Markus Lüpertz - Grafische Arbeiten und Plastik Begleitheft zur Ausstellung Kunstverein Krefeld 8. Mai bis 19. Juli 2026
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- Deutsch ausgewählt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
06.05.2026
Herausgeber
Archiv Markus LüpertzVerlag
Kühlen, BSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21,7/14,7/0,4 cm
Gewicht
78 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-87448-606-4
Giorgio Vasari meinte: „Die Zeichnung ist die Mutter aller Kunstgattungen.“1 Das mag zuvorderst für die Entwicklungsgeschichte der Kunst richtig sein. Es stimmt allerdings auch für das Wesen der Künste. Punkt und Linie, die Konstanten der Zeichnung, bestimmen ebenso die Malerei wie die Grafik und, in ihrer dreidimensionalen Übersetzung, auch die Architektur und die Bildhauerei.
Als Grafiker muss man vor allem eines sein, Zeichner. Weil die Linie dem Zeichner gehört und sie zugleich das einzig sinnvolle rhetorische Mittel in der Grafik ist. Man muss die Linie beherrschen, sie richtig einsetzen können, um zugleich Räume und Körper, Licht und Weite, Schatten und Nähe zu realisieren. Nicht umsonst trennt die tradierte Kunstbetrachtung das Grafische nicht vom Zeichnerischen, sondern eint es.
Markus Lüpertz ist ein begnadeter Zeichner. Doch wenngleich bis zu diesem Zeitpunkt vielleicht bereits 400 grafische Arbeiten entstanden waren, war der Künstler noch im Frühjahr 2015 der Meinung, er habe die zu ihm passende grafische Technik längst nicht gefunden.2 Tatsächlich scheint sich erst mit der Suite „Tosca“ (s.S. 4/5) endgültig geklärt zu haben, dass es die Lithographie sein muss, die schließlich als die unmittelbarste, als die schnellste zeichnerische unter all den grafischen Künsten gilt, die dem Zeichner Markus Lüpertz
am ehesten zupasskommt. Mit ihr wird aus dem Zeichner Markus
Lüpertz ein Grafiker, der seine Technik gefunden hat. Lithographische Suiten wie die in diesem Booklet beschriebenen beweisen das. © Stefan Skowron
1 Zitiert nach: Diether Schmidt, Michelangelo Handzeichnungen, Insel Verlag Leipzig 1975, S. 63.
2 Markus Lüpertz sagte das 2015 in einem Gespräch in Anwesenheit des Autors in seinem damaligen Atelier in Düsseldorf, während er einen eigens für ihn angefertigten Stichel für Radierungen ausprobierte, mit verlängertem Schaft. Auch damit sei es letztlich schwierig, einen klaren Kreis zu schlagen, die schnelle – und sichere – Geste zu fixieren, so der Künstler.
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