über alte Texte, das I-Ging und die leise Ordnung der Welt. Es ist ein Leben der Stille – scheinbar. Denn Petros ist nicht zufällig hier. Als Interpolermittler in Athen hat er eine Gruppe venezolanischer Krimineller zerschlagen. Seitdem steht er selbst auf der Abschussliste. Kreta ist sein Rückzugsort, sein Versteck – und sein Risiko. Als nahe Sougia eine Leiche in einer offenen Gedenkstätte gefunden wird, bittet sein Vorgesetzter Oberst Manousakis ihn, im Verborgenen zu ermitteln und eine drohende Vendetta zu verhindern. Petros weiß, dass jeder Schritt ihn verraten kann. Trotzdem fährt er nach Chania, taucht ein in das geschäftige Leben der Stadt – und wird erkannt. Plötzlich ist die Gewalt, der er entkommen wollte, wieder ganz nah.
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