Acht Millionen Wege zum Glück
Eine faszinierende Reise zu Japans spirituellem Erbe | Ein Blick in die japanische Seele und die Suche nach einem glücklicheren Leben
Ein Blick in die japanische Seele - und der Schlüssel zu mehr innerem Frieden
>Acht Millionen Wege zum Glück< mit auf eine Reise zum Ursprung von Konzepten wie Ikigai (das, was uns morgens aufstehen lässt), Wabi-Sabi (die Schönheit des Unvollkommenen) und Kintsugi (Wunden in Gold verwandeln), besteigt mit Shugendo-Asketen heilige Berge und trifft eine der letzten Itako Japans, eine traditionelle Mystikerin. Und ganz nebenbei eröffnet das Buch unzählige Möglichkeiten, das eigene Leben sanft zu justieren: durch Achtsamkeit im Kleinen, Dankbarkeit und die stille Kraft wiederkehrender Rituale. Eine bewegende, heilsame Lektüre.
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
Normanfips
Thalia Book Circle Community
5/5
04.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Spiritualität in Japan
Hiroko Yoda hatte ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter. Als diese stirbt, setzt dies einen länger andauernden Prozess der Trauerarbeit in Gang. Die Autorin lässt uns an diesem Mutter-Tochter-Verhältnis teilhaben. Dies ist der eine Teil des Buches. In dem anderen Teil erzählt sie über die gleichzeitig stattfindende spirituelle Reise. Wie stehen Japaner eigentlich zu Religiosität? Was hat es mit Buddhismus, Shinto und Shugendo auf sich? Es ergibt sich ein Wechselspiel und Ineinandergreifen der beiden Bereiche. So bleiben die Ausführungen zur Spiritualität Japans greifbar und alltagstauglich. Der Schreibstil ist angenehm und gerade die Naturbeschreibungen sind der Autorin sehr gut gelungen. Wie wichtig Verbundenheit und Dankbarkeit sind und wie frei wir im Ausleben unserer Spiritualität sein können, das ist der Autorin ein großes Anliegen. Jeder kann immer und überall, wenn er denn aufmerksam durchs Leben geht, die acht Millionen Wege zum Glück beschreiten.
Petra
aus Grasbrunn
4/5
27.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Über die Shinto-Spiritualität in Japan
In Japan wird eine Art von Spiritualität von vielen Menschen gelebt, die man nicht als Religion bezeichnen kann. Es gibt hier den Glauben, dass in vielen Dingen und vor allem auch in der Natur die Kami innewohnen, eine Art von Naturgöttern, die verehrt werden. Die Autorin führt in diese Lebensphilosophie ein, die die Menschen zu Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung aber auch zu Respekt gegenüber der Natur führt.
Mich hat es sehr fasziniert, wie die Autorin den gelebten Shintoismus in Japan erklärt und den Nutzen, den man persönlich daraus zieht, darlegt. Allerdings hat sich das Ganze nach einigen Seiten doch sehr wiederholt. Anhand von Anekdoten aus ihrem Leben verdeutlicht Hiroko Yoda, wie sie das persönlich erlebt hat. Leider verweist sie dann immer wieder auf die gleichen Geschichten, was für mich das Ganze etwas langatmig werden lies.
Eternal-Hope
aus Österreich
3/5
05.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Sehr anspruchsvoll und schwer zugänglich
Wenn man sich Titel, Covergestaltung und den Text auf der Rückseite dieses Buches anschaut, dann wird man leicht verleitet, ein ganz anderes Buch zu erwarten, als dieses tatsächlich ist. Cover und Titel lassen einen leicht zugänglichen Glücksratgeber vermuten und der Text auf der Rückseite nennt die bekannten japanischen Konzepte Ikigai, Wabi-Sabi und Kintsugi und macht Lust darauf, mehr über diese zu erfahren.
Wer irgendetwas davon erwartet, wird von diesem Buch zwangsläufig enttäuscht werden. Es handelt sich um ein äußerst anspruchsvolles Werk, das Zeit und Geduld erfordert und eine Mischung ist aus persönlichem Trauer-Memoir über den Tod der Mutter der Autorin und das schwierige Verhältnis der Autorin zu dieser zu Lebzeiten und Sachbuch zu japanischer Spiritualität und japanischen Bräuchen rund um Shinto. Über die genannten japanischen Konzepte erfährt man im Buch nichts Näheres, ihre Verbindung zu dem allgemeinen Thema des Buches wird auch nicht erläutert, sie kommen schlicht nicht vor.
Wir erfahren so einiges über die Lebensgeschichte der Autorin, über die Eifersucht auf die jüngere Schwester, über ihre interkulturellen Erfahrungen erst als japanische Austauschschülerin und später als Studentin und Ehefrau eines US-Amerikaners in den USA. Zusätzlich vermittelt sie uns ihren sehr persönlichen Blick auf japanische Spiritualität, die sich stark von der im Westen verbreiteten identitäts- und abgrenzungsorientierten Religiosität unterscheide und einigen Unterdrückungsversuchen von Seiten des japanischen Herrschers und Missionierungsversuchen von Seiten westlicher Länder zum Trotz sich bis heute eine hohe Flexibilität und Toleranz bewahrt habe.
So würde sich der Großteil der Japanerinnen und Japaner zwar in Umfragen als nicht religiös bezeichnen, dennoch seien spirituelle Praktiken Teil des Alltagslebens. Dabei scheint insbesondere die animistisch orientierte Shinto-Weltsicht eine große Rolle zu spielen, nach der es mindestens acht Millionen beseelte Objekte gebe und das Göttliche somit überall, auch in der uns umgebenden Natur und in Phänomenen wie Glück und Leid zu finden sei.
Immer wieder geht die Autorin auch auf durchaus sehr interessante kulturelle japanische Bräuche ein, zum Beispiel zum Töchter-Tag und den damit verbundenen Puppen oder zur Bestattung und Ahnenverehrung. Dieser Teil ist mir in dem umfangreichen Buch fast ein bisschen zu kurz gekommen, hier hätte ich mir an so einigen Stellen ausführlichere Erklärungen und gerne auch Bilder gewünscht. Ohne diese bleibt manches den Leserinnen und Lesern ohne umfangreiche Vorkenntnisse in Bezug auf die japanische Kultur, so wie mir, für tieferes Verständnis verschlossen - zumindest, wenn man nicht parallel zur Lektüre andere Quellen zur Vertiefung konsultieren will.
Insgesamt ist es ein durchaus bemühtes Werk, bei dem man spürt, dass die Autorin mit ihrem Herzblut dabei war und es ihr ein Anliegen war, die komplexe japanische Spiritualität zu erfassen und für Menschen aus kulturell entfernten Ländern begreiflich zu machen. Dennoch ist ihr dieses Ziel meiner Einschätzung nach leider nur zum Teil gelungen. Zumindest habe ich jetzt ein bisschen mehr Vorstellung als davor, was Shinto sein könnte.
Über weite Strecken war es für mich jedoch leider ein eher mühsam zu lesendes Buch, insbesondere, weil ich das Hin- und Herspringen zwischen sachbuchartigen Erklärungen und persönlichen Erfahrungen hier als nicht sehr gelungen erlebt habe und die Lebensgeschichte der Autorin auf eine Art und Weise erzählt wurde, die mich nicht sehr berührt oder interessiert hat. Dabei spielt sicher auch eine Rolle, dass mir die Autorin als Persönlichkeit nicht sonderlich sympathisch war und ich mir auch nicht sicher bin, als wie objektiv ich ihren persönlichen Blick auf japanische Spiritualität verstehen kann.
Zur Einführung in japanische Kultur und Spiritualität empfehle ich für Menschen, die sich noch nicht viel damit auseinandergesetzt haben, also eher, zu anderen Werken zu greifen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
3/5
05.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Persönlich gefärbte Selbstfindung der Autorin
Dieses Buch war für mich vor allem eines: eine Reise in eine Kultur und Denkweise, die mir zuvor weitgehend fremd waren. Wer aufgrund von Cover und Klappentext einen klassischen Ratgeber für mehr Gelassenheit oder inneren Frieden erwartet, sollte wissen, dass dies nicht der Schwerpunkt des Buches ist. Stattdessen begleitet man die Autorin auf ihrem ganz persönlichen Weg zu den spirituellen Wurzeln Japans – und genau darin liegt für mich seine Stärke - und sein Mangel.
Besonders gelungen fand ich die vielen Anekdoten, Begegnungen und Erzählungen, durch die die vorgestellten Konzepte lebendig werden. Anstatt abstrakte Theorien zu präsentieren, zeigt die Autorin, wie Spiritualität in Japan gedacht und gelebt wird. Dadurch erhält man nicht nur Wissen, sondern auch ein erstes Gefühl für die kulturellen Zusammenhänge.
Beeindruckt hat mich vor allem das selbstverständliche Nebeneinander scheinbarer Gegensätze: Tradition und Moderne, Mystizismus und Alltag existieren hier nicht als Widerspruch, sondern ergänzen sich. Dass es beim japanischen Spiritualismus kein „entweder-oder“ gibt, sondern ein selbstverständliches „sowohl-als-auch“ finde ich enorm erstrebenswert. Dieser Gedanke zog sich für mich wie ein roter Faden durch das Buch und hat meinen Blick auf Japan bereichert.
Nicht immer fiel mir (als jemand, der bisher nicht vieL über Japan wusste) die Orientierung leicht. Gerade zu Beginn im langen Prolog und streckenweise auch später, hätte ich mir stellenweise etwas mehr Struktur sowie zusätzliche Fotos oder Illustrationen gewünscht, um bestimmte Begriffe, Rituale und Gegenstände besser einordnen zu können und sie mir auch einfach vorstellen zu können. (Gab es kein Lektorat?) Gleichzeitig hat gerade diese Neugier aber auch dazu geführt, dass ich viel am Handy nachgelesen und dadurch noch mehr über die japanische Kultur gelernt habe.
Für mein eigenes Leben habe ich zwar weniger konkrete Impulse mitgenommen, als ich ursprünglich erwartet hatte. Dafür habe ich eine Kultur kennengelernt, deren spirituelle Wurzeln und Sichtweisen mich beeindruckt haben. Wer keinen klassischen Lebenshilferatgeber sucht, sondern offen ist für einen persönlichen, atmosphärischen und kulturgeschichtlich spannenden Blick auf Japan, wird an diesem Buch viel Freude haben. Insgesamt eine bereichernde und eher anstrengende Lektüre.
#Japan #JapanischeKultur #Spiritualität #Erfahrungsbericht #Selbstfindung
Kissgirl
Thalia Book Circle Community
3/5
04.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Japans kulturelles Erbe
“Woher kommen die spirituellen Traditionen, die Japans Kultur prägen? Was ist der Ursprung von Ikigai (das, was uns morgens aufstehen lässt), Wabi-Sabi (die Schönheit des Unvollkommenen) und Kintsugi (Wunden in Gold verwandeln)?”
Mit diesen Worten beginnt die Inhaltsangabe auf der Buchrückseite von “Acht Millionen Wege zum Glück” der japanischen Autorin Hiroko Yoda.
Tatsächlich erfährt man auf den gut 400 Seiten extrem viel über die spirituelle Kultur Japans, über Shinto, Buddhismus und Shugendō, wie sich diese entwickelt haben, wie sie praktiziert werden und warum sich aber trotzdem viele Japaner nicht für religiös halten. Parallel werden diese Ausführungen von vielen persönlichen Geschichten, Erlebnissen und Anekdoten der Autorin begleitet und in Bezug zu ihren eigenen spirituellen Erfahrungen gesetzt. Besonders die Aufarbeitung ihres schwierigen Verhältnisses zur verstorbenen Mutter nimmt einen breiten Raum ein und ist überhaupt erst der Auslöser für Yoda sich so intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Leider verliert sich Yoda aber immer wieder in ausufernden Details, springt thematisch oft etwas ziellos hin und her und wiederholt sich häufig. Das betrifft besonders auch die Passagen über ihre eigenen Erlebnisse und persönliche Motivation, da rückt sie sich selbst für mein Empfinden insgesamt zu sehr in den Focus. Klar, die japanische Geschichte erstreckt sich über viele Jahrhunderte, die kulturelle Entwicklung ist sehr komplex, dies für Menschen außerhalb Japans verständlich aufzubereiten, ist definitiv schwierig. Sogar für viele Japaner, wie die Autorin selbst schreibt. Da hätte ich es als sehr hilfreich empfunden, das Buch mit farbigen Fotografien der vielen beschriebenen Schreine, Figuren und Örtlichkeiten zu versehen, als visuelle Unterstützung für ein besseres Verständnis. Ich habe tatsächlich noch nie bei einer Lektüre so viel nebenher gegoogelt. Auch ein Glossar bezüglich der Unmengen japanischer Begrifflichkeiten wäre unterstützend gewesen.
Es fällt mir schwer dieses Buch einzusortieren. Es ist teils Geschichtsbuch, teils Biographie bzw. Erfahrungsbericht, teils religiös-spiritueller Leitfaden. Wer jetzt allerdings erwartet etwas über Ikigai, Wabi-Sabi, etc. zu erfahren, den muss ich enttäuschen, darüber wird man nichts lesen. Auch nach den “Acht Millionen Wegen zum Glück” wird man so wortwörtlich ebenfalls vergeblich suchen.
Obwohl das Buch definitiv nicht meinen Erwartungen entsprach, hat es doch für einige Denkanstöße und Erkenntnisse gesorgt, insgesamt hat es mich aber nur teilweise überzeugt.
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