Die Beziehung zwischen statischer und dynamischer Okklusion ist ein Aspekt der Untersuchung der funktionellen Okklusion. Eine kieferorthopädische Behandlung hat das Potenzial, die statische und funktionelle Okklusion zu verändern. Es wird angenommen, dass eine ideale statische Okklusion mit einer idealen funktionellen Okklusion vereinbar ist, doch dies ist nicht zwingend erforderlich. In der Kieferorthopädie wurde traditionell davon ausgegangen, dass die Korrektur der Teile des dentofazialen Komplexes auf eine anatomische Norm, zusammen mit einer Klasse-I-Beziehung der bukkalen Segmente und der Ausrichtung der Zähne, zu einer "guten funktionellen Okklusion" führen würde, die im Einklang mit den Kiefergelenken und der zugehörigen Muskulatur steht. Die Frage lautet: "Können oder sollten wir diese Annahme als wahr akzeptieren?" So wertvoll unsere anatomischen Leitlinien und Parameter bei der Diagnose und Behandlungsplanung auch sein mögen, sollten wir die Funktion der Okklusion, die wir kieferorthopädisch behandeln, sowohl vor als auch nach der Behandlung beurteilen.
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