Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Altersempfehlung
ab 12 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
07.10.2026
Verlag
Edition federleichtSeitenzahl
216
Maße (L/B)
19/12,5 cm
Auflage
1. Auflage 2026
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-689-35024-6
SUKI ist eine Geschichte, die im Berliner Winter spielt: zwischen Schulfluren, Friedhofswegen, Krankenhauslicht, Weihnachtsabenden und der großen inneren Unruhe einer Jugendlichen, die sich in der Welt nicht aufgehoben fühlt.
Im Zentrum steht Suki, sechzehn Jahre alt, oft näher am Verschwinden als am Dazugehören. Sie lebt bei ihrer Großmutter. Geprägt vom Verlassenwerden bewegt sich Suki durch eine Wirklichkeit, in der vieles zu laut, zu kalt und zu unzuverlässig geworden ist.
In der Schule trifft sie auf Anna Fischer, ihre Lehrerin: eine Frau, die selbst mit Verlust, Trauer und einer tiefen inneren Erschöpfung lebt. Zwischen beiden entsteht keine einfache Nähe, keine eindeutige Rettung, keine glatte Hoffnungsgeschichte. Sondern etwas viel Zerbrechlicheres und vielleicht Wahreres: das vorsichtige Gefühl, von einem anderen Menschen wirklich gesehen zu werden.
Suki ist keine „sympathische“ Heldin im klassischen Sinn. Sie ist widersprüchlich, verletzlich, trotzig, komisch – und verloren. Anna ist eine Frau mit eigener Wunde. Der Roman gewinnt seine Spannung aus dieser Ambivalenz: aus der Begegnung zweier Menschen, die einander nicht heilen können, aber vielleicht für einen Moment erreichen. Die Geschichte erzählt von dem, was unter der Oberfläche arbeitet: von Scham, Aggression, Einsamkeit, sozialer Angst, Herkunft, Körperfremdheit und dem Bedürfnis nach Halt. Und von einer Gegenwart, in der Krisen nicht mehr Ausnahme sind, sondern Grundrauschen. Eine Zeit, in der viele mit dem Gefühl leben, dass die Welt nicht trägt und Zukunft eher Bedrohung als Versprechen geworden ist.
Der Roman nimmt das Unspektakuläre ernst: ein Gespräch, das nicht stattfindet, eine Geste, die kaum sichtbar ist, ein Satz, der mehr auslöst als jedes große Ereignis. SUKI gibt keine einfachen Antworten. Der Roman erzählt von der Sehnsucht nach Verlässlichkeit, aber auch davon, wie riskant Nähe werden kann, wenn Menschen verletzt sind und Halt an den falschen Stellen suchen.
SUKI ist ein Roman über die Frage, was fehlt. Und über die seltene, kostbare Erfahrung, dass manchmal nicht sofort eine Lösung da sein muss, sondern nur jemand, der sagt: Ich weiß.
≫Salih Jamal verbindet philosophische Tiefe mit sinnlicher Bildkraft und erschafft Geschichten, die zeitlos und hochaktuell wirken, ohne ihre Leichtigkeit und literarische Eleganz zu verlieren.≫
Hauke Harder – BUCHHANDLUNG ALMUT SCHMIDT
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