Was für eine Geschichte von Sehnsucht und Schmerz, von Melancholie und Glück, von Erwartung und Schicksal!Wie aus dem Nichts fällt das Mädchen in Oles Leben. Bis eben hatte es sich noch versteckt. Da ist sie, Miki, siebzehn, die nicht zur Schule geht und schwer mit sich hadert. Es ist Frühjahr in Berlin, hell und kalt. Da ist die Gespenstervilla, das altehrwürdige Kolleg, ein Flecken Strand am Wannsee, eine Küche mit einem großen quadratischen Fenster. Über dem Eingang der Villa schweben zwei in Eisen gegossene Engel über dem Motto »per aspera ad astra«. Diese Engel sind wir, sagt Dolly. Wir beschützen euch. Wir, das sind Dolly selbst, Oles Ehefrau, und Haruko, Mikis Mutter. Sie beobachten die plötzliche, passionierte Freundschaft zwischen dem Mann ohne Kind und dem Kind, das einen Vater zutiefst vermisst. Miki ist wieder in Tokio, und Ole schreibt seine Geschichte auf. Und dann kommt die Einladung. Die erste Reise nach Japan und die zweite. Unter dem Klischee des blühenden Kirschbaums entdeckt Ole eine fast schon geheime Gesellschaft von Genies und Sonderlingen. Miki und Ole streifen durch das älteste Viertel Tokios, Ginza, beobachten Leute, besuchen Restaurants und freuen sich darüber, dass eine Schuhverkäuferin Ole für Mikis Vater hält. Aber das ist nicht die Zukunft. Gibt es eine Zukunft?
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05.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Ole und Miki-Story
Der erfahrene Schriftsteller Ulf Erdmann Ziegler legt einen besonderen und sensiblen Roman um die Beziehung zweier Menschen vor. Dem Kunstexperten Ole begegnet die 17jährige Miki, die in Japan geboren ist. Ihr Vater starb schon vor ein paar Jahren. Ihre Freundschaft geh tief. Da ist die Sehnsucht nach einem Kind und der Wunsch nach einem Vater.
Erzählt wird durchgehend nur aus der Perspektive von Ole.
Im zweiten Teil des Buches reist Miki zurück nach Japan. Ole wird sie dort besuchen. Die Japanbeschreibungen sind eindrucksvoll, weil sie ganz aus dem Empfinden Oles bestehen.
Bei Miki sieht man einen häufigen Wechsel zwischen Kind und junger Frau. Irgendwann geht ihr die Nähe zu Ole zu weit. Es kommt ein Stück weit zur Trennung. Man erlebt Oles Leiden an diesem Zustand.
Ich halte diesen Roman, der durch viele kulturelle Details angereichert ist, für sehr gut und sorgfältig geschrieben.
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