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Eva Kranenburg

1. Falls jemand fragt, wer wir waren

Falls jemand fragt, wer wir waren

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Marit Beyer

Spieldauer

8 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.01.2027

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948271

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Marit Beyer

Spieldauer

8 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.01.2027

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948271

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    09.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Netz aus Lügen und die Suche nach der Wahrheit

    Kurz vor dem 17. Juni in Halle an der Saale, wem kann man noch trauen mag man sich Frage, Tilla ist 17 Jahre, ihr Vater ist KZ überlebender, ihre Mutter früh an Tuberkolose verstorben, die Kriegswirren wirken noch nach. Tilla ist wie ihr Vater Regimetreu und hinterfragt das zunächst auch nicht. Ihr Vater, der sich liebevoll kümmert, scheint nicht nur schwere Zeiten erlebt zu haben, er trägt eine Kriegsverletzung, und irgendwie ein ungewöhnliches Geheimnis. Einen Tages verschwindet Tillas bester Freundin Rena, Tilla beginnt sie zu suchen und muss feststellen das nichts so scheint wie angenommen, wer war Rena wirklich, warum gibt es weder eine Wohnung an der angegebenen Adresse noch ist ihre Mutter ihre Mutter. Die Frau, auf die Renna immer gezeigt hat in einem Lebensmittelgeschäft, wenn sie daran vorbeigegangen sind hat gar keine Kinder. Ein packender Roman der tiefe Freundschaft, Historie und etwas Krimihaftes vereint und aufzeiget, wie unfrei ein System sein kann und man es dennoch schafft seinen eigenen Weg zu finden. Durfte man in der Zeit seinen Weg finden, irgendwie war das nicht vorgesehen und wie der Aufstand am 17. Juni geendet ist wissen wir alle. Etwas hat mir zu Anfang die Orientierung in die Zeit gefehlt, aber vielleicht war es auch gerade das, was das Buch ausmacht, man wurde in die ganz eigenen Geschichte geworfen und nicht in Rahmenzahlen. Ich habe das Buch „Falls jemand Fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg sehr gerne gelesen, ein Highlight des Jahres, des Sommers, neben „Freunde“ ist dieses das zweite Buch der Autorin nehmen Sie sich die Zeit, es lohnt sich. Liebe Grüße

  • Bewertung

    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Man muss oben schlafen

    Man muss oben schlafen Mathilde wächst im Halle der Nachkriegsjahre auf. Während des Krieges starb die Mutter und der Vater saß im KZ. Sie betete zu Stalin, er möge ihren Vater zu ihr zurück bringen. So wächst sie mit kommunistischem Gedankengut auf und als der Vater tatsächlich zurück kehrt und sie aus dem Kinderheim holt beginnt eine Zeit des beschützenden Schweigens. Dieses Schweigen wird erst aufgebrochen, als sie eines Tages eine Leiche entdeckt und ihre beste Freundin Rena verschwunden ist. Die Nachkriegszeit in der DDR wurde mit einfühlsamen Worten geschildert. Ich selbst bin im Westen aufgewachsen, konnte aber anhand des Romans ein wenig besser verstehen, wie die Menschen im Osten des Landes überleben konnten, ohne an dem Regime zu zerbrechen. Krass fand ich die Schilderung von Tillas Vater über seine Zeit im KZ, als politischer Gefangener. Du musst oben schlafen, nur so kannst du das KZ überleben. Diese Aussage fand ich als Außenstehende schon so gewaltig, dass ich mir dachte: Was muss so eine Aussage mit Tilla gemacht haben? Ich fand es sehr spannend mal die andere Seite der Macht auch gesehen zu haben und fand es erschreckend welche kranken Gedankengänge sich hier vollzogen. Gut gedacht, Böses gemacht. Rena mit ihrer herzerfrischenden, natürlichen, echten Art mochte ich ebenso wie Tilla, sobald sie auf den Plan trat. Bei ihrer ersten Begegnung mit Tilla musste ich sogar lauthals lachen so peinlich, komisch fand ich sie. Roman war ein Opfer des Regimes. Erschreckend fand ich welche schizophrenen Komponenten sich durch katastrophale Erziehungsmethoden entwickeln konnten. Herr Kersten war von Idealen geleitet, die er auf , für meine Gedankenart, falschem Weg versuchte zum Ziel zu führen. Ein einfühlsamer Vater, aber leider dem falschen Regime anhängend. Die Autorin ließ mich verstehen, warum der Arbeiteraufstand in der DDR lange bei uns als Tag der deutschen Einheit gefeiert wurde. So wurde aus bloßen Geschichtsdaten ein Verstehen, denn durch den Roman fühlte ich mich, als sei ich damals mittendrin gewesen. Ein Roman der das Leben in der DDR zur damaligen Zeit erlebbar machte. Für mich ein tolles Buch.

  • Magnolia

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    07.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die DDR inmitten des Volksaufstandes des 17. Juni 1953

    Tilla und Rena treffen sich seit zweieinhalb Monaten jeden Tag in oder vor diesem alten Waggon, der dicht am Ufer der Saale steht, lediglich die Sonntage verbringt Tilla mit ihrem Vater. So auch heute, aber Rena ist nicht da und sie taucht auch nicht mehr auf. Die Vermisstenanzeige, die Tilla daraufhin stellt, bringt nicht viel, also macht sie sich selbst auf die Suche nach ihrer Freundin. Dabei stößt sie auf so manch Ungereimtheit – weder stimmt Renas Adresse noch hat die Frau, die ihre Mutter sein soll, Kinder. Der Roman ist in den 1950er Jahren angesiedelt, wir sind in Halle in der ehemaligen DDR, er gipfelt im Aufstand des 17. Juni 1953, dem Arbeiteraufstand gegen das SED-Regime, der gewaltsam niedergeschlagen wurde. Es gab Tote, Verletzte, Verhaftungen mit langjährigen Haftstrafen und Todesurteilen. Den historischen Kontext hierzu lesen wir am Schluss des sehr lesenswerten, genauesten recherchierten Buches, zu dem die Autorin auch mit einigen Zeitzeugen sprechen konnte. In den geschichtlichen Hintergrund sind die fiktiven Personen eingeflochten, die das Buch sehr nahbar machen. Tilla hat zu ihrem Vater ein herzliches Verhältnis. Er erzählt ihr von seiner Zeit im KZ, über seine jetzige Arbeit jedoch lässt er sie weitgehend im Unklaren, vermittelt ihr aber die vermeintlichen Vorteile der Deutschen Demokratischen Republik, in der alle die gleichen Chancen haben, ganz im Gegensatz zum Westen, die von Hetzern und Agenten gesteuert werden, wie er gerne betont. Sie ist froh, Kommunistin zu sein. Irgendwann dann wird aber auch Tilla klar, dass Renas Werte den ihren nicht entsprechen, sie beginnt, nachzudenken und vieles zu hinterfragen. Eva Kranenburg gewährt über das sozialistische System der DDR gute Einblicke. Die Trennlinie der Systemtreuen und der Kritiker verläuft durch alle Gesellschaftsschichten, macht auch vor der Schule nicht halt. Die junge Tilla vertraut voll und ganz auf Vaters Wort, bis sie eines Tages auf etwas stößt, das ihr die Augen öffnet. Die gezielt gesteuerte Desinformation ist gerade heute wieder in vollem Gange und leider gibt es allzu viele, die den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur nicht kennen und denen folgen, die ihre Lügen hämisch unters Volk bringen. „Falls jemand fragt, wer wir waren“ ist ein atmosphärischer Roman, der über die Freundschaft zweier 16jähriger Mädchen und deren Leben in der noch jungen DDR erzählt. Empfehlenswert, auch für jene, die ein Stück ostdeutscher Geschichte, gut lesbar aufbereitet, auf unterhaltsame Weise nachlesen wollen.  

  • Rentier

    aus WIen

    5/5

    06.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein starker Roman

    Ein wirklich starker Roman, der mit einem schüchternen Mädchen beginnt, das in der Nachkriegszeit in Ostdeutschland aufgewachsen ist. Der zurückgezogene Teenager fragt nichts, hinterfrägt sich aber ständig selbst. Tilla stellt nicht einmal ihrem Vater brennende Fragen zu Kriegsvergangenheit und aktueller Arbeit, die er am Schreibtisch im Nebenzimmer verrichtet. Dann trifft Tilla auf ein Mädchen, das das genaue Gegenteil darstellt, Rena ist tapfer, mutig, fordernd, frech und sie nennt Dinge beim Namen. Dies fasziniert und schockiert und schmiedet die beiden zusammen. Eines Tages ist Rena wie vom Erdboden verschluckt, ab nun muss Tilla Fragen stellen, will sie ihre Freundin wiederfinden. Aber es ist ein schwieriger Weg voller Irrwege. Der starke Junge, der sich um sie bemüht, hat eine zweite zarte und verletzte Seite. Die starren Vorstelungen zum neuen Menschen bekommen Risse. Der geliebte Vater steht plötzlich auf der falschen Seite. Das Mädchen wird mutiger und mutiger. Von Seite zu Seite wird der Roman spannender die Geschichte komplexer, bis man das Buch einfach nicht mehr weglegen mag. Das alles eingebettet in einer wunderschönen Sprache, die sehr oft zum Schmunzeln anregt. Eine starke Empfehlung.

  • Katto

    aus Köln

    5/5

    03.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend, spannend und absolut lesenswert

    „Falls jemand fragt, wer wir waren“ von Eva Kranenburg hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett gefesselt. Sie erzählt eine Geschichte, die spannend, emotional und gleichzeitig unglaublich nahbar ist. Im Mittelpunkt steht Tilla, die nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Freundin Rena immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen, Lügen und unbequemen Wahrheiten gerät. Dabei erzählt der Roman nicht nur eine unglaublich spannende Geschichte über Freundschaft, Mut und Vertrauen, sondern vermittelt auch auf besondere Weise, wie sich das Leben in der frühen DDR angefühlt haben muss. Die Protagonistin Tilla ist die mir sofort ans Herz gewachsen. Es war unglaublich spannend, sie auf ihrem Weg zu begleiten, mitzuerleben, wie sie beginnt, alles zu hinterfragen und immer mutiger ihren eigenen Überzeugungen folgt. Ich habe mit ihr gehofft, gezweifelt, bis zum Schluss mitgefiebert und ganz stark mitgefühlt. Der Schreibstil hat mich vollkommen begeistert. Er ist flüssig, packend und so mitreißend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Was das Buch für mich besonders macht, ist die Kombination aus einem durchgehend hohen Spannungsbogen und einer ruhigen, einfühlsamen Erzählweise. Immer wieder sorgen neue Enthüllungen und unerwartete Wendungen dafür, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Noch eindrucksvoller fand ich die Geschichte, weil sie an einer wahren Begebenheit anknüpft. Dadurch wurde der Roman für mich noch intensiver, greifbarer und bewegender und hat mich auch nach der letzten Seite nicht losgelassen. „Falls jemand fragt, wer wir waren“ hat mich tief berührt und noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Es erzählt eine wichtige Geschichte, regt zum Nachdenken an und zeigt, wie wertvoll Mut, Zusammenhalt und das Hinterfragen von vermeintlichen Wahrheiten sein können. Für mich war es ein echtes Jahreshighlight und ein Buch, das ich von Herzen weiterempfehlen kann. Absolut empfehlenswert!

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