Denkmalstürze und Bilderstürme Ikonoklasmen vom mosaischen Bilderverbot bis zum Ukrainekrieg
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
02.09.2026
Abbildungen
mit 75 überw. farbigen Abbildungen
Verlag
Konstanz University PressSeitenzahl
275
Maße (B/H)
15,5/23 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8353-9198-7
Seitdem unsere Gedächtnislandschaften von Denkmälern und Bildern geprägt werden, sind sie auch Gegenstand von Konflikten. Erinnerungen provozieren Gegen-Erinnerungen. Ikonoklastische Ereignisse werden von weltanschaulichen Kontroversen getragen und spektakulär in der Öffentlichkeit inszeniert. Ihre Legitimierung und Verurteilung lösen einander ab. Renate Lachmann folgt der Spur dieser Erinnerungskonflikte vom mosaischen Bilderverbot über den byzantinischen Bilderstreit und den Bildersturm der Reformation bis hin zu den Zerstörungen der Französischen Revolution. Vor diesem Hintergrund werden im Verlauf der Oktoberrevolution in Russland die Monumente des Zarentums wie auch die Objekte der orthodoxen Kirche liquidiert, nach dem Ende der Sowjetunion wiederum die Zeugnisse der kommunistischen Ära angegriffen. Im 21. Jahrhundert schließlich trifft die aus den USA hereinbrechende Protestwelle die Denkmäler von Sklavenhaltern und Rassisten. Den Schlusspunkt des Buches setzen die aktuellen Ereignisse in der Ukraine. Seit dem 24. Februar 2022 verteidigt sich das angegriffene Land militärisch und manifestiert seine nationale Eigenständigkeit durch ikonoklastische Akte. Zeugnisse des zaristischen und sowjetischen Imperialismus werden entfernt und Spuren der als aufgezwungen erlebten Kultur gelöscht. Ikonoklasmen verteidigen hier die Identität eines Landes, das 1991 seine Unabhängigkeit erklärt hat und diese nun bedroht sieht.
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