Ein radikal neuer Ansatz zur Überwindung der politischen Spaltung
Die Welt ist in einem Dauerkrisenzustand. Und die Demokratie scheitert immer häufiger an den Grenzen unseres Gehirns. Die kognitiven Anforderungen von Inklusion, Toleranz und Diversität überfordern uns – unabhängig von der politischen Ausrichtung. Liya Yu verbindet Neurowissenschaft, Politik und ihre persönlichen Erfahrungen aus gespaltenen Gesellschaften und zeigt, wie wir mit einer neuropolitischen Strategie unsere Demokratie wieder stärken, der rechtspopulistischen Dehumanisierung Andersdenkender entgegenwirken und das Versprechen einer gerechten, inklusiven Gesellschaft einlösen können.
"Liya Yu zählt zu den wichtigsten wissenschaftlichen Stimmen in Deutschland." Brand New Bundestag, Nominierung für den Progressive Science Voices Award 2024
"Yus neuropolitische Theorie ist einer der wichtigsten Impulse für 2025." Philosophie Magazin
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5.0/5.0
Vanessa
aus Düsseldorf
5/5
09.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, das unserer Gesellschaft guttun würde
Schon von den ersten Seiten an bietet „Hirn statt Moral“ unglaublich viel Mehrwert. Man versteht sehr schnell, worauf die Autorin hinausmöchte, und bekommt gleichzeitig wissenschaftliche Hintergründe, die helfen, menschliches Verhalten und gesellschaftliche Konflikte besser zu verstehen.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Art, wie sie an das Thema herangeht. Obwohl es um gesellschaftliche und politische Fragen geht, hatte ich beim Lesen selten das Gefühl, dass mir eine bestimmte politische Haltung vermittelt werden soll. Stattdessen versucht sie, über neurowissenschaftliche Erkenntnisse zu erklären, warum wir Menschen teilweise so unterschiedlich denken und reagieren und warum moralische Appelle allein gesellschaftliche Spaltung nicht lösen.
Hängengeblieben ist bei mir unter anderem die Unterscheidung zwischen Empathie und Mentalisierung. Gerade der Gedanke, dass es einen Unterschied macht, ob wir mit einem Menschen mitfühlen oder ihm überhaupt eine eigene Innenwelt mit eigenen Gedanken, Gefühlen, Bedürfnissen und Beweggründen zugestehen, war für mich ein echter Aha-Moment.
Um zu verstehen, warum wir unterschiedlich sind und wie wir trotz dieser Unterschiede besser miteinander umgehen können, würde es uns als Gesellschaft gut tun, wenn viel mehr Menschen dieses Buch lesen. Entsprechend von mir eine klare Leseempfehlung.
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