Ein berührender Roman über Liebe, Lebensentwürfe und die flauschigste Stelle zwischen zwei Kaninchenohren.
Leo ist stolz auf ihre Scheidung. Jetzt hat sie Lust auf etwas Leichtes. Bei ihrer Suche begegnet sie verschiedensten Männern und einer ungewöhnlichen Freundin. Leos Herz erobert allerdings erst mal nur Frederic, ein deutscher Riesenschecke.
Eine Geschichte über das, was nach der Trennung kommt, und den Mut zur Freiheit.
"Zauberhaft!" Mareike Fallwickl
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Reader1965
aus Hamburg
5/5
27.08.2026
eBook (ePUB 3)
Wunderbar & besonders
Die Romane von Eva Lohmann gefallen mir und auch ihr neuer Roman "Etwas Leichtes" ist grossartig. Sie findet die richtigen Worte & den passenden Ton zu aktuellen Themen, in denen Frauen die Hauptrolle spielen: leicht lesbar & tiefsinnig, knapp & prägnant und klug & gut beobachtet. Dieses Mal geht es um Trennung, Neuanfänge, Kinderlosigkeit & Unabhängigkeit.
Eva Lohmann fängt Lebensgefühle gut ein und schafft sympathische & authentische Charaktere. Und eine schöne Idee ist es, unterschiedliche Menschen in kurzen Absätzen zu Wort kommen zu lassen & so andere Blickwinkel zu eröffnen.
Eva Lohmann erzählt aus dem Leben - und das ganz wunderbar & mal ganz anders.
Hoelzchen
aus Bad Oldesloe
5/5
14.08.2026
eBook (ePUB 3)
Leo geht ihren Weg
Schon das Buchcover von „Etwas Leichtes“ ist ein wahrer Hingucker. Ein Hase spielt im Leben der Protagonistin Leo eine große Rolle. Der Roman beginnt mit Leos Scheidung. Grund der Trennung war nicht ursächlich die fehlende Liebe, sondern Leos Bekenntnis nicht Mutter werden zu wollen. Ihr Mann hingegen sieht sich in der Vaterrolle und so kam das eine zum anderen, er suchte sich eine neue Partnerin, die auch prompt schwanger wurde. Leo steht nach wie vor zu ihrer Entscheidung und genießt das Alleinsein. Wenn sie ehrlich mit sich ist, fehlt es ihr an nichts. Für den fehlenden Sex hat sie eine Regelung gefunden. Alles könnte so entspannt sein, doch ihre Umwelt reagiert befremdlich auf ihren Lebensentwurf. Ein neuer Mann muss her, ihre Eltern wollen sie gut versorgt wissen und ihre beste Freundin überredet sie auf Dating Apps den passenden Partner zu finden. Also versucht Leo hier ihr Glück, obwohl sie nicht überzeugt ist und trifft einige Männer. Als eine Bekanntschaft enger wird, bekommt sie kalte Füße. Lediglich Frederic, ein Hase, der im Tierheim, in dem sie arbeitet, abgegeben wurde erweicht ihr Herz und gibt ihr die Nähe, nach der sie sich sehnt. Als sie dann auch noch eine ältere Frau mit viel Lebenserfahrung trifft, wird Leo klar, wie sie eigentlich leben möchte. Der neue Roman von Eva Lohmann zeigt uns, dass Glück für jeden von uns etwas anderes bedeutet und die Lebensentwürfe unterschiedlich sind. Dies gilt zu akzeptieren, denn wer entscheidet was gut und schlecht ist? Mit Leo hat die Autorin eine sympathische Figur geschaffen, die man sofort mag. Ein flüssiger, moderner Schreibstil und kurze Kapitel lassen uns schnell durch die 240 Romanseiten fliegen. Besonders gut gefallen haben mir am Ende der Kapitel die Gedankenwelt der anderen Figuren, so erhalten wir nochmal einen ganzen anderen Blick auf das Gelesene und bringen Verständnis für die anderen Seiten auf. Ich hatte eine amüsante Lesezeit und nehme die Botschaft wahr: Finger weg vom Missionieren, jede/jeder lebt sein Leben so wie sie/er es möchte. Ob mit oder ohne Kinder und ob mit oder ohne Partner oder Partnerin. Sehr gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus.
Hornita
aus Augsburg
5/5
29.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Treffend beobachtet und analysiert
Dieser Roman hat mir ab der ersten Seite sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und auf den Punkt. Ich fand die Beobachtungsgabe und Analysefähigkeit der Autorin bemerkenswert. Sie hat Beschreibungen für viele Dinge gefunden, die ich diffus schon gefühlt und erlebt habe, aber nicht so gekonnt in Worte fassen könnte. Die Charaktere fand ich sehr gut getroffen und die verschiedenen weiblichen Lebensentwürfe sehr glaubhaft geschildert. Die genannten Erwartungen an Rollenbilder, insbesondere Frauen, sind auch mir gut bekannt und werden realistisch umgesetzt. Es gelingt Eva Lohmann, das alles in einen schönen, leichten Roman zu bringen, der mich sehr gut unterhalten hat. Die Entwicklung der Hauptfigur Leo und ihre Begegnungen mit Männern fand ich sehr erfrischend und die Liebe zum Riesenkaninchen Frederic ist eine sehr nette Parallelhandlung. Die Geschichten aus dem Tierheim haben mir auch gut gefallen und sind ein überraschend guter Rahmen für Leos neuen Lebensentwurf nach der Scheidung.
Bewertung
5/5
29.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Berührend
Leo ist glücklich geschieden und genießt ihre eigene Wohnung und die Vorzüge des Alleinseins. Männer möchte sie trotzdem kennenlernen, am besten im Internet. Sie hat sich für ein Leben ohne Kinder entschieden. Ihre Eltern haben kein Verständnis dafür. Da kümmert sie sich lieber um die Tiere im Tierheim. Und eigentlich wünscht sie sich viel mehr Leichtigkeit in ihrem Leben. Warum eine Familie gründen, wenn man dann noch einsamer ist als allein? So wie ihre Eltern möchte sie nicht werden. Aber wie soll das gehen? Ein erfülltes Leben ohne Kinder und Mann. Geht das, wenn die meisten Menschen doch gerade nach diesem Leben streben?
Eva Lohmann hat es wieder geschafft. Sie stellt dem Leser kluge Fragen, bringt ihn zum nachdenken. Leichtigkeit wünscht sich doch fast jeder. Aber wer schafft das schon richtig gut? Ja, jeder soll so leben wie er mag aber verurteilt wird man trotzdem. Leo weiß eigentlich was sie will. Lässt sich aber dazu verleiten zu daten und einen neuen Mann fürs Leben zu finden. Im Internet gibt es davon genug. Jeder Mann könnte ein neues Leben sein. Leo ist eigenwillig, bleibt sich treu und hinterfragt. Besonders charmant sind die Nebenfiguren. Am Ende jedes Kapitels gibt es noch einen kurzen Absatz aus Sicht eines anderen Charakters. Heide und Kaninchen Frederic tragen maßgeblich zur Entscheidungsfindung bei und dann…Ja, dann fühlt sich alles plötzlich ganz leicht an. Wie viel Nähe braucht ein Mensch? Muss man unbedingt einen Partner und Kinder haben, um ein ausgefülltes Leben zu führen? Diese Fragen werden hier nicht beantwortet aber Lohmann lädt den Leser sein, sich genau damit zu beschäftigen. Sich zu hinterfragen, wie man leben möchte.
Ein warmherziger Roman über Selbstbestimmung, Freiheit und Familie. Ein Appell an den Leser mutig zu sein, zu hinterfragen und zu akzeptieren. Und auch das gehört zur Wahrheit dazu. Jeder Mensch ist anders und Toleranz ist keine Einbahnstraße. Eine große Empfehlung.
Bianka
Thalia Book Circle Community
5/5
28.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leichtfüßig, witzig und gleichzeitig erstaunlich tiefgründig
Leo ist 42, frisch geschieden und genießt zunächst vor allem eines: ihre neu gewonnene Freiheit. Sie möchte nach dem Ende ihrer Ehe etwas Leichtes, keine neue große Beziehung, keine komplizierten Zukunftspläne und schon gar nicht wieder das Gefühl, den Erwartungen anderer entsprechen zu müssen.
Mit Adam, dem Gemüsehändler von nebenan, scheint sie genau das gefunden zu haben. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche, aber unkomplizierte Affäre. Doch so einfach, wie Leo sich ihr neues Leben vorgestellt hat, bleibt es natürlich nicht. Ihre Freundin Caro bringt sie auf Dating-Apps und damit zu ganz unterschiedlichen Männern und Begegnungen. Gleichzeitig wird Leo immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie ein Leben als Frau eigentlich aussehen „sollte“.
Besonders spannend fand ich dabei die Kinderfrage. Leo wollte nie Kinder, während sich Jakobs, ihres Ex-Mannes Wunsch danach verändert hat. Inzwischen erwartet er mit seiner neuen Partnerin ein Kind. Und so muss Leo sich nicht nur mit der Trennung auseinandersetzen, sondern auch mit der Frage, ob ihr eigener Lebensentwurf wirklich genauso richtig sein kann, wenn er so völlig anders aussieht als der der Menschen um sie herum.
Und dann kommt Frederic ins Spiel, ein deutscher Riesenschecke, der eher ungeplant Teil von Leos neuem Leben wird. Ausgerechnet dieses ungewöhnliche Kaninchen entwickelt sich zu einer ganz besonderen Konstante und gibt der Geschichte noch einmal eine völlig andere, unerwartet charmante Seite.
Was mir an diesem Roman besonders gefallen hat, ist die Leichtigkeit, mit der Eva Lohmann schwierige Themen erzählt. Es geht um Scheidung, Dating, Kinderlosigkeit, Erwartungen, Nähe und die Frage, wie viel Freiheit man tatsächlich braucht und gleichzeitig darum, dass Freiheit eben nicht automatisch bedeutet, dass man keine Bedürfnisse nach Nähe und Verbundenheit hat.
Leo ist dabei wunderbar menschlich. Sie weiß nicht immer genau, was sie will, trifft Entscheidungen, die vielleicht nicht besonders vernünftig sind, und muss sich selbst immer wieder neu sortieren. Gerade dadurch wirkt sie für mich glaubwürdig und nahbar.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls ausgesprochen gut gefallen. Unkompliziert, direkt, humorvoll und wunderbar leicht zu lesen, ohne dass die Geschichte dadurch oberflächlich wird. Im Gegenteil: Unter der Leichtigkeit steckt erstaunlich viel Nachdenkliches. Immer wieder gab es Stellen, bei denen ich schmunzeln musste, während mir gleichzeitig ein Gedanke im Kopf hängen blieb.
Und genau das ist für mich die große Stärke von Etwas Leichtes, das Buch fühlt sich leicht an, obwohl es um ziemlich große Fragen geht. Es macht Spaß, Leo auf ihrem Weg zu begleiten, und gleichzeitig regt es dazu an, über die eigenen Vorstellungen von Glück, Beziehung und einem „richtigen“ Leben nachzudenken.
Für mich eine wunderbar unterhaltsame, warmherzige und kluge Geschichte über einen Neuanfang und darüber, den Mut zu haben, das eigene Leben so zu gestalten, wie es sich für einen selbst richtig anfühlt.
Ein Buch, das seinem Titel alle Ehre macht und dabei trotzdem einiges zu sagen hat.
5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
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