Kalmann ist ein liebenswerter Sonderling im Dorf Raufarhöfn hoch im rauen Norden Islands. Seit ihm sein Vater einmal einen Sheriffshut geschenkt hat, ist er außerdem der selbst ernannte Sheriff des Örtchens. Und als solcher hat er wieder einmal gut zu tun: Während man im Ort über die geplante Lachszucht der Norweger heiß debattiert, entdeckt er eine alte Blechkiste, in der sich ein ganzer Haufen Geld befindet. Das weckt Begehrlichkeiten, und schon ist Kalmann mittendrin in einem undurchsichtigen Spiel.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Herbstrose
Thalia Book Circle Community
5/5
28.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Toter im Hotpot und Watte im Kopf
Hoch oben im Norden Islands, beinahe am Polarkreis, liegt das kleine Dorf Raufarhöfn. Dort lebt der 40jährige Kalmann im Häuschen seines verstorbenen Großvaters. Er ist nicht wie jeder andere, ein bisschen wirr im Kopf und schnell ärgerlich, jedoch harmlos – so kennen ihn die Dorfbewohner und so wird er auch als selbst ernannter Sheriff von ihnen akzeptiert. Wie stets hat er viel zu tun. Eine alte Blechkiste, die er bei seinem täglichen Kontrollgang gefunden hatte, enthält neben einem Haufen alter Geldscheine auch einen Revolver und eine Flasche Branntwein. Jetzt gilt es herauszufinden, wer die Kiste versteckt hat und den heutigen Wert des Geldes zu ermitteln. Während Kalmann noch damit beschäftigt ist, wird im Ort über die geplante Lachszucht eines norwegischen Unternehmens diskutiert. Es geht heiß her zwischen den Dorfbewohnern und den norwegischen Abgesandten – und noch in derselben Nacht wird ein Toter im Hotpot von Kalmanns Nachbarin entdeckt. Die Polizei aus Reykjavik, Polizistin Birna und die angereisten Journalisten bringen Kalmanns bisher beschauliches Leben nun ganz schön durcheinander und er muss lernen, dass es auch fragwürdige Freunde gibt …
Der 1981 im Kanton Graubünden/Schweiz geborene Autor Joachim B. Schmidt entschied sich 2007, Island zu seiner neuen Heimat zu machen und erwarb sogar die dortige Staatsbürgerschaft. Nachdem er 2010 mit einer Kurzgeschichte einen Schreibwettbewerb gewann begann er Romane zu schreiben, die u. a. mit dem Crime Cologne Award und dem Gllauser-Preis ausgezeichnet und zu Bestsellern wurden. Heute lebt J. B. Schmidt mit seiner Frau und zwei Kindern in Reykjavik, wo er als Journalist, Autor und Touristenführer tätig ist.
„Kalmann schweigt“ (2026 Diogenes) ist der dritte Band der Krimi-Reihe um den selbst ernannten Sheriff von Raufarhöfn. Wieder ist es dem Autor gelungen, den in seinen kognitiven Fähigkeiten eingeschränkten Kalmann als äußerst liebenswerten Menschen darzustellen. Man muss ihn einfach gernhaben, mit all seinen Schwächen und absonderlichen Eigenheiten. Joachim B. Schmidt lässt den Protagonisten selbst berichten, so dass man als Leser die Ereignisse durch seine Gedankenwelt wahrnimmt und dabei stets zwischen Bewunderung und Mitleid schwankt. Ganz nebenbei erfährt man auch einiges über die Lachszucht und die damit verbundene Gefahr für den Wildlachs. Geld und wirtschaftliche Interessen stehen dem Schutz der Landschaft und der traditionellen Lebensweise der Menschen im Dorf gegenüber.
Mit viel Witz und beeindruckender Sprachintensität führt uns der Autor an die verschiedenen Schauplätze und glänzt dabei mit seltsamen, teils etwas überspitzten Einfällen, die er gekonnt zu einem großartigen, unterhaltsamen Kriminalroman verknüpft. Unerwartete Wendungen lassen die anfangs eher ruhige und beschauliche Geschichte aufregend und sehr spannend ausklingen.
Fazit: Ein etwas anderer Kriminalroman, witzig und abgedreht komisch – und vor allem gut unterhaltend – kurzum, lesenswert!
begine
aus Lemwerder
5/5
23.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kalmann 2
Kalmann schweigt, ist der Dritte, den ich von dem Schriftsteller Joachim B. Schmidt gelesen habe. Die ersten waren Tell und Kalmann. In dem Roman Kalmann, war er 34 Jahre alt, indem Neuen sagt er immer in 92 Tagen würde er 40 Jahre alt.
Kallmann ist geistig beeinträchtigt.
Er lebt im Haus, das er von seinem Großvater geerbt hat.
Die Bewohner des Dorfes Raufarhöfn sind für ihn da, sie geben ihm Arbeit.
Jetzt haben sie ihn, um ihn aufzumuntern sogar zum Sheriff erkoren. Meistens ist er ja auch ganz normal, nur ab und an hat er Aussetzer, in denen er nicht weiß was er tut. Die Sache mit dem Schaf im Kofferraum seines Bekannten war irgendwie schön, es ging ja einigermaßen gut aus.
Der Autor hat mit Kalmann eine interessante liebenswürdige Person geschaffen. Man kann nicht anders, man liebt ihn.
Jedenfalls werde ich Romane von Joachim B. Schmidt auf jeden Fall wieder lesen.
Sursulapitschi
Thalia Book Circle Community
5/5
23.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Pflichtlektüre
Neues von Kalmann ist eigentlich Pflichtlektüre. Dieses Buch hat mir besonders gefallen.
Fast nebenbei wird Kalmann wieder in Probleme verwickelt. Er hat einen Instinkt dafür, den Finger auf den Punkt zu legen, ohne ihn gesucht zu haben. Es passiert ihm einfach und dann sagt ihm jeder, er soll es nicht weitersagen. Diesmal findet er zufällig eine Schatzkiste und dann ist auch noch jemand tot.
Es macht großen Spaß, Kalmann bei seinen Abenteuern zu begleiten. Er hat eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, eine ganz eigene Logik, simpel aber treffend, ist hilfsbereit und hilfsbedürftig gleichzeitig. Die Bewohner des Dorfes Raufarhöfn haben gelernt, ihn zu mögen, wie er ist und wenn es schwierig wird, rufen sie seine Mutter an, die kann am besten mit Kalmann umgehen.
Dieses Buch ist rührend, spannend und sogar sehr witzig. Es strotzt vor skurriler Typen mit trockenen Kommentaren, die man einrahmen möchte.
Ich bin wieder einmal sehr begeistert.
Magnolia
Thalia Book Circle Community
5/5
23.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kalmann zum Dritten – Lesegenuss mit einem Augenzwinkern
Nachdem ich Kalmann schon zweimal begegnet bin (Kalmann im Herbst 2020 und Kalmann und der schlafende Berg drei Jahre später), wollte ich natürlich wissen, in welch Abenteuer er sich nun wieder hineinmanövriert hat. Denn nun heißt es: Kalmann schweigt. Warum es besser ist zu schweigen, erschließt sich mir, je weiter ich lese, je mehr ich in diese Geschichte abtauche.
Kalmann hat eine Schatzkarte gefunden, die ihn zu einer vergrabenen, alten Blechkiste führt. Er staunt nicht schlecht, als er sie öffnet und eine ganze Menge Geldscheine findet. Dazu einen alten, verrosteten Revolver und eine Flasche, die Hochprozentiges enthalten dürfte. Was tun? Kalmann denkt an seinen einzigen Freund Nói, der ihm rät, niemandem etwas davon zu erzählen. Sieben Millionen sollte sein Fund wert sein, ein ganz schönes Sümmchen, das bestimmt Begehrlichkeiten wecken dürfte. Zudem hat eine norwegische Firma ausgerechnet Raufarhöfn dazu auserkoren, ihre Lachszucht hier anzusiedeln, was bei den meisten Bewohnern so gar nicht gut ankommt.
Kalmanns Rädchen laufen zuweilen rückwärts, er ist wie ein liebenswertes, zu groß geratenes Kind, das zwar alles mitbekommt, aber nicht alles versteht – als ob Schneegestöber in seinem Kopf herrscht, als ob seine Gedanken seinen Aktivitäten hinterherhinken würden. Und doch checkt er ganz schön viel, der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Zudem ist er, der in zweiundneunzig Tagen vierzig und damit offiziell nicht mehr jung sein wird, ein angenehmer Dorfbewohner, der sich um alle kümmern will, auch wenn er sich gelegentlich selbst im Wege steht.
Mit Kalmann hat Joachim R. Schmidt eine liebenswert verpeilte Figur erschaffen. Ein wenig tollpatschig ist er schon und doch kann er es so gar nicht haben, wenn eine Sache nicht aufgeklärt wird. So spürt er den Geldscheinen nach und als ob dies nicht genug an detektivischer Arbeit wäre, geschieht hier noch so einiges mehr – und Kalmann ist mittendrin.
Auch dieses dritte Buch um Kalmann ist – wie schon die beiden Bände zuvor – ein kurzweiliges, ein spannendes Lesevergnügen, das zuweilen zum Schmunzeln anregt. Korrektomundo.
brauneye29
Thalia Book Circle Community
3/5
23.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hat mich nicht ganz überzeugt
Zum Inhalt:
Kalman, der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn ist ein liebenswerter Sonderling, Er entdeckt eine alte Blechkiste, in der sich jede Menge Geld befindet. Scheinbar war sein Großvater mal an einem Überfall beteiligt und das gefundene Geld weckt natürlich auch Begehrlichkeiten. Im Ort wird währenddessen viel über die geplante Lachszucht debattiert,
Meine Meinung:
Natürlich musste ich den neuen Kalman lesen, schließlich hatte ich auch schon die ersten beiden Teile gelesen. Ich habe mich wieder zunächst extrem schwer getan mit dem Schreibstil und den vielen fremden Wörtern, woran man sich aber im Verlauf des Buches dann doch gewöhnt. Nichtsdestotrotz hat mir dieser Teil nicht ganz so gut gefallen, ich kann aber nicht genau sagen, woran das eigentlich lag, aber irgendwie fand ich die Story nicht ganz so gut wie bei den vorherigen Teilen.
Fazit:
Hat mich nicht ganz überzeugt
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.