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Der gute Mensch von Sandvika Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9622

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/2,3 cm

Gewicht

259 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Det gode mennesket i Sandvika

Übersetzt von

Gabriele Haefs

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397772-1

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9622

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/2,3 cm

Gewicht

259 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Det gode mennesket i Sandvika

Übersetzt von

Gabriele Haefs

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397772-1

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Eva

    5/5

    27.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Menschsein in unmöglichen Zeiten

    Vigdis Hjorth schreibt mit so unmittelbarer psychologischer Tiefe, dass sich die Nervenende nach der Lektüre immer ein bißchen roher anfühlen. Unbequem ist das, was sie ans Licht befördert, verstörend eindringlich. Ihr karger Ton hat Methode, sie verdichtet, wiederholt, setzt klug platzierte, minimale Twists in die Erzählung. Die Welt erscheint hinterher ein bißchen klarer, wenn auch nicht unbedingt heller. In ihrer psychologischen Klarheit kommt sie dem elementar Menschlichen auf den Grund, hebt es ans Licht und setzt es unseren Blicken aus. In einer alten Kneipe in Sandvika, einem unansehnlichen Vorort von Oslo, treffen sich die junge Frau, die jeden Samstag Lotto spielt, ein älteres Ehepaar, Hicke-Per, der streitsuchende Schnurrbart-Mann, der Weinende und die Schriftstellerin, die beobachtet. Sie schreibt dort gut. Vor der Auszahlung der Sozialhilfe ist es leer in der Kneipe, das Geld ist begrenzt, alle trinken alleine aber in Gesellschaft. Als die junge Frau im Lotto gewinnt, bricht das Unglück durch die schlierigen Fenster. Die Schriftstellerin beobachtet, hält die anderen auf Distanz, hört zu, schreibt mit viel Empathie über die Gestrandeten und sich selbst unter ihnen. Die klaren Koordinaten der Kneipe stecken die Spielräume ab, die Herrschaftsbereiche über Nähe und Distanz sind klar definiert. Tische sind Hoheitsbereiche, macht die ansonsten unsichtbaren Trennlinien der Gesellschaft sichtbar. Vigdis Hjorth ist eine fabelhafte Erzählerin. In kargem Ton schreibt sie über ein Dilemma der menschlichen Existenz und nutzt einmal mehr das Stilmittel der prägnanten Satzwiederholung. Sie öffnet einen tiefen Blick ins Bewusstsein der Figuren, changiert zwischen Beobachtung und subjektiver Empfindung Unbarmherzig beleuchtet Vigdis Hjorth die persönlichen Glaubenssätze, die der Anteilnahme im Weg stehen, wirft einen ironischen Blick auf die moderne Klassengesellschaft, erzählt von der Tragik des Menschseins und den Fluchtmöglichkeiten aus der Tristesse. Über allem erhebt sich die Frage, wer es sich in unserer Gesellschaft leisten kann, ein guter Mensch zu sein. Das ist ganz ganz groß. Ich bleibe Fan.

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