In der dystopischen Welt kämpft eine Autorin ums Überleben – und ums Schreiben. Ein faschistisches Regime hat das Land in Angst, Gewalt und Hunger gestürzt. Um sich und ihr Haustier zu ernähren, muss sie in düstere Verliese hinabsteigen, Orte unaussprechlicher Verbrechen.Doch sie weigert sich zu verstummen. Mit ihrer Romanfigur Kira schreibt sie gegen die Gewalt an und richtet den Blick auf jene, die in Zeiten von Krieg und Repression besonders verletzlich sind: neurodivergente Menschen. Zugleich sucht die Autorin in ihrem Schreiben nach Parallelen zu Nelly Sachs – nach Nähe, Spiegelung und Inspiration.Je weiter der Roman voranschreitet, desto unschärfer werden die Grenzen: Autorin und Figur, Wirklichkeit und Erfindung, Erinnerung und Vision beginnen ineinanderzufließen. Am Ende steht die Frage, ob Literatur retten kann, wenn die Welt zerbricht.
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