Radikalisierte Misogynie als Ideologie im digitalen Raum
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
22.02.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Farbe
Graublau / Weiß
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-18173-7
Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Medien, Kommunikationswissenschaft, Publizistik, Note: 1.3, Universität zu Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: 2024 wurde in Deutschland fast täglich ein Femizid verübt, alle drei Minuten erlebt eine Frau häusliche Gewalt und täglich werden mehr als 140 Frauen Opfer einer Sexualstraftat. Jede dritte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen. Diese Fakten verdeutlichen, dass Frauenfeindlichkeit kein Randphänomen ist, sondern ein in der Gesellschaft tiefsitzendes Problem. Es ist folglich dringend erforderlich, nicht nur das Ausmaß dieser Gewalt sichtbar zu machen, sondern auch ihre ideologischen und digitalen Nährböden in den Blick zu nehmen, um Strukturen dagegen zu entwickeln. Rechtsextrem und misogyn motivierte Anschläge wie in Isla Vista (2014), Toronto (2018), Plymouth (2021) und Halle (2019) zeigen, dass digitale Subkulturen reale Gewaltakte auslösen können. Denn ein gemeinsamer Nenner der genannten Anschläge ist die Frauenfeindlichkeit der Täter, die bereits im Vorfeld in Online-Foren geäußert wurde. Besonders auffällig ist dabei die Ideologie der sogenannten Incels (involuntary celibates, dt. unfreiwillig im Zölibat Lebende), die Misogynie und Gewaltfantasien aufgrund einer sexuellen Unzufriedenheit heraus kultivieren. Spätestens seit der Netflix Serie Adolescence (2025) hat der Begriff Incel auch im gesellschaftlichen Diskurs an Bedeutung gewonnen und die Problematik um digitale Radikalisierung von Männern im Internet verdeutlicht. Vor diesem Hintergrund stellt die Arbeit die Frage in den Mittelpunkt, wie sich radikalisierte Misogynie als Ideologie im digitalen Raum manifestiert und welche Auswirkungen sie hat. Zur Beantwortung dieser Frage wird zunächst eine theoretische Grundlage geschaffen, indem zentrale Begriffe und Konzepte definiert werden. Darauf aufbauend wird der aktuelle Forschungsstand skizziert, bevor die verschiedenen Erscheinungsformen digitalisierter Misogynie detaillierter analysiert und ihre Folgen untersucht werden. Um die Arbeit nicht ausschließlich problemorientiert zu gestalten, werden vor dem Fazit mögliche Handlungsoptionen und Präventionsansätze aufgezeigt, die dem Frauenhass entgegenwirken sollen.
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