"Ich verdrehe dir den Kopf, raube deinen Verstand – und wenn du nicht aufpasst, hole ich mir auch noch dein Herz."
Als ihre Schwester verschwindet, setzt Alice alles daran, sie zu finden – auch wenn das bedeutet, einem weißen Kaninchen hinterher zu jagen und ins Wunderland zu stolpern.
Vom grinsenden Märzhasen bis zur rätselhaften Raupe, die von ihr fordert, den richtigen Weg zu finden, obwohl Alice immer wieder im Kreis läuft, sind dort jedoch alle dem Wahnsinn verfallen.
Der einzige Lichtblick ist der Hutmacher, der Alice nicht nur bei der Suche nach ihrer Schwester hilft, sondern auch Gefühle in ihr weckt, die sie nie zuvor gekannt hat. Aber kann sie ihrem Herzen trauen, wenn zweifellos alle den Hutmacher für den Verrücktesten halten – und ausgerechnet er der Letzte war, mit dem ihre Schwester gesehen wurde?
Der düstere Einzelband aus der Feder von Liz Rosen. Verrückt, blutig und märchenhaft. Mit expliziten Szenen, bei denen du nicht nur den Kopf verlierst.
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Ein dunkler Fiebertraum voller Chaos, Schmerz und Sehnsucht
CleoBe aus Berlin am 16.05.2026
Bewertungsnummer: 3140401
Bewertet: Hörbuch-Download
Zwischen Wahnsinn, Blut und einem Herzen, das sich trotzdem verliebt – Manche Geschichten fühlen sich an wie ein Traum. Andere wie ein Albtraum. Und dann gibt es Geschichten wie „Bloody Cruel Wonderland“ von Liz Rosen, die dich irgendwo dazwischen verlieren. Zwischen Wahnsinn und Wahrheit. Zwischen Blut und Sehnsucht. Zwischen verstörender Dunkelheit und Momenten, die plötzlich erschreckend weich werden. Dieses Hörbuch hat mich nicht sanft an die Hand genommen. Es hat mich mitten hinein gestoßen in ein Wunderland, das nichts Märchenhaftes mehr an sich trägt. Ein Wunderland voller kaputter Gedanken, verstörender Begegnungen und Figuren, bei denen man nie weiß, ob sie einen retten oder endgültig zerstören wollen. Und genau das hat diese Geschichte für mich so intensiv gemacht. Denn hinter all dem Wahnsinn steckt etwas, das mich am Ende viel stärker getroffen hat, als ich erwartet hätte. Eine Geschichte über Verlust. Über Erinnerungen. Über Liebe. Und über Menschen, die sich in einer Welt verlieren, die längst aufgehört hat logisch zu sein. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, dann komm doch mit ins Wunderland. Auf geht’s…
Ein Wunderland, das dich verschlingt – Alice sucht ihre verschwundene Schwester Ally und folgt dafür einem weißen Kaninchen direkt hinein in ein Wunderland, das düsterer kaum sein könnte. Dort begegnet sie bekannten Figuren aus „Alice im Wunderland“, doch nichts fühlt sich vertraut oder kindlich an. Der grinsende Märzhase wirkt verstörend. Die Raupe rätselhaft und beinahe bedrohlich. Alles scheint verdreht zu sein. Verrückt. Zerbrochen. Und genau dadurch entsteht eine Atmosphäre, die mich irgendwann vollkommen eingesogen hat. Anfangs hatte ich tatsächlich leichte Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Nicht, weil sie schlecht geschrieben wäre, ganz im Gegenteil.
Sondern weil dieses Wunderland bewusst chaotisch wirkt. Orientierungslos. Abstrakt. Man stolpert gemeinsam mit Alice durch diese Welt und versteht lange selbst nicht, was eigentlich Realität ist und was nicht. Aber genau das ist vermutlich die größte Stärke dieser Geschichte. Denn je weiter man hört, desto mehr beginnt alles Sinn zu ergeben. Kleine Erinnerungsfetzen tauchen auf. Gefühle verändern sich. Szenen bekommen plötzlich eine vollkommen andere Bedeutung. Und irgendwann sitzt man da und merkt, dass man emotional längst viel tiefer in dieser Geschichte steckt, als man ursprünglich wollte.
Zwischen Angst, Wahnsinn und einer gefährlichen Nähe – Besonders die Dynamik zwischen Alice und Tarrant hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Tarrant ist nicht einfach nur der „verrückte Hutmacher“. Er ist unberechenbar. Düster. Teilweise erschreckend intensiv. Und gleichzeitig besitzt er etwas, das man kaum erklären kann. Etwas, das einen trotz aller Warnsignale immer wieder zu ihm hinzieht. Es gab Momente, in denen ich ihn wirklich verflucht habe. Momente, in denen ich Alice am liebsten angeschrien hätte, ihm nicht zu vertrauen.
Und dann gab es wieder Szenen, in denen zwischen all dem Wahnsinn plötzlich diese leisen emotionalen Augenblicke entstanden sind, die mich komplett erwischt haben. Gerade weil man Tarrant nie ganz greifen kann, funktioniert diese Spannung zwischen den beiden so unglaublich gut. Nichts daran fühlt sich leicht an. Nichts sicher. Und genau deshalb wirken ihre Gefühle so intensiv.
Liz Rosen erschafft Bilder, die sich im Kopf festsetzen -Was Liz Rosen für mich besonders gut kann, ist Atmosphäre erschaffen. Und genau das hat sie hier wieder bewiesen. Dieses Wunderland lebt von Bildern. Von Farben. Von Dunkelheit. Von grotesken Momenten und wunderschönen Szenen mitten im Chaos. Während des Hörens hatte ich immer wieder das Gefühl, alles direkt vor mir zu sehen. Die verdrehten Wege. Die verstörenden Begegnungen. Die schrägen Figuren. Die gefährliche Schönheit dieser Welt.
Liz Rosen schreibt unglaublich bildhaft und gleichzeitig sehr flüssig, wodurch man trotz der komplexen und teilweise verwirrenden Handlung immer weiter hören möchte. Und obwohl die Geschichte stellenweise brutal, düster und explizit wird, verliert sie nie ihre emotionale Ebene. Hinter all der Härte steckt immer etwas Zerbrechliches. Etwas Menschliches.
Stimmen, die diese Geschichte fühlbar machen – Gerade bei einem Hörbuch wie diesem tragen die Sprecher unglaublich viel zur Atmosphäre bei und hier hat das für mich wirklich perfekt funktioniert. Valentina Raven hat mir als Alice unglaublich gut gefallen. Ihre Stimme transportiert diese Mischung aus Verlorenheit, Angst, Verletzlichkeit und innerer Stärke so greifbar, dass ich Alice emotional sehr nah war. Besonders die emotionaleren Szenen haben durch ihre Art zu sprechen eine enorme Intensität bekommen. Man spürt Unsicherheit. Schmerz. Hoffnung. Und genau dadurch wirkt Alice nie künstlich oder überzogen.
Auch Elliot Green als Tarrant war für mich passend besetzt. Seine Stimme besitzt diese dunkle, leicht wahnsinnige Atmosphäre, die der Hutmacher gebraucht hat. Mal gefährlich. Mal ruhig. Mal beinahe verführerisch. Und genau dieses Wechselspiel macht seine Szenen so spannend. Dadurch wirkte Tarrant gleichzeitig gefährlich, faszinierend und stellenweise fast schon erschreckend ruhig. Gemeinsam schaffen beide Sprecher eine Stimmung, die dieses Hörbuch noch intensiver macht, als es ohnehin schon ist.
Eine Geschichte, die mich emotional überrascht hat – Was ich an „Bloody Cruel Wonderland“ besonders mochte, war die Tatsache, dass die Geschichte emotional irgendwann eine vollkommen andere Richtung einschlägt, als ich erwartet hatte. Anfangs dachte ich noch, ich würde hier hauptsächlich eine düstere, verrückte Dark-Fantasy-Geschichte bekommen. Mit Blut, Wahnsinn und toxischer Anziehung. Und ja, all das ist auch da. Aber irgendwann entsteht plötzlich etwas viel Tieferes. Eine Geschichte über Verlust. Über Schuld. Über Erinnerungen, die weh tun. Und über Menschen, die sich verzweifelt aneinander festhalten, obwohl um sie herum längst alles auseinanderfällt. Gerade die letzten Kapitel haben mich emotional wirklich überrascht. Diese Geschichte wurde am Ende so viel trauriger, intensiver und ehrlicher, als ich gedacht hätte. Und ja… ich habe geheult. Wirklich. Weil mich manche Wahrheiten dieser Geschichte völlig unvorbereitet getroffen haben.
FAZIT: Wenn Wahnsinn plötzlich Gefühle bekommt – Dieses Hörbuch (und ja, es gibt auch ein Print) hat mich von der ersten Minute überzeugt und bekommt eine absolute Hör- und Leseempfehlung. „Bloody Cruel Wonderland“ von Liz Rosen ist kein Hörbuch, das man einfach nur nebenbei hört. Es ist düster. Teilweise verstörend. Brutal. Chaotisch. Und manchmal so wahnsinnig, dass man selbst nicht mehr weiß, was eigentlich noch real ist. Aber genau darin liegt seine Stärke. Dieses Wunderland will nicht schön sein. Es will dich verwirren. Es will dich verlieren lassen. Und gleichzeitig schafft es die Geschichte immer wieder, mitten zwischen Blut, Wahnsinn und Dunkelheit echte Emotionen entstehen zu lassen.
Besonders die Atmosphäre, das bildhafte Worldbuilding und die emotionale Entwicklung der Handlung haben mich komplett abgeholt. Auch wenn ich etwas gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden, wurde ich am Ende mit einem emotionalen Finale belohnt, das mich wirklich getroffen hat. Dazu kommen zwei Sprecher, die diese Geschichte nicht einfach nur lesen, sondern sie fühlbar machen. Valentina Raven bringt Alice unglaublich nah an den Hörer heran, während Elliot Green genau die richtige Mischung aus Wahnsinn und dunkler Anziehung in Tarrant legt. Für mich war „Bloody Cruel Wonderland“ deshalb viel mehr als nur eine düstere Märchenadaption. Es war eine Reise durch Schmerz, Erinnerungen und Gefühle, die sich langsam ihren Weg mitten ins Herz gesucht haben.
Tolle Story und ein schönes Hörbuch
An.Nie.04 aus Ruhrgebiet am 15.05.2026
Bewertungsnummer: 3138648
Bewertet: Hörbuch-Download
Das ist mal eine Version von Alice im Wunderland die es in sich hat.
Ich bin Fan von diesem Märchen, habe gerne auch die Horrorversion auf dem PC gezockt und den Film zich mal geschaut.
Aber was Liz Rosen hier geschrieben hat, ist nochmal was ganz anderes.
Klar es ist im groben eine Nacherzählung und die Hauptcharaktere kommen alle auch hier vor, allerdings alle eben etwas anders.
Und die Botschaft welche man zwischen den Zeilen liest ist tiefgründig und düster.
Psychische Erkrankungen, Gewalt an Frauen und wie sich ein Mensch dadurch kämpft.
Richtig gut sowas von intensiv.
Die Sprecher passen super in ihre Rollen, die Stimme von Elliot Green ist so absolut stimmig für den verrücktern Hutmacher. Valentina Raven als Alice macht auch einen super Job, ich lieb ihre Stimme einfach.
Schön wäre wenn die männlichen und weiblichen Parts alle auch aufgeteilt wären. In den Kapiteln kommen ja auch immer wieder die anderen Figuren vor, wo dann der Sprecher halt Alice und die Sprecherin dann auch den Hutmacher spricht. Ich persönlich fände es flüssiger wenn dies auch aufgeteilt wäre, aber vermutlich wäre dies im Schnitt mega aufwändig.
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