Produktbild: Der Betrachter
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Der Betrachter Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.07.2026

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

18,4/12,1/3,2 cm

Gewicht

417 g

Farbe

Mokka / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Narcis

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5188-1

Beschreibung

Rezension

»Ein mitreißender Roman über Liebe, Treue, Verrat und Vergeltung.« Kirche+Leben, 19.07.2026 ("Kirche + Leben")
»Ein atmosphärischer Roman darüber, was von einem Menschen bleibt, wenn Geschichte alles auf den Kopf stellt.« Dresdner Morgenpost, 18.07.2026 ("Dresdner Morgenpost")
»Die verschiedenen Methoden, mit denen sich Profiteure des neuen Regimes ihr Mitläufertum schönreden, werden von Fanto eindrucksvoll geschildert.« Wolfgang Huber-Lang, APA/News, 17.07.2026 ("News")
»Eine Freundschaft zwischen sechs jungen Menschen 1939... im antisemitischen Wien wird die Freundschaft zunehmend politisch und die vermeintlich irrelevanten Unterschiede zur Zerreißprobe.« ORF III, Kultur Spezial, 16.07.2026 ("ORF Online")
»Ein luftiger Roman um Freundschaft, Leben und Tod. Fantos historisches Wissen scheint umfassend zu sein, gleichzeitig gelingt es ihr, das Flair der Sommerfrische im Salzkammergut ebenso einzufangen wie die Grausamkeiten, die die Zeit zwischen 1916 und 1948 begleiteten.« Irene Schwingenschlögl, Film, Sound und Media, 14.07.2026 ("Film, Sound & Media")
»Fantos Stärke liegt in ihrem ruhigen, einfühlsamen und sinnlichen Erzählen. Sie arbeitet mit einem feinen Foreshadowing, das die späteren Brüche bereits früh erahnen lässt, ohne die Figuren zu einfachen Stellvertreter*innen politischer Positionen zu machen.

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.07.2026

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

18,4/12,1/3,2 cm

Gewicht

417 g

Farbe

Mokka / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Narcis

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5188-1

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
berlin@keinundaber.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    22.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was kann Freundschaft ertragen

    „Der Betrachter“ von der Autorin Judith Fanto hat mich sehr aufgewühlt. Der 10jährige Manno muss 1916 aus einem traurigen Grund seine Heimat Haarlem verlassen und zur Familie seines Vaters nach Wien ziehen. Er fühlt sich dort nicht wohl, ist einsam und vermisst seine Heimat, zum Glück lernt er in der Sommerschule Béla, Franzi, Max, Bertl und Lotte kennenlernt. Die Kinder verbringen einen schönen Sommer zusammen, weitere sollen folgen. In den Ferien sind die Unterschiede den Heranwachsensen egal. Die Zeiten ändern sich aber, auch Wien wird zunehmend antisemitischer und so ändern sich auch die Ansichten der Freunde unter dem politischen Einfluss. Manno blickt 1948 auf die Freundschaft zurück und erzählt dem Leser davon… Sehr anschaulich und eindringlich, dennoch mit viel Feingefühl und Liebe zum Detail erzählt uns Judith Fanto die Freundschaft in allen Einzelheiten. Die Geschichte um die sechs Freunde hat mich wirklich in den Bann gezogen. Die Charaktere sind bis in die Tiefe dargestellt, so dass ich von jedem ein ganz klares Bild vor Augen habe. Der zweite Weltkrieg verändert sie und die Freundschaft wird auf die Probe gestellt. Die Wandlung ist der Autorin in einer eindrucksvollen Darstellung sehr gelungen. Ich konnte beim Lesen in eine besondere Atmosphäre vordringen. Insgesamt lies sich der Roman leicht und flüssig lesen, das Thema war für mich so spannend, dass ich Seite um Seite umblätterte. Das persönliche Schicksal der Freunde im allgemeinen Gesellschaftsgeschehen war für mich gut eingebettet. Der Roman um die Freundschaft und wieviel sie aushalten kann hat mich sehr bewegt. Es ist ein leiser Roman zum Nachdenken. An Aktualität hat er nichts verloren, im Gegenteil. Von mir eine klare Leseempfehlung.

  • wiechmann8052

    aus Belm

    5/5

    19.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Besondere Freundschaften

    Herman kommt nach dem Tod seiner Mutter nach Wien, vorher in Harlem NL hatte er eine schöne behütete Kindheit. Bei seiner Tante ist er nur geduldet und ist einsam. Durch seinen Lehrer findet er Freunde gemeinsam gehen die Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft durch dick und dünn. Sie sind echte Freunde. Sie erleben die politischen Zustände in Wien nach dem 1, Weltkrieg, den Straßenkampf Sozialisten gegen die aufkommenden Nazis. Hermann ist der Beobachter des Geschehens, er sieht und hört alles, kommentiert es nur in seinen Gedanken, selten mal gegenüber seinen Freunden. Diese Freundschaften ersetzen ihm die Familie, ist ist für ihn über lebenswichtig. Auch seine Freunde fühlen ähnlich. Gleichzeitig sind sie Juden, Sozialisten, zukünftige Fabrikbesitzer, Anhänger der Nationalsozialisten, homosexuell, das alles ist für ihre Beziehung nicht wichtig., . Trotzdem ändert sich mit dem Anschluss auch für diese Gruppe alles. Dieses Betrachten zeigt sich auch in dem ruhigen Schreibstil. Schreckliche Ereignisse werden durch die Augen des Protagonisten fast intensiver wahrgenommen als wenn es aus dem Geschehen heraus erzählt wird. Die Intensität nimmt zu, weil der Betrachter immer die Gefahr für die anderen sieht, mehr als sie selbst. Er sorgt sich, ist aber so dicht am Geschehen das er auch eine Art Scheuklappen trägt. Als er sie verliert, verliert auch seine Welt einen wichtigen Halt. Wir Leser erleben durch Hermanns Augen eine schreckliche Zeit und gleichzeitig auch eine besondere Freundschaft. Gleichzeitig haben wir durch unser Wissen eine eigene Sichtweise, ein teilweise anderes Verständnis, dadurch entstehen während des Lesens spannende Vergleiche. Eine gelungene Aufforderung sich mal wieder mit dem Thema "Wie konnte es dazu kommen" zu beschäftigen.

  • Lerchie

    4/5

    20.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rückblick

    Der 10jährige Manno muss 1916 nach dem Tod seiner Mutter seine Heimatstadt Haarlem verlassen und zur Familie seines Vaters nach Wien ziehen. Dort fühlt er sich einsam bis er Bela, Franzi, Max, Bertl und Lotte kennenlernt. Eine Freundschaft entsteht, die immer wieder erneuert wird, sechs Jahre lang. Auch außerhalb Wiens bei den Ferien in Altaussee macht es keinem etwas aus, dass Bela schwul und Max und Franzi jüdisch sind. Doch in Wien breitet siech der Antisemitismus aus, die Freundschaft wird politisch und als Hitler an die Macht kommt und in Österreich einmarschiert tun sich unüberwindbare Abgründe auf. Meine Meinung Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text konnten meinen Lesefluss stören. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Die Geschichte wird in Ich-Form erzählt, und es erzählt der Protagonist Manno, der in den Niederlanden in Haarlem bis zu seinem 10. Lebensjahr aufgewachsen ist. Da seine Mutter gestorben ist und er keinerlei ´Verwandte dort hat, musste er zu seinen väterlichen Verwandten nach Wien ziehen. Er kam zu seiner Tante, wo er auch nicht unbedingt wirklich willkommen war, denn die fühlte sich als etwas Besseres. Daher war es ihr willkommen, dass sie Manno in den Sommerferien in eine Art Ferienlager unterbringen konnte, wo er mit Bela, Bertl, Max, Franzi und Lotte Freundschaft schloss. Diese Freundschaft hielt sechs Jahre, denn jedes Jahr in den Ferien sahen sie sich wieder. Auch danach konnten sie die Freundschaft aufrechterhalten. Doch dann, nach Hitlers Machtergreifung wurde es politisch, denn Max und Franzi waren jüdisch und Bela schwul. Und außerdem waren da auch noch die Nazis. Hier spaltete sich die Freundschaft. Doch was bis dahin alles geschah, und wie es dann weiterging, das muss der geneigte Leser selbst lesen. Dies ist eine Geschichte über ein Leben, in der Zeit vor und während Hitler. Die Spannung ist hier nicht allzu groß. Doch die Geschichte ist trotzdem interessant, hat mir gefallen, mich gefesselt und auch ganz gut unterhalten Ich empfehle dieses Buch gerne weiter und vergeben vier Sterne.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    4/5

    20.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gute Unterhaltung

    DER BETRACHTER Judith Fanto ET:09.07.26 Habt ihr VIKTOR von Judith Fanto gelesen? Das Buch war damals ein persönliches Highlight für mich, deshalb wollte ich ihr neues Werk unbedingt lesen. 1948: Im Mittelpunkt von DER BETRACHTER steht Hanno, eigentlich Hermann. Er ist ein ruhiger, zurückhaltender Mann, der seine Freunde lieber beobachtet, als selbst im Mittelpunkt zu stehen. Für ihn sind sie wie ein offenes Buch – er glaubt, sie genau zu kennen und einschätzen zu können, schließlich verbindet sie eine lebenslange Freundschaft. Kennengelernt haben sie sich als Kinder in einem Feriencamp. Dort trifft Hanno auf Max, Bertl, Lotte, Franzi und Béla. Diese Freundschaft kommt genau zur richtigen Zeit: Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1916 muss Hanno die Niederlande verlassen und zu seinem Vater nach Wien ziehen. Doch dieser ist als Offizier im Ersten Weltkrieg kaum zu Hause, und wenn doch, dann meist betrunken. So wächst Hanno bei seiner streitlustigen Tante auf, der er es nie recht machen kann. Umso wichtiger werden zunächst sein einfühlsamer Privatlehrer und schließlich seine neuen Freunde. Jeden Sommer treffen sie sich wieder, und aus der Kinderfreundschaft wird eine enge Verbindung, die bis ins Erwachsenenalter Bestand hat. Lange Zeit spielt es keine Rolle, dass sie unterschiedliche politische Ansichten vertreten oder dass Béla homosexuell ist und Max sowie Franzi jüdisch sind. Doch mit Hitlers Einmarsch in Österreich verändert sich alles. Plötzlich geraten Freundschaften, Überzeugungen und das eigene Leben ins Wanken. Wie die Geschichte weitergeht, müsst ihr selbst herausfinden – nur so viel: Nicht alle werden das Ende erleben. Judith Fanto hat erneut einen beeindruckenden Roman geschrieben, der in vier Teile gegliedert ist. Kaum hatte ich zu lesen begonnen, war ich mitten im Geschehen. Zwar hatte der zweite Teil für mich einige Längen, doch spätestens mit Beginn des Zweiten Weltkriegs hat mich die Geschichte wieder vollkommen in ihren Bann gezogen. Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin historische und politische Ereignisse mit den persönlichen Schicksalen ihrer Figuren verknüpft. Dadurch wirken die Entwicklungen authentisch und emotional nachvollziehbar. Auch das Ende ist eindrucksvoll und bleibt lange im Gedächtnis. Fazit: DER BETRACHTER erzählt eindrucksvoll davon, wie selbst die tiefste Freundschaft an den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen ihrer Zeit zerbrechen kann. Judith Fanto zeigt, wie Ideologien, Ausgrenzung und Angst Menschen verändern und Beziehungen auf eine harte Probe stellen. Trotz kleiner Längen ist ihr ein atmosphärischer, bewegender Roman gelungen, den ich sehr gerne gelesen habe. 4/5

  • Bewertung

    4/5

    17.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte über Freundschaft

    In Der Betrachter begleitet Judith Fanto ihren Protagonisten Manno von der Kindheit bis in die Zeit des Nationalsozialismus. Nach dem frühen Verlust seiner Mutter wächst er in Wien auf und findet in einer Gruppe von Freunden Halt und Zugehörigkeit. Mit den politischen Umbrüchen der dreißiger Jahre verändern sich jedoch ihre Lebenswege grundlegend. Der Roman verbindet die Geschichte dieser Freundschaften mit den Auswirkungen von Ausgrenzung, Verfolgung und Krieg. Besonders überzeugend ist die sorgfältige Ausarbeitung der Figuren. Jede der sechs zentralen Personen besitzt eine eigene Stimme und entwickelt sich im Verlauf der Handlung glaubwürdig weiter. Dadurch werden die Veränderungen innerhalb der Freundschaften ebenso nachvollziehbar wie die moralischen Entscheidungen, vor denen sie stehen. Auch die historische Einbettung wirkt fundiert und fügt sich organisch in die Handlung ein, ohne den erzählerischen Fluss zu dominieren. Auffällig ist außerdem die große Aufmerksamkeit für sinnliche Eindrücke. Farben, Gerüche und Kunst erhalten viel Raum und verleihen zahlreichen Szenen eine lebendige Atmosphäre. An manchen Stellen geraten diese Beschreibungen jedoch sehr ausführlich, wodurch sich das Erzähltempo spürbar verlangsamt. Auch der erste Teil benötigt Zeit, bis die Handlung an Dynamik gewinnt und die emotionalen Konflikte ihre volle Wirkung entfalten. Insgesamt ist Der Betrachter ein vielschichtiger historischer Roman, der persönliche Schicksale und gesellschaftliche Entwicklungen überzeugend miteinander verbindet. Im Mittelpunkt stehen weniger die historischen Ereignisse selbst als die Frage, wie Freundschaft unter dem Druck einer zerstörerischen Zeit bestehen kann.

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