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Das Ende ist nah Roman | »Seine Haut kann er nicht retten, aber eine Hoffnung und seine Geschichte.« Julia Franck

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Verlag

dtv

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,9/13,8/3,5 cm

Gewicht

512 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004636416

Beschreibung

Rezension

Dieser Roman vermag etwas, was nur Literatur zu leisten imstande ist: uns in die Schuhe eines anderen zu versetzen, uns aus seiner Perspektive Wirklichkeit wahrnehmen zu lassen. (…) Dieses Nachvollziehbarmachen, das kann nur Literatur, das kann nur Kunst leisten, und das schafft Amir Gudarzi auf sehr hohem Niveau. ("WDR 3")
Mit scharfem Blick erzählt ›Das Ende ist nah‹ von den Hürden, die ein Mensch, der zum Flüchtling wurde, bewältigen muss. Der Roman erinnert daran, dass auch in allgegenwärtigen Asyl- und Migrationsdebatten demokratische Werte und Menschenrechte verteidigt, hinterfragt und eingefordert werden müssen – immer wieder, von allen. ("SWR Kultur")
Ein dichter Roman, der nachdenklich macht. ("Vormagazin")
Eindringlich und zwingend. ("3sat, Kulturzeit")
Ein kosmopolitisches Buch. Eines, das nicht gefallen oder unterhalten möchte, sondern sich mitteilen. Man spürt diese existentielle Dringlichkeit, die überbrückten Kilometer, die vergossenen Tränen, die gemachten Erfahrungen auf jeder Seite. (...) Amir Gudarzi ist ein außergewöhnlicher Bote aus einer anderen Welt. "Das Ende ist nah" ist sein Geschenk an uns, eine ausgestreckte Hand. Ergreifen wir sie. ("WDR 5")
Das komplexe Bild eines Menschen, der irrt, sucht, lernt, verzweifelt, hofft. Ein Bild wie ein Haus mit vielen Zimmern und mehreren Stockwerken, die man mit dem Erzähler gemeinsam durchschreitet. Dass man ihm so gerne folgt, liegt auch an der klaren, schnörkellosen Sprache, die nicht verwässert, sondern die Erfahrungen und die verschiedenen Formen von Gewalt manchmal beinahe schmerzlich deutlich macht. ("BÜCHER Magazin")
Selten wohl in der jüngsten Zeit hat ein Autor die Alltagserfahrungen von Flüchtlingen so schonungslos in Worte gefasst wie Amir Gudarzi. (...) Ein eindrucksvolles, verstörendes Debüt. ("Frankfurter Rundschau")
Seine Sätze sind knapp, zugleich oft blumig und poetisch. Stark, originell, stellenweise schwer zu ertragen ist dieses Buch. Aber niemals wehleidig. ("Kurier Wien")
Was Literatur leisten kann, wird hier beispielhaft vorgeführt (…). «Das Ende ist nah» ist ein Roman wie ein assoziatives Erinnerungs- und Tagebuch, eindringlich und harte Kost. ("St. Galler Tagblatt")
"Das Ende ist nah" romantisiert Flucht und Exil nie und ist auch deshalb ein wichtiges Buch. Es (...) überzeugt dabei auf allen Ebenen. ("Der Standard")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Verlag

dtv

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,9/13,8/3,5 cm

Gewicht

512 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004636416

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Lisas Bücherleben

    aus Bonn

    5/5

    14.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf der Flucht aus dem Iran,…

    Auf der Flucht aus dem Iran, wo er aufgrund seiner Teilnahme an Demonstrationen gegen das Regime politisch verfolgt wird, landet A. in der österreichischen Provinz, wo er Asyl beantragt. "Das Ende ist nah" beschreibt seine Geschichte und sein Suchen nach einem Platz in dieser Welt. Ich habe -unendlich- lange gebraucht, dieses Buch durchzulesen. Jede Seite brachte ein neues, belastendes Detail mit sich, eine neue Geschichte von Verachtung, Vorurteil und Hass Neuem gegenüber, sodass ich wirklich immer wieder Pausen vom Text gebraucht habe. Das Buch ist wahnsinnig toll aufgebaut - man liest ohne Worte zwischen den Zeilen erst die Hoffnung über den Neubeginn, dann die Irritation über die Feindseligkeit, die A. entgegenschlägt, dann die Hilflosigkeit und schließlich die Resignation. Im "Show, don't tell" ist dieser Autor einfach ein absolut glänzendes Musterbeispiel. Er braucht keine Emotionswörter, um zu beschreiben, welche Wirkung bestimmte Handlungen haben. Auch beeindruckt war ich von den Charakteren und ihrer Entwicklung. A. steht dabei natürlich im Mittelpunkt, aber auch Sarah, eine Wienerin, ist sehr überzeugend gezeichnet. Dabei hatte ich zuerst eine abgrundtiefe Abneigung gegen sie, weil sie ihre Privilegien nicht für 20 Pfennig reflektiert, ständig alles auf sich bezieht und andere pathologisiert. Später fand ich sie zwar immer noch pathetisch und unsympathisch, konnte allerdings auch Mitleid für ihre Figur aufbringen, die sich in einem Strudel aus Selbstmitleid verliert. Mein Fazit: Ein sehr intelligent geschriebenes, wortgewaltiges und emotionales Buch, das seine Leser_innen mehr als einmal bescheiden darüber nachdenken lässt, wie einfach ein Leben eigentlich verlaufen kann. Klare Leseempfehlung, wenn der Raum für das schwere Thema da ist.

  • Bewertung

    5/5

    12.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Preis der Freiheit?

    Auf ungeschönte und ehrliche Weise erzählt der Autor seine Geschichte. Aufgewachsen in den Fängen des Mullah Regimes zwischen Gewalt und Unterdrückung sucht er die Freiheit in Österreich und doch findet er hier alles andere als Leichtigkeit oder ein gutes Leben. Ein spannendes und zugleich trauriges Buch das zum Nachdenken anregt und zeigt, welche Strapazen geflüchtete Menschen in diesem Land ertragen müssen.

  • Isa.Literature.Love

    aus Hamburg

    5/5

    20.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte einer Flucht - bewegend, schmerzhaft und extrem wichtig!

    »Statt im Sterben eine Lösung zu sehen, begann ich das Leben als Kampf, als Überlebenskampf zu verstehen, als Widerstand. Denn: Wenn ich sterbe, hat das Regime gewonnen. Dreiundzwanzig Jahre lang haben sie mein Leben ruiniert, und danach soll ich mein Leben selbst ruinieren? Der erste Schritt im Kampf gegen das Regime muss also sein, zu überleben und das Leben zu genießen. Erst danach muss man das Regime mit allen Mitteln bekämpfen.« (S.373) Was bedeutet es für einen Menschen aus seinem Heimatland flüchten zu müssen? Was macht dies mit einem Menschen? Eine Antwort könnte dieser Roman »DAS ENDE IST NAH« sein In seinem Debüt »DAS ENDE IST NAH« schreibt der österreichische Dramatiker und Autor Amir Gudarzi über den iranischen Studenten und Atheisten A., der 2009 als Regimekritiker aus seiner Heimatstadt Teheran flieht und in Österreich Asyl beantragt. Auf verschiedenen Zeitebenen wird die Geschichte von A.’s Flucht erzählt sowie sein bisheriges Aufwachsen und Leben in Teheran, das von Gewalt, Terror und iranischen Regime geprägt ist. Die Beschreibungen des langen Asylverfahren in Österreich zeigen die krassen Herausforderungen in dieser Lebenslage deutlich: Rassismus, Angst, fehlender Zusammenhalt und Illoyalität, Sehnsucht nach der Heimat, Familie und dem Bekannten als auch Gewalt unter den Flüchtenden der verschiedenen Ethnien prägen diese erste Zeit von A. stark. Der Autor Amir Gudarzi selbst wurde 1986 in Teheran geboren, studierte dort an der Theaterschule und szenisches Schreiben. Wegen der Teilnahme an Protesten gegen das iranische Regime floh er 2009 nach Österreich - ebenso wie sein namenloser Protagonist A. Sicherlich sind es neben seinem Können als Theaterregisseur und Autor auch eben diese eigenen Erfahrungen, die den Roman so authentisch, berührend und emotional machen. Die vielen Parallelen zwischen Protagonist A. und Autor Amir Gudarzi lassen auf einen autofiktionalen Roman schließen. Nichtsdestotrotz könnte A. jede*r (politisch) Flüchtende sein. Dieses krasse Debüt zeigt auf literarisch höchsten Niveau wie Flucht sich anfühlen könnte. Der Autor erzählt sehr nüchtern diese so schmerzhafte, authentische, emotionale und erschreckende Geschichte von A., dass das Lesen einen definitiv aus der Komfortzone katapultiert. Es ist definitiv keine leichte Lektüre, dafür aber umso wichtiger und bedeutender. Ich wünsche diesem extrem wichtigen, politisch und gesellschaftlich höchst relevanten Buch ganz ganz viele Lesende. ‍

  • Isa.Literature.Love

    aus Hamburg

    5/5

    20.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Statt im Sterben eine Lösung…

    »Statt im Sterben eine Lösung zu sehen, begann ich das Leben als Kampf, als Überlebenskampf zu verstehen, als Widerstand. Denn: Wenn ich sterbe, hat das Regime gewonnen. Dreiundzwanzig Jahre lang haben sie mein Leben ruiniert, und danach soll ich mein Leben selbst ruinieren? Der erste Schritt im Kampf gegen das Regime muss also sein, zu überleben und das Leben zu genießen. Erst danach muss man das Regime mit allen Mitteln bekämpfen.« (S.373) Was bedeutet es für einen Menschen aus seinem Heimatland flüchten zu müssen? Was macht dies mit einem Menschen? Eine Antwort könnte dieser Roman »DAS ENDE IST NAH« sein In seinem Debüt »DAS ENDE IST NAH« schreibt der österreichische Dramatiker und Autor Amir Gudarzi über den iranischen Studenten und Atheisten A., der 2009 als Regimekritiker aus seiner Heimatstadt Teheran flieht und in Österreich Asyl beantragt. Auf verschiedenen Zeitebenen wird die Geschichte von A.’s Flucht erzählt sowie sein bisheriges Aufwachsen und Leben in Teheran, das von Gewalt, Terror und iranischen Regime geprägt ist. Die Beschreibungen des langen Asylverfahren in Österreich zeigen die krassen Herausforderungen in dieser Lebenslage deutlich: Rassismus, Angst, fehlender Zusammenhalt und Illoyalität, Sehnsucht nach der Heimat, Familie und dem Bekannten als auch Gewalt unter den Flüchtenden der verschiedenen Ethnien prägen diese erste Zeit von A. stark. Der Autor Amir Gudarzi selbst wurde 1986 in Teheran geboren, studierte dort an der Theaterschule und szenisches Schreiben. Wegen der Teilnahme an Protesten gegen das iranische Regime floh er 2009 nach Österreich - ebenso wie sein namenloser Protagonist A. Sicherlich sind es neben seinem Können als Theaterregisseur und Autor auch eben diese eigenen Erfahrungen, die den Roman so authentisch, berührend und emotional machen. Die vielen Parallelen zwischen Protagonist A. und Autor Amir Gudarzi lassen auf einen autofiktionalen Roman schließen. Nichtsdestotrotz könnte A. jede*r (politisch) Flüchtende sein. Dieses krasse Debüt zeigt auf literarisch höchsten Niveau wie Flucht sich anfühlen könnte. Der Autor erzählt sehr nüchtern diese so schmerzhafte, authentische, emotionale und erschreckende Geschichte von A., dass das Lesen einen definitiv aus der Komfortzone katapultiert. Es ist definitiv keine leichte Lektüre, dafür aber umso wichtiger und bedeutender. Ich wünsche diesem extrem wichtigen, politisch und gesellschaftlich höchst relevanten Buch ganz ganz viele Lesende. ❤️‍

  • gaia

    5/5

    30.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom nur scheinbaren Aufstieg aber der Psyche im freien Fall

    In Amir Gudarzis Debütroman „Das Ende ist nah“ entwirft er die Geschichte des jungen Mannes A., welcher nach den Protesten 2009 in seinem Heimatland Iran eigentlich nach Kanada flüchten will, aber in Österreich hängen bleibt. Wir begleiten ihn nun nicht nur auf seinem Weg durch den unbarmherzigen Dschungel der Bürokratie und des gesellschaftlichen Lebens in Österreich hin zum anerkannten Asyl, sondern auch durch Rückblicke in seine Vergangenheit und zu den Geschehnissen, die ihn letztlich zur Flucht gezwungen haben. A. ist Student des Faches „Szenisches Schreiben“ in Teheran als die Proteste gegen das Mullah-geführte Regime immer dringlicher und auch gefährlicher für die Teilnehmenden wird. Im sozialen Brennpunkt im Süden Teherans aufgewachsen, geht A. den Weg der Bildung, der ihn mitten ins Herz der Proteste führt und damit auch zu polizeilichem Arrest und Folter. Als ihm später eine Gefängnisstrafe droht, verlässt er das Land und landet in Österreich. Dort wird zwar zum Glück keine Folter mehr angewandt, trotzdem scheint der Aufenthalt im Transit zwischen anerkanntem Asyl und einer unvorhersehbaren Ausweisung zurück nach Iran psychisch immer belastender für A. zu werden. Häufig mit Ignoranz und Hass konfrontiert und nur selten mit Mitmenschlichkeit und Wärme verschlechtert sich A.s Zustand rapide. Die wankelmütige Beziehung zur deutschen, in Wien lebenden Sarah scheint A. eine Zeit lang Halt zu bieten, ihn jedoch auch zunehmend zu belasten. Amir Gudarzi, dessen Erlebnisse aus seinem eigenen Leben sicherlich in diesem Roman mit eingeflossen sind, wobei das Ausmaß nicht abzuschätzen ist, brilliert in seinem im Deutschen verfassten Debütroman mit einer überraschenden Romankonstruktion und einer fesselnden Sprache zwischen poetischen Formulierungen und berichtartigen Beschreibungen von grauenvollen Erlebnissen sowohl im Iran als auch in Österreich. Wie klar und ungeschönt sich Gudarzi mit seinem Heimatland aber auch der österreichischen Gesellschaft und ihre Reaktion auf den Geflüchteten A. auseinandersetzt, ohne ausschließlich einseitig zu erzählen, hat mich vollends überzeugt. Ist der Roman noch zu Beginn von schwer verdaulicher, physischer Gewalt geprägt, nimmt mit dem Wechsel nach Österreich immer stärker die psychische Gewalt zu, die auf A. trifft. Grandios ist letztlich gemacht, wie Gudarzi unter anderem durch die Einteilung des Buches in die Abschnitte von „Mezzanin“ (für alle, die es nicht wussten – ich gehöre dazu – ist dies ein in Österreich gebräuchlicher Begriff für ein Halbgeschoss) bis „Vierte Etage“ den bürokratischen Aufstieg A.s bis zur Anerkennung des Asylantrags darstellt und gleichzeitig in einer Gegenbewegung sich der psychische Zustand der Figur aufgrund der massiven Belastungen, unter denen er zu leiden hat, zunehmend verschlechtert. Die Figur Sarah, welcher immer ausgedehntere Kapitel für ihre Sichtweisen zur Verfügung gestellt werden, spielt dabei eine wichtige Rolle. Sind teilweise ihre Passagen durchaus anstrengend in der Lektüre, hat das alles doch einen Sinn, den wir allerdings erst zum Schluss erfahren. Somit lohnt sich bei diesem Roman eine Zweitlektüre ganz besonders. Mir hat der Roman wirklich ausgesprochen gut gefallen. Sowohl der Erzählstil als auch die Konstruktion des Romans haben mich von Beginn an ganz fest gepackt und bis zuletzt nicht mehr losgelassen. Ich konnte mit jedem Szenenwechsel sofort in die Atmosphäre der Szenerie, ob nun Rückblick in die Vergangenheit oder Geschehen in der Gegenwart des Romans, eintauchen und habe alles bildlich vor mir gesehen. Gudarzi spielt auch mit den Zeitformen und den Erzählperspektiven, begründet dieses Spiel aber ganz klar mit Hinweisen Text: „Ich schreibe auch jetzt im Präsens, weil ich versuche, alles zu rekonstruieren, alles aufs Neue zu erleben. Ich könnte auch in der Vergangenheitsform schreiben, aber ich schaffe es nicht, weil ich offensichtlich etwas verloren oder vergessen habe und es dort wiederfinden muss. Beim Schreiben springe ich immer zwischen den Zeiten hin und her – die Sprache als Zeitmaschine.“ Ich habe durch den Roman von Amir Gudarzi wirklich sehr viel Neues sowohl über die Zustände im Iran als auch bezogen auf die Zeit nach dem Ankommen in einem Land, welches noch nicht das Asylgesuch einer geflüchteten Person anerkannt hat, entdecken können, weshalb er von mir definitiv die volle Punktzahl bekommt. Diesen Autor werde ich auf jeden Fall im Blick behalten, denn er ist eindeutig für unkonventionelle Überraschungen gut. 5/5 Sterne

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