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Orca Nominiert für den deutschen Buchpreis 2026

13

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2020

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2026

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,4/12,5/3,1 cm

Gewicht

392 g

Farbe

Lichtgrau / Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5099-0

Beschreibung

Rezension

»Dieses Buch umfasst so viel! Es geht um Klima- und Chancengerechtigkeit, Gewalt und Radikalisierung, Identitätssuche und Authentizität. Diese Stränge verflicht Franziska Gänsler gekonnt, mit feiner Beobachtungsgabe und nerdiger Freude am Detail.« Alexandra Friedrich, NDR Kultur, 17.08.2026 ("NDR Kultur")
»'Orca' ist ein brandaktueller Roman. Es geht um Zugehörigkeit und Zukunftsängste, aber auch um den Klimakollaps und soziale Ungleichheit. Klug setzt Gänsler immer wieder auf extreme Kontraste…Dadurch macht sie ebenso eindringlich wie eindrücklich auf die zunehmende Zersplitterung der Gesellschaft und auf die Parallelität von kaum auszuhaltenden Wirklichkeiten und Krisen aufmerksam.« Renzo Wellinger, Kulturtipp, 30.08.2026 ("kulturtipp")
»Gänsler verwendet ironische Brechungen, arbeitet mit Vor-Ahnungen und eingängigen Bildern. Sie ist nah dran am Zeitgeist. Ein Roman, der von präzisen Beobachtungen lebt und eine erstaunliche Wucht entwickelt.« Lilo Solcher, Augsburger Allgemeine & Mainpost, 19.08.2026 ("Augsburger Allgemeine")
»Franziska Gänsler behandelt in ihrem neuen Roman eine ganze Bandbreite gesellschaftlicher Spannungen ‒ gepaart mit den Zukunftsängsten, denen sich eine Generation von Teenagern und jungen Erwachsenen gegenübersieht.« Sarah Schöniger, Augsburger Allgemeine, 12.08.2026 ("Augsburger Allgemeine")
»Franziska Gänsler schlüsselt in ihrem neuen Roman die Zukunftsängste, inneren Konflikte und gesellschaftlichen Spannungen der Gen Z auf.« Leila Herrmann, VOGUE, 14.07.2026 ("VOGUE")

Produktdetails

Verkaufsrang

2020

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.08.2026

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,4/12,5/3,1 cm

Gewicht

392 g

Farbe

Lichtgrau / Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5099-0

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
berlin@keinundaber.de

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  • Bewertung

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Freundschaft, Zugehörigkeit und Aktivismus

    „Orca“ von Franziska Gänsler steht völlig zurecht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2026 und ist für mich vor allem eines: ein kluger, beklemmender und unglaublich vielschichtiger Roman. Cora trifft während Corona auf Olympia. Aus der Begegnung entwickelt sich schnell eine enge Freundschaft, später kommt Ariel dazu. Cora bewundert die beiden, möchte dazugehören und findet in ihrer Freundschaft genau das, wonach sie sich schon lange sehnt: Anerkennung und Gemeinschaft. Doch je stärker ihr Wunsch nach Zugehörigkeit wird, desto mehr verliert sie sich selbst. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die sich nach und nach annähern. In der Gegenwart arbeitet Cora in einem Supermarkt an der Fleischtheke, während sie in der Vergangenheit dank eines Stipendiums eine Privatschule besucht und gemeinsam mit Olympia und Ariel in die Welt des Klimaaktivismus gerät. Nach und nach wird enthüllt, welche Ereignisse schließlich zu Olympias Verhaftung geführt haben. Dabei steckt in „Orca“ so unglaublich viel: Mädchenfreundschaft, Zugehörigkeit, Selbstinszenierung, Abhängigkeit, Klassismus und Klassenunterschiede, Klimaschutz und Aktivismus von gewaltfrei bis radikal. Auch das geheimnisvolle Elson-Haus und ein Netzwerk aus Menschen, die Informationen weitergeben und aufeinander angewiesen sind, spielen eine wichtige Rolle. Besonders beeindruckt hat mich Coras innere Zerrissenheit. Sie beobachtet ihr Umfeld ganz genau und passt sich immer wieder den Menschen an, deren Anerkennung sie sucht. Ihr Faible für Markenfälschungen wird dabei fast zu einem Sinnbild für ihren eigenen Versuch, jemand anderes zu sein. Cora möchte dazugehören und ist bereit, dafür immer mehr von sich selbst aufzugeben. Irgendwann werden auch moralische Grenzen immer unwichtiger. „Ariel und Olympia waren ein wir, und ich war allein.“ Die Spannung entsteht hier nicht durch eine Aneinanderreihung großer Ereignisse, sondern vor allem durch psychologische Beobachtung. Die Handlung bleibt lange unvorhersehbar und entwickelt eine ganz eigene Sogwirkung. Franziska Gänsler schafft dabei eine düstere, beklemmende Atmosphäre, die fast klaustrophobisch wirkt und einem beim Lesen immer wieder einen leichten Schauer über den Rücken jagt. Für mich war „Orca“ kein Buch, das ich einfach schnell weglesen konnte. Ich habe zwischendurch zurückgeblättert, über Geschehnisse nachgedacht und versucht, Verbindungen herzustellen. In diesem Roman steckt unglaublich viel, ohne überladen zu wirken. Ganz überzeugen konnte mich die Geschichte zwar nicht in allen Punkten und auch die Handlungen der Figuren waren für mich nicht immer nachvollziehbar oder vertretbar. Trotzdem fand ich gerade die komplexe Figurenzeichnung und die vielen aktuellen gesellschaftlichen Themen beeindruckend. Für mich steht am Ende vor allem eine Frage im Raum: Wie weit würden wir gehen, um dazuzugehören und von anderen angenommen zu werden? Ein hochaktueller, kluger und mitreißender Roman über Freundschaft, Zugehörigkeit und Aktivismus. Und ganz klar: Jetzt möchte ich unbedingt auch die bisherigen Bücher von Franziska Gänsler lesen.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hochaktueller Roman

    ORCA Franziska Gänsler ET: 17.08.26 Cora arbeitet an der Fleischtheke eines Supermarktes, obwohl sie eine Privatschule mit besten Voraussetzungen besucht hat. Ihre Noten waren stets hervorragend, deshalb erhielt sie ein begehrtes Stipendium. Doch das Leben verläuft manchmal anders als geplant. Vielleicht wäre für Cora auch alles anders gekommen, hätte sie kurz vor ihrem Schulabschluss ihre alte Freundin Olympia nicht wiedergetroffen. In Rückblenden erfahren wir, wie die beiden Freundinnen auf eine andere Bahn geraten. Sie schlagen einen Weg ein, der zunehmend radikaler und schließlich auch gesetzwidrig wird. Eigentlich wollen sie nur Umweltaktivistinnen werden und die Welt retten. Doch aus idealistischen Vorstellungen entwickelt sich etwas, das sie immer weiter von ihren ursprünglichen Zielen entfernt – bis Olympia verhaftet wird und ihr im schlimmsten Fall eine Höchststrafe droht. Franziska Gänsler hat einen hochaktuellen Roman geschrieben, der sich mit Klimaaktivismus, Radikalisierung und der Frage beschäftigt, wie weit man gehen darf, um für seine Überzeugungen einzustehen. Dabei zeigt sie eindringlich, wie leicht aus dem Wunsch, etwas zu verändern, ein gefährlicher Weg werden kann – und wie schnell man seine eigenen Grenzen überschreitet, wenn man unbedingt dazugehören möchte. Für mich hat die Autorin dieses Spannungsfeld perfekt umgesetzt. Bis zur letzten Seite bleibt vieles im Ungewissen, und gerade diese Unsicherheit hat mich beim Lesen immer weitergetrieben. Besonders gut gefallen hat mir, dass Gänsler nicht mit einfachen Antworten arbeitet, sondern ihre Figuren und ihre Entscheidungen differenziert betrachtet. Ein starkes, beklemmendes und hochaktuelles Buch – und für mich zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Chancen auf den Buchpreis? Zumindest über eine Nominierung für die Shortlist würde ich mich sehr freuen.

  • Jürg K.

    5/5

    28.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einblick in menschliche Abgründe

    Dieser Roman hat mich sofort in seinen Bann gezogen, weil er die Intensität jugendlicher Freundschaft so eindringlich und zugleich schmerzhaft ehrlich zeigt. Cora lebt ein stilles, fast unscheinbares Leben Fleischtheke, Routine, Nacht. Doch als Olympia verhaftet wird, bricht die Vergangenheit über sie herein wie ein Sturm. Der Sommer, in dem die beiden sich wiedergefunden haben, leuchtet in Coras Erinnerung wie ein fiebriger Traum. Seewasser auf der Haut, Glitzer auf der Cap, Nächte im grossen leeren Haus. Diese Bilder sind so lebendig, dass man spürt, wie sehr Cora sich nach Zugehörigkeit sehnt. Olympia ist für sie mehr als eine Freundin, sie ist ein Versprechen von Freiheit, Intensität, Bedeutung. Doch genau dieses Versprechen beginnt zu bröckeln, als Olympia sich Ariel und der Aktivistengruppe anschliesst. Cora versucht verzweifelt mitzuhalten, sich anzupassen, nicht zurückzubleiben. In diesem Versuch, dazuzugehören, überschreitet sie Grenzen, die sie selbst kaum versteht. Das Lügengespinst, in das sie sich verstrickt, ist nicht nur eine Handlungsebene, sondern Ausdruck eines tiefen inneren Konflikts. Franziska Gänsler erzählt betörend und präzise von Loyalität, Sehnsucht und dem Druck, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Für mich ein Roman, der die Träume und Unsicherheiten einer ganzen Generation einfängt. Intensiv, atmosphärisch und erschütternd nah an der Wahrheit jugendlicher Selbstfindung.

  • Bianka

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    26.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn der Wunsch dazuzugehören gefährlich wird

    Cora arbeitet an der Fleischtheke eines Supermarkts und führt eigentlich ein ziemlich unspektakuläres Leben. Bis ihre ehemalige Kindheitsfreundin Olympia verhaftet wird. Plötzlich ist die Vergangenheit wieder da und Cora erinnert sich an den Sommer, in dem die beiden sich nach Jahren wiedergefunden haben. Für Cora wird Olympia schnell zu einer wichtigen Bezugsperson. Sie bewundert sie, möchte ihre Nähe und vor allem möchte sie dazugehören. Die beiden verbringen viel Zeit in einem großen, leerstehenden Haus, bis nach einer illegalen Party immer mehr Menschen in ihr Leben kommen unter anderem Ariel und ihre Gruppe von Klimaaktivistinnen. Olympia fühlt sich dort zunehmend wohl und Cora merkt, dass sie ihre Freundin immer weniger für sich hat. Und genau hier wird die Geschichte für mich interessant. Cora möchte unbedingt dazugehören und nicht wieder die Außenseiterin sein. Sie versucht, mit Olympia mitzuhalten und ihren Platz in dieser neuen Welt zu finden. Dabei überschreitet sie immer wieder Grenzen und verstrickt sich zunehmend in Lügen. Was zunächst noch nach einer intensiven Freundschaft und einem aufregenden Sommer aussieht, entwickelt sich langsam in eine ziemlich düstere Richtung. Cora war für mich dabei eine interessante, aber auch schwierige Figur. Ich konnte manche ihrer Entscheidungen überhaupt nicht nachvollziehen und gleichzeitig konnte ich verstehen, warum sie so unbedingt dazugehören wollte. Gerade dieser Widerspruch hat mich beim Lesen immer wieder beschäftigt. Gut gefallen hat mir auch, dass der Klimaaktivismus nicht einfach nur als Hintergrund für die Geschichte dient. Es geht um unterschiedliche Formen von Aktivismus, um Idealismus, Wut und die Frage, wann aus Protest etwas Radikaleres wird. Gleichzeitig spielt auch die soziale Herkunft eine große Rolle. Cora besucht eine Privatschule, obwohl ihre Familie nicht zu den reichen Familien dort gehört, und spürt diesen Unterschied ständig. Ihr Wunsch, sich ihren Platz in dieser Welt zu erarbeiten, zieht sich eigentlich durch die ganze Geschichte. Die Handlung wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart arbeitet Cora im Supermarkt, während Olympia nach einem Klimaanschlag im Gefängnis sitzt. In den Rückblicken erfährt man nach und nach, was zwischen den beiden passiert ist und wie es überhaupt so weit kommen konnte. Mir hat dieses langsame Zusammensetzen der Geschichte gut gefallen, weil man immer mehr versteht, ohne dass alles sofort erklärt wird. Was ich außerdem mochte, war die Atmosphäre. Der Sommer, die Hitze, das leerstehende Haus, die Partys und gleichzeitig diese unterschwellige Unruhe irgendwie hatte das Ganze von Anfang an etwas, bei dem man spürt, dass es nicht gut ausgehen wird. „Orca“ ist für mich deshalb nicht einfach ein Roman über Klimaaktivismus. Für mich geht es viel stärker um Freundschaft, Eifersucht, soziale Unterschiede und vor allem um den Wunsch, irgendwo dazuzugehören. Und darum, wie weit man gehen kann, wenn man Angst hat, wieder ausgeschlossen zu werden. Cora hat mich nicht immer sympathisch begleitet, aber genau das fand ich spannend. Ich wollte wissen, wie weit sie noch gehen würde und ob sie irgendwann merkt, dass sie sich selbst dabei immer mehr verliert. Ein ungewöhnlicher und stellenweise beklemmender Roman, der mich vor allem wegen seiner Figuren und ihrer Dynamik beschäftigt hat. Kein Buch, bei dem ich jede Entscheidung der Protagonistin nachvollziehen konnte, aber definitiv eines, über das ich nach dem Lesen noch nachdenken musste.

  • Majo C.

    aus Wien

    5/5

    20.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Buch unserer Generation

    Wie weit würdest du gehen, um für deine Sache zu kämpfen, um dich zu beweisen, um dazu zu gehören? Wie stoppt man den Klimawandel und bringt die obersten 1% zu Fall und welche Kollateralschäden nimmst du dabei in Kauf? Kann eine Freundschaft einen Verrat vor Gericht standhalten? Orca ist DAS Buch für alle, die sich vor Weltschmerz die Haare raufen, alle, die gerne die Luft anhalten vor Spannung und alle, die wissen, wie es sich anfühlt, nie so ganz dazu zu gehören. Gänsler schafft mit diesem Buch einen Rahmen, der viel Platz für Ungesagtes und dennoch vollends Verstandenes lässt. Sie schreibt aus der Sicht einer jungen Frau, die ihren Platz in der Gesellschaft sucht, von der Kunst Menschen zu spiegeln, sich anzupassen um sich einen Rang in einer Gruppe zu erkämpfen, nachdem man keinen, der einen zufrieden stellen würde, von anderen zugesprochen bekommen hat. In diesem Werk wird Klassenkampf, Neid und Missgunst aufgearbeitet, ohne zu Traumaporn zu werden. Wir lernen Menschen kennen, die sich auf das Ende der Welt, wie wir sie kennen, vorbereiten - einmal aus der Revoluzzer:innen-Sicht, die auf Verluste keine Rücksicht nehmen und einmal von der Warte einer extrem Wohlhabenden aus, die vorhat von ihrem Pool zu leben, wenn es kein Trinkwasser mehr gibt und in ihrem Luxusbunker ihre exotischen Haustiere füttert, wenn es einmal soweit kommt und die Gesellschaft oder das Klima in sich zusammenfallen. Die Protagonistin lernt im Laufe des Buches einiges über soziale Dogwhistles, Körpersprache und die mehr oder weniger unbewussten Signale, die die eigene Kleidung anderen sendet. Die Autorin hat hier ein wichtiges Stück Zeitgeist niedergeschrieben und als packende Story für uns aufbereitet. Ein ganz besonderes Buch, das den Ansprüchen einer aufgeklärten Gesellschaft gerecht wird. Es handelt auch von der Vor- und Nachbereitung eines groß angelegten Protests, davon wie verbindend und aber auch spaltend der gemeiname Kampf für eine gute Sache sein kann und von den körperlichen und gesetzlichen Konsequenzen, die Direct Action zur Folge haben kann. Verschiedenste Herangehensweisen an Aktivismus werden aufgezeigt, angeschnitten und erklärt, von pazifistischen bis gewalttätigen Methoden, Straßensperren und Infiltrierungen. Wie wir es von Gänsler gewohnt sind, ist auch dieses Werk mit einer selbstverständlichen Queerness bei den Charakteren versehen.

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