In der Arena der Populärkultur begegnen sich Sport und Heavy Metal oft als klischeehafte Kontrahenten. Hier lebensfrohe Modewelt, dort makabre Moderwelt. Während Sport salonfähige Werte wie Leistungsbereitschaft, Disziplin und Fitness repräsentiert, scheint Heavy Metal diesen mit seinem Hang zum Übersinnlichen, Abgründigen und Fantastischen zu widersprechen. So zumindest wollen es die aus der Gründungsära des Genres stammenden Klischees, die Jörg Scheller lustvoll auseinandernimmt. Für das erste Buch überhaupt, das Heavy Metal und Sport thematisiert, steigt er hinab in die Katakomben der 80er und bringt das Verbindende ans Licht: den hohen Stellenwert des Übens und Trainierens, des Zählens und Berechnens, der Wettbewerbe und Wettkämpfe, der Körperlichkeit und der Technik, und nicht zuletzt das Spannungsfeld zwischen Ordnung und Ekstase.
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