Kann man nochmal losgehen, wenn alle erwarten, dass man längst angekommen ist?
Von Außen betrachtet hat Olver alles, was man mit 36 erreichen kann: Haus am Stadtrand, kluge Ehefrau, gut bezahlter Job.
Doch was er in Wahrheit vorzuweisen hat: Eine kriselnde Ehe, einen besten Freund, den er nicht leiden kann und Flecken auf der gestärkten Tischdecke beim Familienessen.
Alles kommt ihm so ... beige vor. Bis eine Zufallsbekanntschaft auf einmal ganz neue Farben in sein Leben bringt.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bianka
Thalia Book Circle Community
5/5
31.08.2026
eBook (ePUB)
Manchmal sieht ein Leben von außen genau richtig, ist es aber nicht
Manchmal sieht ein Leben von außen genau richtig aus und fühlt sich von innen trotzdem komplett falsch an. Genau da setzt Olver and out an. Olver ist 36, hat einen gut bezahlten Job, ein Haus, eine Ehe und eigentlich alles, was man sich so unter einem „angekommenen“ Leben vorstellt. Und trotzdem ist da dieses Gefühl, dass er selbst irgendwo auf der Strecke geblieben ist. Sein Leben ist beige geworden. Und je länger man ihn begleitet, desto deutlicher wird, wie sehr er eigentlich nur noch funktioniert.
Ich fand das erstaunlich berührend, weil dieses Gefühl gar nicht so weit weg ist, wie man vielleicht zunächst denkt. Dieses „Sollte ich nicht eigentlich glücklich sein?“ und gleichzeitig zu spüren, dass etwas ganz Entscheidendes fehlt. Olver macht es einem dabei nicht immer leicht. Manchmal möchte man ihn schütteln, manchmal versteht man ihn sofort. Er ist nicht dieser glattgebügelte Protagonist, bei dem man von Anfang an weiß, was man von ihm halten soll. Er ist widersprüchlich, unsicher und steckt ziemlich tief in seinem eigenen Leben fest.
Dann kommt diese Zufallsbekanntschaft und plötzlich gerät etwas in Bewegung. Nicht einfach nach dem Motto „und dann wurde alles gut“. Vielmehr beginnt Olver, Dinge zu hinterfragen, die er vorher einfach hingenommen hat. Seine Ehe, seine Vorstellungen vom Leben und vor allem sich selbst. Und genau diese Entwicklung fand ich spannend. Denn eigentlich geht es hier um eine ziemlich große Frage: Wie viel von dem Leben, das wir führen, haben wir wirklich selbst gewählt?
Ich mochte außerdem sehr, wie Fanny Remus mit dem Bild der Farbe arbeitet. Dieses Beige passt so unglaublich gut zu Olvers Alltag. Alles ist da, aber irgendwie fehlt trotzdem etwas. Und je mehr sich in ihm verändert, desto mehr bekommt auch dieses Bild eine andere Bedeutung. Olver and out ist für mich deshalb vor allem eine Geschichte über das Gefühl, im eigenen Leben festzustecken. Über Erwartungen, die man erfüllt, obwohl man selbst dabei immer leiser wird. Und über den ziemlich beängstigenden Gedanken, dass man vielleicht irgendwann den Mut braucht, sein bisheriges Leben infrage zu stellen.
Ich habe Olver nicht immer verstanden und schon gar nicht jede seiner Entscheidungen gut gefunden. Aber ich wollte wissen, wie es mit ihm weitergeht. Und genau das ist für mich entscheidend. Dieses Buch hat bei mir etwas ausgelöst. Es hat mich nachdenklich gemacht und an einigen Stellen mehr berührt, als ich erwartet hatte. Und vielleicht ist das Schönste daran, dass es nicht die einfache Antwort liefert, wie ein „richtiges“ Leben auszusehen hat. Es sagt eher, vielleicht musst du irgendwann selbst herausfinden, welches Leben sich für dich richtig anfühlt. Für mich war Olver and out deshalb eine besondere Lektüre und bekommt 5 Sterne.
Annett
Thalia Book Circle Community
5/5
06.08.2026
eBook (ePUB)
Kirschfleck auf weißen Leinen
Dieses Buch war eine kleine Überraschung für mich. Es geht um Olver und seine Ehe. Immer der gleiche Alltag und die selben Abläufe. Sex im Kalender und Unzufriedenheit. Er bricht aus und lernt jemanden kennen.
Dieses Buch ist eine Hommage ans Leben. Richte Dich nicht nach anderen und sei Du selbst. Lebe in Farben ändere dein Leben wenn Du unglücklich bist. Sei nicht mit jemanden zusammen, der Dich nicht glücklich macht.
Klare Leseempfehlung ❤️ - das muss man einfach lesen
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
24.05.2026
eBook (ePUB)
Sehr berührende Geschichte
In der Geschichte geht es um Olver. Er hat von außen alles, was man erreichen kann. Ein Haus am Stadtrand, eine wunderbare Ehefrau und einen gut bezahlten Job. Allerdings kriselt seine Ehe, vor allem wegen dem unerfüllten Kinderwunsch seiner Frau, weswegen er sich selbst auch unter Druck setzt und seine Familie hat auch ihren Anteil. Er bricht aus und lernt jemanden kennen und auch langsam lieben und das bringt auf einmal neue Farben in sein Leben und auch neue Probleme.
Ich war am Anfang ein wenig skeptisch, was die Geschichte betrifft. Am Ende würde ich aber vom Gegenteil überzeugt und bin total begeistert. Ich mag es eigentlich immer lieber, wenn der Schreibstil nicht so direkt ist und ich erstmal ein Rätsel auflösen muss und nebenbei viel analysieren und zwischen den Zeilen lesen kann. Ich habe es aber trotz des direkten Schreibstils geschafft, alles ein wenig zu analysieren und zwischen den Zeilen zu lesen. Was diese Geschichte auf jeden Fall zeigt ist, dass man von außen gesehen alles erreichen kann und manchmal doch nicht glücklich ist und dann muss man erst einmal herausfinden, was fehlt und am Ende einen Weg finden, wie man glücklich werden kann, trotz aller Widrigkeiten und probleme. Für diese Geschichte gibt es von mir sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Beyond.-.the.-.book
aus Dresden
5/5
18.05.2026
eBook (ePUB)
Überraschend anders, überraschend gut
Olver – mitten im Leben. Mitte dreißig. Mitten in einer Ehe. Mitten in der Familienplanung. Mitten im Job. Eben so… mittendrin in allem. Alles supi, alles wie gewollt.
Tja… nur fühlt sich für ihn alles irgendwie mega beige an. Jeden Tag derselbe Film: arbeiten, abends mit der Frau am Küchentisch hocken, sonntags den besten Freund treffen, den er insgeheim nicht mal wirklich feiern kann. Und zwischendrin wird brav nach Fruchtbarkeitskalender an der Zukunft gebastelt.
Und irgendwann kommt halt die Frage hoch: War’s das jetzt schon? Ist Erwachsensein einfach nur Alltag im Endlos-Loop?
Aber vielleicht gibt’s doch noch ein bisschen Farbe im Leben… Denn eine zufällige Begegnung bringt plötzlich ordentlich Chaos in Olver’s Gedankenwelt.
Unverhoft kommt oft.... Es hat mir tatsächlich überraschend gut gefallen. Erfrischend anders – eine lässige ich-Erzählweise im Jugend-Slang. Ich mochte das Buch wirklich sehr. Es hat sich supergut weggelesen und ich kann es als kleine Zwischendurch-Lektüre nur empfehlen.
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