Produktbild: Die schrecklichen Kinder der Neuzeit
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Die schrecklichen Kinder der Neuzeit Über das anti-genealogische Experiment der Moderne

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.07.2014

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

489

Maße (L/B/H)

20,4/13,1/3,5 cm

Gewicht

552 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004501875

Beschreibung

Rezension

"Der Skandal, den diese Sloterdijk-Lektüre aufdeckt, ist der, dass wir uns falsch verstanden haben - zu sehr als Ausgeburten der Herkunft anstatt als Zeugen des eigenen Tuns. Es gelingt dem Karlsruher Philosophen, diesen Irrtum zu korrigieren und uns in der Gegenwart des Hyper-Individualismus zu begrüßen."
Philip Kovce, Deutschlandradio Kultur

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.07.2014

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

489

Maße (L/B/H)

20,4/13,1/3,5 cm

Gewicht

552 g

Auflage

3. Auflage

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Deutsch

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2710004501875

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Das Buch lässt erst im…

drcrimmann aus Prien am Chiemsee am 14.01.2016

Bewertungsnummer: 2705837

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch lässt erst im letzten Kapitel die Katze aus dem Sack: Es geht dem Verfasser darum, dass die Menschen der Gegenwart endlich eine Perspektive für die Zukunft entwickeln. Der bloße Egoismus, den etwa Stirner propagiert, führt zum Untergang. Die These von der Bastardisierung seit der Neuzeit ist interessant, aber nicht wirklich tragfähig, da durchaus die "Filiation" bis 1914 in Kraft war. Originell ist der Gedanke schon, zumal es in der Shakespeare-Zeit viele Bastard-Dramen gab und das Gefühl virulent war, welches Shakespeare in die Worte fasste "The world is out of joint". Nicht ganz nachvollziehbar ist die These des Verfassers, dass Jesus ein Bastard gewesen sei und das Christentum die Bastardisierung befördert hat. Die historisch-kritische Methode hat ja gerade erwiesen, dass über die Herkunft Jesu keine tragfähigen Aussagen möglich sind. In diesem Kapitel weist das grandios geschriebene Buch doch erhebliche Schwächen auf. Erstaunlich ist die breite Literaturkenntnis des Verfassers, der die aktuelle Literatur im französischen und angelsächsischen Raum ebenso verarbeitet wie die deutsche Philosophie und Soziologie. Wer seinen Fremdwortschatz und die Metaphernkenntnis auffrischen möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Die These, dass aus dem Hiatus der Generationen jeweils überschüssige und oppositionelle Kräfte freigesetzt werden, regt zum Denken an und wirft ein grelles Licht auf die Gegensätze zwischen den Epochen. Der Aspekt der Kontinuität darf jedoch auch nicht vergessen werden.

Das Buch lässt erst im…

drcrimmann aus Prien am Chiemsee am 14.01.2016
Bewertungsnummer: 2705837
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch lässt erst im letzten Kapitel die Katze aus dem Sack: Es geht dem Verfasser darum, dass die Menschen der Gegenwart endlich eine Perspektive für die Zukunft entwickeln. Der bloße Egoismus, den etwa Stirner propagiert, führt zum Untergang. Die These von der Bastardisierung seit der Neuzeit ist interessant, aber nicht wirklich tragfähig, da durchaus die "Filiation" bis 1914 in Kraft war. Originell ist der Gedanke schon, zumal es in der Shakespeare-Zeit viele Bastard-Dramen gab und das Gefühl virulent war, welches Shakespeare in die Worte fasste "The world is out of joint". Nicht ganz nachvollziehbar ist die These des Verfassers, dass Jesus ein Bastard gewesen sei und das Christentum die Bastardisierung befördert hat. Die historisch-kritische Methode hat ja gerade erwiesen, dass über die Herkunft Jesu keine tragfähigen Aussagen möglich sind. In diesem Kapitel weist das grandios geschriebene Buch doch erhebliche Schwächen auf. Erstaunlich ist die breite Literaturkenntnis des Verfassers, der die aktuelle Literatur im französischen und angelsächsischen Raum ebenso verarbeitet wie die deutsche Philosophie und Soziologie. Wer seinen Fremdwortschatz und die Metaphernkenntnis auffrischen möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Die These, dass aus dem Hiatus der Generationen jeweils überschüssige und oppositionelle Kräfte freigesetzt werden, regt zum Denken an und wirft ein grelles Licht auf die Gegensätze zwischen den Epochen. Der Aspekt der Kontinuität darf jedoch auch nicht vergessen werden.

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Die schrecklichen Kinder der Neuzeit

von Peter Sloterdijk

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