Keine Kletterhalle, keine Skaterbahn, keine Freunde mehr, stattdessen viel zu viel Grün, langweilige Pferdeweiden und ein endloser Schulweg. Dies ist kurz, knapp und gnadenlos das, was Fabian nach dem Umzug aus der Großstadt aufs Land erwartet. Er kann Kleinwönne wirklich gar nichts abgewinnen – wäre da nicht Lotta, die vor ihm in seinem Zimmer gewohnt hat und die genau den umgekehrten Weg nehmen muss: vom Land in die Stadt. Doch während Fabian nichts mit sich anzufangen weiß, blickt Lotta hoffnungsvoll auf die Möglichkeiten der Stadt und sieht zudem die Chance, sich in der neuen Klasse nicht mehr so ausgeschlossen zu fühlen wie in ihrer alten Schule. Die beiden Neuankömmlinge schließen einen Pakt: Stadtnachhilfe für Lotta. Dorfnachhilfe für Fabian. Was als kleine Selbsthilfegruppe beginnt, entwickelt sich allmählich zu einer tiefen Freundschaft, die allerdings ganz schön auf die Probe gestellt wird, als sich Mitschüler Oskar für Lotta interessiert, aber ihre Grenzen nicht akzeptiert …
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
05.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen leisen Momenten und ernsten Themen
Lotta und Fabian könnten unterschiedlicher kaum sein, und gerade das macht ihre Geschichte so lebendig. Besonders gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven, weil man dadurch beide Figuren und ihre Gedanken sehr gut kennenlernt.
Das Buch bleibt dabei nicht nur leicht und humorvoll. Themen wie Ausgrenzung, Unsicherheit und Grenzüberschreitungen werden deutlich angesprochen, ohne dass die Geschichte dadurch ihren Charme verliert. Gerade Lottas Entwicklung und die Menschen, die sich hinter sie stellen, haben mich berührt. Herr Wirsing ist dabei für mich eine der Figuren, die besonders im Gedächtnis bleiben.
Dazwischen gibt es immer wieder kleine Szenen zum Schmunzeln – die Zettel im Baum oder Fabians „Geste des guten Willens“ beim Rasenmähen zum Beispiel.
Eine warmherzige Jugendgeschichte, die ernste Themen nicht scheut, aber trotzdem leicht zu lesen bleibt und zeigt, wie wichtig Freundschaft, Rückhalt und das Respektieren von Grenzen sind.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
13.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein gut durchdachter Jugendroman
Das Cover gefällt mir sehr gut, es verrät bereits ein wenig den Inhalt der Geschichte. Der Titel ist passend gewählt.
In dem Buch geht es um Lotta und Fabian. Lotta zieht in die Stadt und Fabian mir seiner Familie aufs Land, in Lottas ehemaliges zu Hause. Fabian könnte nicht betrübter sein, er mag dieses Dorfleben nicht und besonders vermisst er seine Kletterhalle. Lotta ist da schon aufgeschlossener und hofft auf einen Neuanfang, in ihrer alten Schule wurde sie schlimm gemobbt. Doch das Stadtleben hat so seine Tücken, es ist hektischer und lauter. Lotta und Fabian treffen in der Schule aufeinander, da Fabian weiterhin in die Stadtschule geht. Beide versuchen sich Tipps und Tricks zu geben und es entsteht eine Freundschaft. Doch dann zeigt ein Mitschüler Interesse an Lotta. Und plötzlich steht Lotta zwischen Oskar und Fabian. Dorf oder Stadt? Oder muss man sich vielleicht gar nicht entscheiden? Es passiert so einiges.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Die Charaktere wurde detailliert beschrieben und die einzelnen Szenen konnte ich mir gut vorstellen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
samantha_linde
5/5
03.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Jugendbuch über Freundschaft, (Selbst-)Zweifel und über die Frage "Was ist Zuhause?"
Lotta zieht mit ihrer Mutter und ihrem Bruder vom Land in die Stadt, Fabian mit seiner Familie von der Stadt aufs Land in Lottas altes Zuhause. Während Lotta sich viel von der Stadt erhofft (endlich Freunde, viele Freizeitmöglichkeiten), hat Fabian überhaupt keine Lust auf das Dorfleben.
Durch einen toten Hamster lernen die beiden sich kennen und begegnen sich auch in der Schule wieder. Sie sind sich von Anfang an sympathisch schließen einen Pakt: Jeder hilft dem anderen in seiner neuen Umgebung Fuß zu fassen.
Dabei erleben beide, was es heißt wirklich anzukommen und Freunde zu finden, und dass auch Neues seine Reize hat, wenn man sich darauf einlässt.
In diesem Buch werden die Sorgen und Probleme der beiden 14jährigen Hauptpersonen Lotta und Fabian in einer für dieses Alter sehr ansprechenden Art und Weise und Sprache dargestellt. Es werden auch heikle Themen wie z.B. Mobbing und sexuelle Belästigung angesprochen.
Insgesamt eine kurzweilige und altersgerechte Geschichte für ca. 12 bis 16jährige.
Christiane
Thalia Book Circle Community
5/5
02.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Kurzweilig, Unterhaltsam, Lesenswert!
Im August 2026 hat die Autorin Judith Moor die Erzählung „Stadt, Land, Mist“ gemeinsam mit dem Verlag Freies Geistesleben herausgebracht. Der Titel und das Cover passen gut zur Geschichte und in das Genre.
Mich hat das Cover angesprochen. Ich liebe das Land, ich liebe die Stadt und mit „Mist“ kenne ich mich auch ganz gut aus. Das Mädchen im rosa T-Shirt finde ich auf Anhieb sympathisch und die Umzugskartons auf der rechten Seite erinnern mich daran, dass ich ebenfalls über einen Umzug nachdenke. Noch habe ich nicht die richtige Idee, ob ich lieber ländlich oder städtisch wohnen möchte.
Lotta und Fabian haben im Gegensatz zu mir keine Wahl. Lotta zieht mit ihrer Familie in die Stadt und Fabian zieht mit seiner Mutter auf das Land. Ausgerechnet nach Kleinwönne. Da hat er überhaupt keine Lust zu und kommt mit dem Landleben gar nicht zurecht. Er langweilt sich. Doch da ist auch noch Lotta, die vor ihm in seinem Zimmer gewohnt hat. Lotta sieht den Umzug in die Stadt positiv. In ihrer Schulklasse wurde sie gemobbt und somit kommt ihr ein Neuanfang gerade recht. Dennoch überfordern sie die vielfältigen Freizeitangebote in der Stadt. Lotta und Florian beschließen sich gegenseitig Nachhilfe zu geben. Aus ihrer Selbsthilfegruppe entwickelt sich eine schöne Freundschaft bis Oskar anfängt mit Lotta anzubändeln und ihr „Nein“ nicht akzeptieren will.
Mit Lotta und Fabian hat die Autorin Judith Moor zwei Persönlichkeiten entwickelt, die mir schnell ans Herz wachsen. Sie sind mir beide sympathisch und haben das Herz auf dem rechten Fleck. Ihre Reaktionen und Handlungen kann ich zu jederzeit nachvollziehen und ich bin froh darüber, dass beide Charaktere nicht perfekt sind.
Über ca. 270 Seiten habe ich den Schreibstil der Autorin sehr gerne gelesen. Er wirkt auf mich kurzweilig, humorvoll, locker, leicht, atmosphärisch stark, unterhaltsam und positiv. Einmal mit dem Lesen gestartet ist es so, als fliege ich durch die Geschichte. Ich muss mich zügeln, denn ich neige dazu, zu schnell zu lesen, und dann entgehen mir die humorvollen Stellen. Das wäre sehr schade. So lese ich konzentriert im Wechsel der Erzählstränge. Einmal aus der Sicht von Lotta und einmal aus der Sicht von Fabian. Immer abwechselnd. Mit diesem Stilmittel bringt die Autorin Schwung in ihre Erzählung und ich lerne Lotta und Fabian noch einmal aus der Sicht des anderen kennen.
Alles in allem hat Judith Moor mit „Stadt, Land, Mist“ eine Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die es sich zu lesen lohnt. Wer Lust hat, zwei Teenies beim Erwachsen werden zu begleiten und Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.
Bewertung
5/5
27.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Stadt Land Mist
Das Buch „Stadt Land Mist“ von Judith More ist ein sehr unterhaltsames, lustiges aber wahres Buch. Landleben sind Kühe, 3 verschiedene Grillzangen und Einöde- Stadt ist action, dass pure Leben und laut. - Hier wird alles beleuchtet, aber ist es wirklich so?
Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte abwechslungsreich erzählt wird und immer wieder witzige Situationen vorkommen. Es wechseln immer wieder die Erzählperspektiven- was das Buch sehr gut lesbar macht. Zudem gibt es noch einige Nebencharaktere die einen an die eigenen Nachbarn erinnern. Die Hauptfiguren sind sehr gut beschrieben und sympathisch, man kann ihre Erlebnisse gut nachvollziehen. An manchen Stellen musste ich schmunzeln, weil die Situationen etwas übertrieben sind, aber immer einen wahren Kern haben.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, weil es durch das Thema und die unterschiedlichen Erzählperspektiven sehr gut lesbar ist.
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