Produktbild: Clan-Land
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Clan-Land Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.10.2020

Verlag

Benevento

Seitenzahl

392

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/3,8 cm

Gewicht

654 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710004514042

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.10.2020

Verlag

Benevento

Seitenzahl

392

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/3,8 cm

Gewicht

654 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710004514042

Herstelleradresse

Benevento
Halleiner Landstr. 24
5061 Elsbethen
Österreich
Email: info@beneventobooks.com
Url: www.beneventopublishing.com
Fax: +43 662 224028312

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  • Sikal

    5/5

    04.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschreckend aufrüttelnd und beklemmend…

    Deutschland 2044 – Manipulation der Gesellschaft ist an der Tagesordnung, korrupte Politiker sitzen an der Macht und aus dem rechten Denken hat sich eine Parallelgesellschaft (ja sogar ein Parallelstaat) entwickelt. Für die verfolgten Zuwanderer bietet der Staat einen Hoffnungsschimmer – „Al Amal“ – „Die Hoffnungsvolle“, so nennen sie ihre Stadt, die nur ihnen gehört und auch selbst verwaltet wird. Clan-Land – so wird sie von den Bürgern Deutschlands bezeichnet. Nachdem die ungeliebten Zuwanderer in eine eigene Stadt konzentriert wurden, ist es nun genau diese Stadt, die den rechten Politikern und manipulierten Bürgern ein Dorn im Auge ist. Der Betreiber von Al Amal ist immer wieder starken Anfeindungen ausgesetzt, und die Spannungen zwischen den Kulturen sind am Höhepunkt. Dann wird auch noch der deutsche Innenminister entführt. Die Einwohner und besonders Abed (der Betreiber von Al Amal) hätten ein starkes Motiv den Innenminister verschwinden zu lassen. Doch was treibt den Clan-Chef wirklich an? Sind es niedere Motive oder versucht er tatsächlich mit den, ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, seinen Mitmenschen ein ehrenwertes Leben zu bieten? Mehr noch - versucht der als Gewalttreiber und Mörder Vorverurteilte, die Kulturen tatsächlich zu vereinen? Lorenz – einem Staranwalt – gelingt es, das Vertrauen des Clan-Chefs zu gewinnen. Kann er als aufgeklärter Deutscher Abed dabei helfen seine Ziele durchzusetzen oder wird er hier nur in ein gefährliches Spiel mithineingezogen? Der Autor Burkhard Benecken, selbst deutscher Strafverteidiger, zeigt in seinem Buch die Kriminalisierung ganzer Familien auf und kritisiert dabei die Vorgehensweise von Medien und Politik auf eindrucksvolle Weise. Die Art der Erzählung, die Geschichten und Charaktere Beneckens lassen dabei selbst den gelernten Österreicher erschrecken… Slim Fit, durchgestyltes Äußeres und eine Politik, die mehr Show als tatsächliches Regieren darstellt, stehen in seinem Buch an der Tagesordnung. Ans Ende seines Buches hat der Autor eine Timeline angestellt – ein Blick in unsere Medien zeigt, wo wir in Österreich auf dieser Timeline bereits stehen und das lässt nichts Gutes für unser Land erahnen. 5 Sterne in der Hoffnung auf eine Fortsetzung.

  • Stefan

    aus Lohmar

    5/5

    14.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düsterer aber nicht unglaubwürdiger Blick in die Zukunft

    Der Roman spelt in der Zukunft, jedoch eigentlich nur ein paar Jahre nach unserer Zeit. In Deutschland regier eine Law-and-Order Partei, ihr gegenüber stehten ein paar Kommunisten. Moslems sind Menschen zweiter Klasse und wurden in Berlin und im Ruhrpott (Essen) in ein autonomes Gebiet verbannt. Dieses ist von einem Mauer umgeben und verwaltet sich selbst. Gerichtsverhandlungen sind TV Events, dann allerdings als PAY TV buchbar, die Urteile werden vom Publikum gesprochen. Vor diesem Hintergrund nimmt ein Clanchef Kontakt zum Star der Strafverteidiger auf, um ih für seine Zwecke zu nutzen. Und jetzt weiter zu schreiben wäre spoilrn. Mir hat das spannend und gut lesbare Buch sehr gut gefallen. Es regt zum Nachdenken an, die Geschichte finde ich nicht unglaubwürdig.

  • Buecherwesen/Together

    aus NRW

    5/5

    02.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine tolle, auf Insider-Wissen basierende, Dystopie!

    Ich war am Anfang etwas skeptisch, was dieses Buch betrifft, denn ich hatte etwas ganz anderes erwartet. Doch ich wurde schon auf der ersten Seite sehr positiv überrascht. Meine Skepsis ging in die Richtung, dass sich das Buch wie ein Bericht über kriminelle Handlungen und ähnlichem liest, was die Clan-Aktivitäten in Deutschland betrifft. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt und habe eines der besten Bücher der letzten Monate gelesen: Einen dystopischen Roman, der auf Insider-Wissen beruht und meiner Meinung nach gar nicht so abwegig ist, wie man es sich vielleicht wünscht. Dystopien gehören zu meinen Lieblingsgenres und daher habe ich es mir nicht nehmen lassen, diese Geschichte zu lesen. Im Mittelpunkt von allem steht Lorenz van Bergen, der Fernsehstar von Deutschland. Eigentlich ist er Strafverteidiger, doch in diesem dargestellten Deutschland im Jahre 2044, werden die härteren Fälle per Liveübertragung ins ganze Land gesendet und das Urteil fällt das Volk. Muslime leben nur noch in autonomen Zonen, abgeschottet vom restlichen Deutschland. Die Clans agieren von dort aus und halten das Land in Atem. Es geschehen viele Verbrechen und Drogen sind legal. Lorenz van Bergen war mir am Anfang eher unsympathisch, da er ein sehr arrogantes Auftreten hat. Als der Clan-Chef einer der Zonen, Neu-Essen, Abdelkarim Al-Zahidi mit ins Spiel kommt, ändert sich bei Lorenz aber einiges. Abdelkarim ist ein sehr charismatischer Charakter und auch ich bin ihm von der ersten Sekunde an verfallen, denn er strahlt etwas ganz Besonderes aus. Er hat eine Vision, damit Muslime wieder “frei” in Deutschland leben können. Ich konnte dieses Buch, obwohl es teilweise sehr politisch ist, nicht mehr aus der Hand legen und ich kann es jedem empfehlen, zu lesen! Mein Fazit: Eine tolle, auf Insider-Wissen basierende, Dystopie!

  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    24.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternde und beklemmend realistische Zukunftsvision mit faszinierenden Charakteren

    Wie sieht es 2044 in Deutschland aus? Die Zero-Tolerance-Partei (ZTP) hat das Land fest im Griff, die meisten Immobilien gehören den Chinesen. Und auf den ersten Blick scheint ausgerechnet in diesem System lang Überfälliges in den Griff bekommen zu sein: Klimaschutz wird großgeschrieben, das Tierschützerklientel ist durch staatlich verbotenen Fleischkonsum zufriedengestellt, und sogar die Mitbestimmungssehnsüchte sind befriedigt. Nicht einmal Totalitarismus herrscht, die Gewaltentrennung funktioniert, und die Macht geht immer noch vom Volk aus. Scheinbar. Denn was nach außen hin so perfekt scheint und lediglich durch das rechte Eck, in dem die ZTP steht, fragwürdig ist, entpuppt sich mit jeder Seite als blanker Horror. Es wäre ein Leichtes gewesen, alleine mit den Rechten und der chinesischen Wirtschaftsmacht unsere aktuellen Ängste zu bedienen, doch der Autor geht einen wesentlichen Schritt weiter: Er führt uns vor, wie gerade unsere positiven Werte, unser derzeitiger Lebensstil und unsere eigene Manipulierbarkeit in das Schreckensszenario führen. Die Gerichtsbarkeit liegt in der Hand des Volkes und verkommt zur reinen Show, Spitzenanwälte agieren nach den Gesetzen von Castingshows und schielen auf Quote statt auf Gerechtigkeit. Und das Volk feiert die charismatischen Anwälte, spricht Gewaltverbrecher jubelnd frei und lässt sich durch attraktive Starjuristen mit brillanter Rhetorik blenden. Schon diese scharfsichtige Gesellschafts- und Medienkritik wäre mir die fünf Sterne wert gewesen, doch richtig begeistert bin ich von der Figurenzeichnung. Sowohl Lorenz van Bergen als auch der visionäre libanesische Clan-Chef Abdelkarim Al-Zahidi sind ambivalent und kritisch angelegt. Keine Schwarz-Weiß-Malerei, der Anwalt ist Profiteur des Systems, der Clan-Chef ein Verbrecher. Ohne jede Verklärung und Mafia- oder Rockstar-Romantik, sondern schonungslos ehrlich, und gerade in diesem Realismus sind mir beide unglaublich sympathisch. Die beiden Männer werden zu Freunden, die Freundschaft wird durch Intrigen und Krisen bedroht, und beide enthüllen ihren wahren Charakter. Mit jedem Mal Umblättern bangte ich 'bitte nicht!'. Stilistisch ist der Roman kein Pageturner, aber kalt ließ er mich nie. Mein unangefochtener Liebling in einem Kosmos bis zu den Nebenfiguren prägnant gezeichneter Charaktere ist Al-Zahidi. Manches war mir zu knapp erzählt, vor allem von ihm konnte ich nicht genug bekommen und hätte mir noch viel, viel mehr über die Freundschaft der beiden gewünscht. Dennoch entstehen keine Lücken im Plot. Es ist nicht wichtig zu wissen, wie Al-Zahidi zum Verbrecher wurde, das Warum reicht. Ebenso ist van Bergens Wandlung absolut plausibel, die Geschichte rund und glaubwürdig erzählt. Vieles in diesem Buch muss man nicht auf dem Silbertablett serviert bekommen, sondern kann es sich durch Einfühlen in die Figuren erklären. Vorsicht, Spoiler! Ich kann diesem Buch unmöglich gerecht werden, ohne auf van Bergens Entwicklung, einige überraschende Wendungen und das Ende einzugehen. Die Freundschaft der beiden war für mich nämlich das Highlight des Buches, und ich hätte ihnen so sehr gewünscht, sie vertiefen zu können. Dass Al-Zahidi zur schockierenden Hinrichtung eines schwulen Teenagers Stellung nehmen kann. Billigt er sie oder nehmen bei der Verurteilung die intriganten Kräfte bereits Überhand? Die muslimische Clan-Stadt wird einerseits als Utopia gezeichnet, von van Bergen nostalgisch verklärt, andererseits herrscht neben einer humanen und auf Versöhnung ausgerichteten Rechtspraxis auch hier ein erschreckend patriarchalisches Gesetz, manifestiert durch denselben reaktionären Friedensrichter. Sämtliche Indizien sprechen gegen Al-Zahidi, van Bergen zweifelt, doch er wird nicht zum Verräter. Er sucht die Aussprache, und gerade diese Aussprache führt in den Untergang. Als Leser erfahren wir weder Al-Zahidis Stellung zu diesem Mord noch das Motiv für den unfassbaren Verrat des wahren Täters. Wir erfahren nie, warum die Clan-Chefs mit niederträchtigen ZTP-Funktionären gemeinsame Sache machen, obwohl sie von eben jenen verfolgt und diskriminiert wurden. Diese Leere, diese offenen Fragen sind unangenehm, sie regen aber auch zum Weiterdenken an. Bis zum Schluss hoffte ich auf den Sieg von Ehre und Anstand, es ist ein Buch im Stil einer Charaktertragödie. Die Helden und ihre Vision scheitern, doch dieses Scheitern ist mit einer tiefen und wichtigen Erkenntnis verbunden. Ich hoffe, dass der Autor nicht der Versuchung erliegt, eine Fortsetzung zu schreiben, denn ohne Al-Zahidi wäre sie für mich banal. Es muss nicht jede Geschichte gut enden, und gerade diese Erschütterung, dieses Bedauern über verlorene Möglichkeiten macht diesen Roman für mich unglaublich nachhallend und stark. Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    28.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Clan-Land

    Zwischen dem 20. Jahrhundert und dem Jahr 2044 hat sich viel verändert. Europa hat eine erneute Flüchtlingswelle überflutet, die zum Großteil in Deutschland strandet - der Beginn des Verfalls Deutschlands. Die junge Partei ZTP (Zero-Tolerance-Partei) steigt in die Regierung ein und übernimmt als alleinregierende Partei die Führung. Sie führt Deutschland hart mit ihrer Politik an und ist gegen jeden, der nicht in ihr perfektes Bild von Deutschland passt - Anarchisten, Muslime, Linke, Migranten,... Währendessen wachsen zwei komplett verschiedene Männer heran: Der erfolgreiche Strafverteidiger, Lorenz van Bergen, kommt von einer wohlhabenen Familie und ist der Star der Sendung: Justice Union, wo das Volk am Ende des Prozesses selber über das Urteil des Angeklagten entscheiden. Derweil wächst Abed als gebürtiger Deutscher auf, der jedoch aus einer Libanesischen Flüchtlingsfamilie stammt. Sein ganzes Leben erlebt er Rassismus am eigenen Leib - seine Familie starben bei einem Anschlag auf ihrem Café. Zum jetzigen Zeitpunkt hat er eine Stadt aufgebaut, Al Amal, in einer Autonome Zone, wo Flüchtlinge und Ausländer zuflucht finden können. Wie finden solche komplett verschiedenen Menschen einen Weg zueinander? Und wie wird es ausarten? Das Buch hat mich noch Tage lang nicht losgelassen. Es beschreibt eine Welt, die nicht weit weg von der Zukunft sein kann - mit Rassismus, Gewalt und Rechtsradikalen. Die Geschichte hat mich sehr berührt und alle Gefühle betätigt. Es gab Situation, wo ich geweint, gelacht und nachgedacht habe. Der Schreibstil hat es einem erlaubt, die Gefühle und Gedanken von nicht nur dem Protagonisten kennenzulernen. Dadurch konnte man sich gut in die Figuren reinversetzen. Die Figuren waren sehr individuel, aber trotzdem wirken sie sehr harmonisch zusammen. Ich habe mich hinterher noch ein wenig mit dem Autor beschäftigt und es hat mich überrascht, dass er eine ähnliche Position wie Lorenz eingenommen. Er ist ein Strafverteidiger und findet, dass jeder eine gute Verteidigung verdient hat. Ich kenn ihn zwar nicht, aber ich finde es bemerkenswert, wie er einen Protagonisten entwickelt hat, der vielleicht viele Gemeinsamkeiten mit ihm selnst hat.

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