Nimue folgt dem Ruf Avalons - und lenkt das Schicksal Britanniens in ein neues Zeitalter.
Britannien im Jahre 506: Nimue wächst als Tochter eines einfachen Waffenschmieds am Ufer eines gewaltigen Sees auf - Seite an Seite mit ihrem Kindheitsfreund Arthur. Doch als der mächtige Druide Merlin in ihr die Erfüllung einer dunklen Prophezeiung erkennt, zerbricht Nimues beschützte Welt. Sie trägt eine Gabe in sich, die für sie ebenso ein Segen wie eine Bedrohung ist. Zwischen alten Kräften und neuem Glauben, Loyalität und dem Wunsch nach Freiheit wird Nimue zur Schlüsselfigur für den Aufstieg Arthurs, der bald schon ein mächtiger König sein wird.
Eine poetische weibliche Neuerzählung der Artussage - über die Selbstermächtigung einer Frau und voller Leidenschaft und tragischer Verluste.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Springtime
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
17.10.2026
eBook (ePUB 3)
Zwischen Prophezeiung und Selbstbestimmung
Das ist ein Buch, das ich sehr gern gelesen habe, obwohl das Mittelalter keine Lieblingsepoche von mir ist.
Nimue, Kay und Arthur habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen und auch weitere Figuren, die später dazugestossen sind. Die vertrauten Namen aus der Artussage aus dieser Perspektive zu erleben, fand ich spannend und ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert.
Besonders gut gefallen hat mir, wie unmittelbar man an Nimues Gedanken und Zweifeln teilhat. Gerade bei Merlin ging es mir oft wie ihr: Mal fand ich ihn unheimlich, dann habe ich mich zwischendurch gefragt, ob ich ihm vielleicht unrecht tue. Zeigt er eine freundliche Seite oder steckt dahinter doch eine Absicht? Dieses ständige Hinterfragen hat die Autorin für mich sehr überzeugend geschrieben. Irgendwann hatte ich selbst Angst um die Menschen, die Nimue wichtig sind. Es war toll zu sehen wie sie sich im Laufe der Geschichte persönlich entwickelte.
Auch die Beziehungen zwischen den Figuren haben mich emotional abgeholt. Da gab es zärtliche und schöne Momente, aber ebenso einige, die mir das Herz gebrochen haben.
Trotz der sagenhaften Vorlage ist das Buch ein historischer Roman. Wer Zauberstäbe, magische Kämpfe oder eine Heldin erwartet, die ihre Kräfte gezielt einzusetzen lernt, geht mit falschen Erwartungen an die Geschichte heran. Mir hat diese historische Perspektive sehr gefallen. Die Figuren wirken wie Menschen ihrer Zeit, geprägt von den damaligen Glaubensvorstellungen und Machtverhältnissen. Das unterscheidet sie von den Darstellungen, die man etwa aus Disney oder anderen fiktionalen Bearbeitungen kennt.
Insgesamt ist es ein emotionaler, atmosphärischer und packender Reihenauftakt. Nun will ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Für mich klare 5 von 5 Sternen!
Andrea von Fantastische Bücherwelt
5/5
16.10.2026
eBook (ePUB 3)
Mein erstes Buch von Sabrina Qunaj – und definitiv nicht mein letztes!
Die Geschichte beginnt in Galava, Nordwest-Britannien im Jahr 506. Nimue wächst dort als einziges Kind des angesehenen Schmieds Morcant heran. Die Leute meiden sie, weil sie von Visionen heimgesucht wird, und ihre einzigen Freunde sind Kay und Arthur, die Söhne des Herrn Ector. Sie lebt ein einfaches, relativ unbeschwertes Leben, bis eines Tages plötzlich ein Druide namens Merlin auftaucht und sich damit alles ändert.
Meine Meinung:
Ich habe mich sehr gefreut als ich sah, dass es eine neue Geschichte zur Artussage gibt, und dieser Roman eine weibliche Sichtweise auf die Ereignisse einnimmt, nämlich die der Herrin vom See - Nimue!
Von der ersten Seite an war klar, dass es hier wirklich historisch zugeht. Auch wenn der Roman auf dieses Genre hinweist, habe ich schon überlegt, wie man aus dieser Sage die phantastischen Elemente heraushalten kann, weil die Artussage eigentlich von der Faszination der Wesen aus der Anderwelt und den Rittern der Tafelrunde lebt - die hier übrigens überhaupt keine Rolle spielen. Wir lernen schon verschiedene Charaktere kennen, die später zu König Arthurs Tafelrunde gehörten, z.B. Gawain, Constantine, Kay oder Lancelot, doch die Autorin hat die Tafelrunde gar nicht erwähnt, und sie ist für die Geschichte aus Nimues Sicht auch gar nicht wichtig. Sabrina Qunaj hat mich überrascht, weil ihr auf sehr geschickte Weise gelungen ist, die typischen Fantasyelemente auf andere Art zu erklären, sodass sie sich nachvollziehbar und logisch aufgelöst haben. Das hat mir sehr gut gefallen!
Ich habe mit „Die Herrin vom See - Schatten über Avalon“ mein erstes Buch der Autorin gelesen und sie hat mich mit ihrem Schreibstil so begeistert, dass es sicher nicht mein letzter Roman aus ihrer Feder war!
Sabrina Qunaj hat ihren Protagonisten so viel Leben und Emotionen eingehaucht, dass ich die Beweggründe für ihr Handeln und ihre Denkweise sehr gut nachvollziehen konnte.
Sehr begeistert hat mich auch, dass sie Merlin als das dargestellt hat, was er war - ein eiskalter, berechnender Charakter, der für seine Ziele alles opferte, was sich ihm in den Weg stellte. Merlin war kein netter alter Zauberer, der nur Gutes im Sinn hatte, und das wird in diesem Roman eindrücklich geschildert.
Am Anfang bekommen wir Leser ein Namensverzeichnis mit den jeweils dazugehörigen Regionen, in denen diese Personen ansässig sind. Beim Durchlesen dieses Verzeichnisses wurde meine Vorfreude auf diesen Roman schon extrem groß, denn die Autorin hat auch Figuren ein Gesicht gegeben, die in anderen Büchern dieser Sage oft vernachlässigt werden. Da ist zum Beispiel Arcade, eine hochmütige, aber schöne Edelfrau, die nur eine kleine, aber so wichtige Nebenrolle hat. Denn nur durch ihren Hochmut gegenüber Pelleas, den Nimue mitansieht, bekommt der Krieger eine wahre Bedeutung im weiteren Verlauf der Geschichte. Auch dass Arthur nicht bei seinen leiblichen Eltern Igraine und Uther Pendragon aufwächst, sondern als Ziehsohn bei Ector, hat mich sehr für diesen historischen Roman vereinnahmt.
In ihrem Nachwort hat die Autorin wissenswerte Erläuterungen zu den historischen Überlieferungen verfasst. Sie weist auch auf die Umstände hin, die zu diesen alten Zeiten dazu geführt haben, dass die Leute an Seherinnen und Druiden glaubten.
Mein Fazit:
Sabrina Qunaj schreibt sehr bildlich und eindrücklich, mit überzeugenden Charakteren und Tiefe, Emotionen und Spannung.
Ich bin begeistert! Wer die Artussage mag und gerne ein historisches Buch aus weiblicher Perspektive zu diesem Thema lesen möchte, dem empfehle ich diesen Roman. Er eignet sich aber auch für Leser, die keine Kenntnisse der Sage haben und einfach einen sehr guten Roman über das Britannien des 6. Jahrhunderts lesen möchten. Für mich war dieses Buch ein Lese-Highlight!
Nimues Geschichte ist noch nicht abgeschlossen, es wird einen zweiten Band geben.
Bewertung
5/5
16.10.2026
eBook (ePUB 3)
Eine etwas andere Artus Sage
Die Handlung dieses großen Fantasy Romans " Die Herrin vom See – Schatten über Avalon " von Sabrina Qunaj spielt in Britannien im Jahre 506. Die Hauptfigur ist Nimue, die Tochter eines einfachen Waffenschmieds, die an einem großen See zusammen mit ihrem Freund Arthur aufwächst und später zu einer bedeutenden Frau wird, da sie eine besondere Gabe besitzt und Merlin in ihr die Erfüllung einer dunklen Prophezeiung erkennt . Der bekannte Roman wird dieses Mal aus der Sicht einer Frau erzählt. Er ist flüssig und bildlich geschrieben, so dass ich ohne weiteres in das Geschehen eintauchen konnte.Wie in den anderen Artus Sagen, sind auch in diesem Buch viele bekannte Gestalten aufgetaucht, die Sabrina Qunaj sehr gut charakterisiert und beschrieben hat. Die gesamte Geschichte ist spannend geschrieben und lebt von ihrer geheimnisvollen Atmosphäre.
Lerchie
aus h
5/5
06.10.2026
eBook (ePUB 3)
Merlin will Nimue
Nimue ist die Tochter eines einfachen Waffenschmieds an einem großen See. Sie lebt Seite an Seite mit Arthur. Der mächtige Druide Merlin erkennt in ihr die Erfüllung einer dunklen Prophezeiung und so zerbricht er Nimues Welt. Sie hat eine Gabe, die für sie zweierlei ist, Segen und Bedrohung. Alte Kräfte und neuer Glaube, Loyalität und der Wunsch nach Freiheit, dadurch wird Nimue zur Schlüsselfigur für Arthurs Aufstieg, denn schon bald wird er ein mächtiger König sein.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen, keine Unklarheiten störten meinen Lesefluss. Ich kam gut in die Geschichte hinein und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Nimue wächst in Galava im Königreich Rheged in der Schmiede ihre Vaters auf. Freunde hat sie in Kay und Arthur, den Söhnen des Fürsten Ector, gefunden. Eines Tages muss ihr Vater ein Schwert für den Hochkönig Uther Pendragon schmieden. Es ist Merlin, der den Auftrag überbringt. Er weiß, dass Nimue seherische Fähigkeiten hat. Da geschieht etwas, was ihn veranlasst, Nimue für sich zu fordern, sobald das Schwert in den Händen des Königs liegt. Es soll diesen beschützen. Doch Nimue ist Merlin absolut nicht zugetan, sie mag ihn nicht, oder besser, sie fürchtet ihn. Sie verhindert, dass er das Schwert erhält und macht sich dann Vorwürfe, weil der Hochkönig stirbt. Zur Überraschung vieler wird Arthur, Ectors vierzehnjähriger Sohn zum Hochkönig. Wie es dazu kam, und wie er dann zu dem Schwert kam, das soll der geneigte Leser selbst lesen. Doch was löst dies aus? Was wird aus Nimue? Das alles steht in diesem Buch, das an die Artus-Sage angelehnt ist, allerdings ohne die Ritter der Tafelrunde. Aber es kommen auch aus dieser Sage bekannte Personen darin vor. Es hat mir gut gefallen, ist spannend, hat mich gefesselt und gut unterhalten. Von mir eine Weiterempfehlung und fünf Sterne.
Bewertung
3/5
01.10.2026
eBook (ePUB 3)
Interessante Neuinterpretation mit einer schwierigen Hauptfigur
Die Neuinterpretation der Artussage fand ich grundsätzlich interessant, vor allem weil die Geschichte aus Nimues Perspektive erzählt wird und dadurch einen anderen Blick auf die bekannten Figuren und Ereignisse ermöglicht.
Mit Nimue selbst hatte ich allerdings einige Schwierigkeiten. Ihre Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Besonders ihre Gabe hat mich dabei beschäftigt: Obwohl sie weiß, dass sie diese besitzt und sie für die Geschichte eine wichtige Rolle spielt, tut sie meiner Meinung nach erstaunlich wenig, um sie zu verstehen oder zu kontrollieren. Bis zum Ende des Buches hat sie ihre Fähigkeiten kaum unter Kontrolle und übt auch nicht wirklich, sondern lässt sich vieles eher von anderen erklären und erzählt bekommen. Dadurch wirkte sie auf mich teilweise sehr naiv und passiv.
Gerade deshalb konnte ich sie auch nicht so richtig als die starke weibliche Protagonistin wahrnehmen, als die sie angekündigt wird. Ich hätte mir deutlich mehr Eigeninitiative und Entwicklung von ihr gewünscht.
Trotzdem war das Buch unterhaltsam und die Neuinterpretation der Artussage hatte einige interessante Aspekte. Auch die Verbindung von alten Kräften, dem aufkommenden Christentum und den bekannten Figuren fand ich spannend. Insgesamt also eine interessante Idee, die mich aber nicht ganz überzeugen konnte.
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