Eigentlich möchte Carol nur in Ruhe ihren Lebensabend genießen. Doch das ist nicht so leicht - für eine SerienmörderinAls sie ins Seniorenheim Sheldon Oaks einzieht, ist Carol selig: endlich ihre eigenen vier Wände. Endlich Freiheit. Denn die letzten 35 Jahre hat sie im Gefängnis verbracht. Wegen siebenfachen Mordes. Carol ist Serienmörderin. Na ja, war Serienmörderin. Jetzt ist sie im Ruhestand. Und froh, in Sheldon Oaks etwas für sie gänzlich Neues zu finden: Freundschaft. Bis genau vor Carols schönem neuen Balkon jemand ermordet wird. Dummerweise wimmelt es in ihrem neuen Freundeskreis nur so von ehemaligen Ermittlern, die sich flugs an die Arbeit machen. Denn wer wird als Erstes verdächtigt? Carol natürlich. Wenn sie ihre neu gefundene Freiheit und ihre Freunde behalten will, muss sie ihre Unschuld beweisen. Und zwar schnell.Eine Innenministerin, ein Kriminalkommissar, eine Pathologin und eine Serienmörderin im Seniorenheim - Bühne frei für Carol und ihre Ermittlungstruppe der besonderen Art!
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
aus Apolda
5/5
22.04.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Ein äußerst unterhaltsames Hörbuch mit viel britischem Humor
Das Hörbuch „Betreutes Morden“ von Fergus Craig ist eine wunderbar schwarzhumorige Mischung aus Cozy Crime und schräger Charakterkomödie. Die Geschichte rund um Carol – eine pensionierte Serienmörderin, die ihren Lebensabend ausgerechnet in einem Seniorenheim verbringt – ist ebenso originell wie unterhaltsam.
Schon die Ausgangsidee sorgt für frischen Wind im Krimi-Genre: Eine ehemalige Mörderin wird selbst zur Ermittlerin, um ihre eigene Unschuld zu beweisen. Dabei trifft sie auf eine ebenso ungewöhnliche Gruppe von Mitbewohnern, darunter ehemalige Ermittler, die sich nur allzu gern wieder in einen Fall stürzen. Diese Konstellation erinnert zwar stellenweise an Der Donnerstagsmordclub, entwickelt aber genug Eigenständigkeit, um nicht wie eine bloße Kopie zu wirken.
Besonders hervorzuheben ist die Sprecherin Manon Straché. Mit ihrer warmen, pointierten und zugleich augenzwinkernden Stimme verleiht sie der Geschichte genau die richtige Balance zwischen Spannung und Humor. Sie trifft den Ton der Figuren perfekt und macht das Zuhören zu einem echten Vergnügen.
Die Handlung bleibt durchweg kurzweilig, mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Charme und kleinen Überraschungen. Gerade der Kontrast zwischen Carols mörderischer Vergangenheit und ihrem Wunsch nach einem ruhigen, fast bürgerlichen Leben sorgt für viele amüsante Momente.
Fazit: Ein äußerst unterhaltsames Hörbuch mit viel britischem Humor, liebenswert-skurrilen Figuren und einer großartigen Sprecherleistung. Wer den Stil von humorvollen Krimis mit ungewöhnlichen Ermittlern mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.
⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5 Sternen)
Johanna Zimmermann
4/5
29.07.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Eine Serienmörderin im Ruhestand, ein Mord vor dem Balkon und plötzlich steht die Polizei schon wieder vor der Tür
Carol möchte eigentlich nur noch ihren Lebensabend genießen. Nach 35 Jahren im Gefängnis wegen siebenfachen Mordes zieht sie in das Seniorenheim Sheldon Oaks und freut sich auf etwas, das sie lange nicht hatte: ein eigenes Zuhause, Freiheit, und sogar erste echte Freundschaften.
Doch dann wird direkt vor ihrem neuen Balkon ein Mensch ermordet. Natürlich fällt der Verdacht sofort auf die ehemalige Serienmörderin. Dumm nur, dass Carol dieses Mal wirklich unschuldig ist. Gemeinsam mit einer ehemaligen Innenministerin, einem Kriminalkommissar und einer Pathologin beginnt sie zu ermitteln. Denn wenn Carol ihre neue Freiheit und ihre Freunde behalten möchte, muss sie beweisen, dass sie mit diesem Mord nichts zu tun hat.
Allein die Ausgangsidee von "Betreutes Morden" fand ich einfach großartig. Eine verurteilte Serienmörderin, die ausgerechnet im Seniorenheim zum Mitglied einer Hobby-Ermittlungsgruppe wird? Das ist so absurd, makaber und unterhaltsam, dass ich sofort wissen wollte, wie diese Geschichte weitergeht.
Carol hat mir als Hauptfigur besonders gut gefallen. Sie ist definitiv keine klassische Cozy-Crime-Protagonistin und auch nicht einfach die liebenswerte ältere Dame, die zufällig über eine Leiche stolpert. Sie hat tatsächlich sieben Menschen getötet – und trotzdem beginnt man, sie auf eine etwas verstörende Art ins Herz zu schließen. Gerade dieser Kontrast zwischen ihrer Vergangenheit und ihrem Wunsch nach einem ruhigen, selbstbestimmten Leben macht sie unglaublich spannend.
Gleichzeitig hat mich berührt, wie viel ihr die neu entstehenden Freundschaften bedeuten. Nach Jahrzehnten im Gefängnis erlebt Carol zum ersten Mal wieder Nähe, Zugehörigkeit und Menschen, die sie nicht ausschließlich auf ihre Taten reduzieren. Hinter dem schwarzen Humor steckt deshalb auch eine überraschend warme Geschichte über Einsamkeit, zweite Chancen und die Frage, ob ein Mensch jemals wirklich nur aus seiner Vergangenheit besteht.
Auch die Ermittlungsgruppe mochte ich sehr. Eine ehemalige Innenministerin, ein pensionierter Kommissar, eine Pathologin und eine Serienmörderin bringen natürlich völlig unterschiedliche Erfahrungen und Moralvorstellungen mit. Ihre Gespräche und kleinen Reibereien sorgen für viele unterhaltsame Momente, ohne dass der Kriminalfall komplett zur Nebensache wird.
Trotzdem hat mich das Buch nicht ganz zur Höchstwertung gebracht. Die ungewöhnliche Grundidee ist so stark, dass der eigentliche Mordfall für mich stellenweise fast ein bisschen gewöhnlich wirkte. Einige Entwicklungen konnte ich recht früh erahnen, und zwischendurch hätte ich mir noch mehr überraschende Wendungen oder etwas mehr Spannung gewünscht.
Außerdem hätte Carols Vergangenheit für meinen Geschmack noch konsequenter und düsterer behandelt werden dürfen. Teilweise wird ihre Rolle als Serienmörderin sehr humorvoll eingesetzt. Das funktioniert zwar für den Ton des Buches, macht sie aber manchmal fast ein bisschen zu harmlos. Gerade die moralische Frage, warum man trotzdem mit ihr mitfiebert, hätte noch mehr Tiefe vertragen.
"Betreutes Morden" ist eine herrlich schräge Mischung aus Cozy Crime, schwarzem Humor und einer warmherzigen Geschichte über Freundschaft im Alter. Das Buch ist charmant und unterhaltsam, ohne seine Hauptfigur vollkommen von ihrer dunklen Vergangenheit reinzuwaschen.
Perfekt für alle, die außergewöhnliche Protagonistinnen, eigenwillige Seniorengruppen und Krimis mögen, die gleichzeitig ein bisschen mörderisch und überraschend herzerwärmend sind.
Rabbitmaus
Thalia Book Circle Community
5/5
20.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Dexter trifft auf Senioren
Schon nach den ersten Seiten war ich von Carol angetan, die mich an Dexter erinnerte. Entsprechend gut bin ich in die Geschichte eingetaucht und fand sie äußerst spannend. Alle Charaktere waren mir sofort sympathisch, auch wenn ich mir für einige eine detailliertere Beschreibung gewünscht hätte. Der Schauplatz war hervorragend gewählt und anfangs hatte ich keine Ahnung, wohin die Reise gehen würde.
Besonders gut haben mir die trockenen und witzigen Floskeln und Vergleiche gefallen, die immer wieder auftauchten und mich oft zum Lachen brachten – eben dieser typisch englische schwarze Humor.
Auch die Handlung selbst hatte ihren Reiz und hat mich das ganze Buch über bestens unterhalten. Es gab zahlreiche Verdächtige und jeder hätte es sein können. Die Ermittlungen waren sehr witzig und hatten ihren Reiz, sodass ich der Geschichte gut folgen und miträtseln konnte. Auch wenn ich bei der Auflösung manches erahnen konnte, waren einige Wendungen und Auflösungen sehr überraschend. Ebenso unerwartet kam das Ende, das einen sentimentalen Charakter hatte.
Für mich ein absoluter Glücksgriff im Cosy-Crime-Genre, den ich jedem Fan des Genres empfehlen würde, der englischen Humor und ungewöhnliche Charaktere schätzt.
Bewertung
5/5
20.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Urkomisch und fesselnd
Mir wurde der Roman empfohlen und er hat meine Erwartungen definitiv erfüllt. Der Schreibstil war unglaublich humorvoll, ich habe so viel gelacht. Die Figuren haben allesamt durch ihre Skurillität, ihre Eigenarten und Kanten überzeugt. Carol war eine wundervolle Protagonistin, dunkler als morally grey, aber sie hatte ihre Argumente haha. Ihre Entwicklung war so herzergreifend, ganz besonders das, was sie am Ende für Catherine tut. Hier hätte ich mir noch einen Happy End Epilog gewünscht.
Der Krimi Fall selbst war aber auch wirklich spannend. Ohne zu spoilern, kann ich sagen, dass ich mit der Auflösung nicht gerechnet habe, weil sie derart breit gefächert war. Das Miträtseln hat Spaß gemacht, ebenso die Gedankengänge der Rentner:innen. Eine unverwechselbare Gruppe.
Das Buch hat mich gefesselt, überrascht und durch seinen schwarzen Humor überzeugt. Leseempfehlung!
Bewertung
aus Brunn am Gebirge
5/5
17.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Junggebliebene Senioren, Mord und viel Humor
Klappentext: "Als sie ins Seniorenheim Sheldon Oaks einzieht, ist Carol selig: endlich ihre eigenen vier Wände. Endlich Freiheit. Denn die letzten 35 Jahre hat sie im Gefängnis verbracht. Wegen siebenfachen Mordes. Carol ist Serienmörderin. Na ja, war Serienmörderin. Jetzt ist sie im Ruhestand. Und froh, in Sheldon Oaks etwas für sie gänzlich Neues zu finden: Freundschaft. Bis genau vor Carols schönem neuen Balkon jemand ermordet wird. Dummerweise wimmelt es in ihrem neuen Freundeskreis nur so von ehemaligen Ermittlern, die sich flugs an die Arbeit machen. Denn wer wird als Erstes verdächtigt? Carol natürlich. Wenn sie ihre neu gefundene Freiheit und ihre Freunde behalten will, muss sie ihre Unschuld beweisen. Und zwar schnell."
Alleine wegen dem Namen und wunderschönem Cover würde mich das Buch jederzeit und überall ansprechen. Spätestens nach dem Durchlesen von Klappentext würde ich mir dieses Buch kaufen.
Sprachlich einfach, jedoch mit viel englischem Humor geschrieben. Es lässt sich leicht und schnell lesen, der Leser springt ganz in die Geschichte hinein. Kapiteln sind gut unterteilt und schließen den Leseabschnitt voll ab.
Die Hauptprotagonistin Carol ist eine wundervoll einfache, nicht mehr Serienmörderin. Sie will endlich akzeptiert werden, was natürlich nicht leicht ist in einem Haus voller ehemaliger Polizisten und Politiker. Sie brutal ehrlich, freundlich und manchmal morbide neckisch.
Zu ihren neuen Freunden zählen drei relativ Junggebliebene und gelangweilte Senioren, die auch ihre wundervolle Eigenheit haben.
Die Geschichte selbst ist wirklich zum Teil sehr spannend und nicht so leicht durchschaubar. Der fabelhafte trockene Humor lässt die Charaktere in einem hellen Glanz erstrahlen und macht sie sehr lebhaft.
Die Beschreibungen der jeweiligen Örtlichkeiten war nicht übertrieben, genau so viel wie es notwendig war um sich diese genau vorstellen zu können.
Dieses Buch ist nicht nur ein Krimi, auch nicht nur ein lustiges Buch. Es ist ein Buch über Vorurteile, Sehnsüchte, Liebe und Freundschaft. Es vereint alles, was Menschen ausmacht und wonach sie sich sehnen.
Ich würde es jedem empfehlen, der auf englischen Humor steht, bisschen Spannung und Rätselraten sowie viel Gefühl und Menschlichkeit.
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