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Fulvia Die Frau, die im alten Rom alle Regeln brach | Historische Richtigstellung eines über Jahrtausende verzerrten Bildes über eine der mächtigsten Römerinnen im 1. Jahrhundert v. Chr.

3

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.07.2026

Abbildungen

34, Mit farbigem Bildteil und Schwarz-Weiß-Abbildungen im Text

Verlag

Piper

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

475 g

Farbe

Anthrazit / Karamell

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Fulvia. The Woman Who Broke all the Rules in Ancient Rome

Übersetzt von

Claudia Kotte

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07446-9

Beschreibung

Rezension

»natürlich ist Fulvias Resilienz und Widerborstigkeit auch der Grund dafür, warum sich noch 2000 Jahre später die Lektüre von Draycotts Buch lohnt.« ("Deutschlandfunk Kultur - Studio 9")
»In Draycotts Recherche entsteht das Porträt einer außergewöhnlichen Frau – und zugleich das Panorama einer von Gewalt und sozialen Konflikten geprägten Zeit.« ("(CH) Neue Zürcher Zeitung")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.07.2026

Abbildungen

34, Mit farbigem Bildteil und Schwarz-Weiß-Abbildungen im Text

Verlag

Piper

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

475 g

Farbe

Anthrazit / Karamell

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Fulvia. The Woman Who Broke all the Rules in Ancient Rome

Übersetzt von

Claudia Kotte

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07446-9

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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  • PMelittaM

    aus Köln

    5/5

    26.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine interessante Frau aus dem antiken Rom

    Fulvia ist eine zu Unrecht wenig bekannte beziehungsweise nahezu vergessene Frau aus dem antiken Rom. Sie war eine Zeitgenossin Gaius Julius Caesars, in dritter Ehe mit Marcus Antonius verheiratet und hatte nicht wenig Einfluss auf die Weltgeschichte, sie mischte sich ein, hatte eine eigene Meinung und Agenda und das war nicht allen Römern recht. Nicht nur Cicero verunglimpfte sie in seinen Schriften. Mir ist Fulvia in letzter Zeit mehrmals zumindest namentlich in Romanen begegnet, und so habe ich sofort zugegriffen, als ich diese Biografie sah, in bin sehr froh, dass ich das tat, denn hier begegnete ich einer etwas anderen Fulvia als bisher, nämlich einer Frau, die ich mögen könnte, die ich vielleicht gerne kennengelernt hätte. Nicht jede ihrer Handlungen kann ich gutheißen, man muss sie aber immer im Kontext ihrer Zeit und ihrem Umfeld sehen. Leider gibt es wenige schriftliche Zeugnisse über Fulvia, und viele davon sind, wie die Ciceros, wenig schmeichelhaft, aber Cicero war auch befangen, selbst ein Zeitgenosse Fulvias, und stand mit ihr nicht gerade auf gutem Fuß. Interessant in diesem Zusammenhang ist das Cover, das einen Ausschnitt aus einem Gemälde von Pawel Swedomski zeigt, in dem Fulvia mit triumphierendem Gesichtsausdruck Ciceros abgetrennten Kopf mit Haarnadeln traktiert, etwas, was ihr offenbar tatsächlich nachgesagt wurde. Die Autorin hat daher auch Zeugnisse über andere Frauen herangezogen, die in einer ähnlichen Situation waren wie Fulvia, sie schreibt auch darüber, wie Frauen aus den gehobenen Kreisen generell im damaligen Rom lebten. Ich finde das nachvollziehbar, und so konnte ich mir auch ein allgemeines Bild des damaligen Lebens machen. Man erfährt natürlich auch den geschichtlichen Hintergrund, vor dem sich Fulvias Leben abspielte, in dem ihre Familie nicht nur ihren Platz hatte, sondern auch mitmischte. So waren zum Beispiel alle ihre Ehemänner Volkstribune. Jane Draycott macht nach Fulvias Tod nicht Halt, wir erfahren auch, wie es mit ihrer Familie, aber auch mit Rom, danach weiterging, sie spekuliert sogar ein bisschen, wie es hätte sein können, hätte Fulvia länger gelebt. Es gibt einen umfangreichen Bonusteil, zunächst eine Vorbemerkung zu römischen Namen, die man nicht überblättern sollte, und einen Stammbaum, im Text finden sich unzählige Fußnoten, die die gute Recherche belegen, außerdem gibt es Karten, eine Zeittafel, ein Stichwortverzeichnis, Bilder, Quellen und eine Bibliographie. Mir hat dieser Ausflug ins antike Rom und in Fulvias Leben sehr gut gefallen, mir wurde das Leben römischer Frauen der gehobenen Gesellschaft jener Zeit nahe gebracht, ich habe das eine oder andere dazugelernt und am Ende große Lust, noch ein bisschen im antiken Rom zu bleiben, so dass ich zeitnah andere Werke lesen möchte, die sich mit jener Zeit beschäftigen, egal ob Roman oder Sachbuch. Dieses Sachbuch jedenfalls kann ich unbedingt weiterempfehlen.

  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    03.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aus wenig Fakten viel gemacht

    Mir hat sehr gut gefallen, wie die Autorin aus wenigen historischen Fakten ein umfassendes Bild von Fulvia und ihren Lebensumständen gemacht hat. Anhand allgemeiner Informationen über das Leben von Frauen zur damaligen Zeit wird das Leben von Fulvia in bestimmten Situationen rekonstruiert hat. Auf diese Weise wird Fulvias Lebensgeschichte individuell geschildert, aber Leerstellen durch allgemeine Informationen gefüllt. Die Autorin geht sehr transparent mit den vorhandenen Quellen um und erklärt ihre Schlussfolgerungen auf der Basis des vorhandenen Wissensstands. Die Struktur im Buch ist gelungen und durch die großen sozialen Kreise um Fulvias Familie und die ihrer Ehemänner bekommt man ein sehr gutes Bild von der Römischen Gesellschaft im 1. Jahrhundert vor Christus. Interessant fand ich auch, dass über Fulvias Tod hinaus auch die Lebenswege ihrer Kinder geschildert wurden. Sehr gut haben mir die Erklärungen zur Römischen Namensstruktur gefallen, da sie hilfreich waren, um die vielen ähnlich klingenden Namen auseinander zu halten. Durch die ausführlichen Zugaben wie einem Stammbaum, verschiedene Bilder und Karten kann man auch visuell in die Zeit eintauchen. Eine Zeittafel, die Bewertung antiker Quellen und ein ausführliches Quellenverzeichnis runden das Buch ab. Besser kann man es nicht machen.

  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    30.08.2026

    eBook (ePUB)

    Fulvia - eine ungewöhnliche Frau

    Jane Draycott, die britische Historikerin und Archäologin nimmt sich in dieser Biografie einer Frau an, die zu Lebzeiten gehasst und verunglimpft worden ist, weil sie so gar nicht dem Abbild der Frau in der römischen Antike entsprochen hat: Fulvia, Tochter des Marcus Fulvius Bambalio und seiner Frau Sempronia, Tochter des Sempronius Tuditanus. Ihre exakten Lebensdaten sind nicht gesichert. Geboren um 84–73 v. Chr. und gestorben Mitte 40 v. Chr. ist sie unter anderem eine Zeitgenossin von Gaius Iulius Caesar, verheiratet mit Publius Clodius Pulcher, Gaius Scribonius Curio und in dritter Ehe mit Marcus Antonius. Fulvia ist eine der wenigen Frauen, die politischen Einfluss offen geltend gemacht hat. Sie ist schon in der Antike bekannt, wird in Briefen und Schriften genannt. Allerdings als abschreckendes Beispiel, wie eine tugendhafte römische Ehefrau NICHT zu sein hatte. Vor allem Marcus Tullius Cicero (106 v. Chr. - 43 v. Chr.) sticht mit seinen wüsten Schmähschriften gegen Fulvia und ihre drei Ehemänner besonders heraus. Dass Cicero nach dem Mord an Gaius Iulius Caesar den Proskriptionen zum Opfer gefallen ist, kommt nicht von ungefähr. Fulvias Mitwirkung bei der Erstellung der Proskriptionslisten ist durchaus möglich, hat sie doch erheblichen Einfluss auf ihren dritten Mann Marcus Antonius. Dass sie allerdings. wie auf dem Bild dargestellt, das das Cover ziert, Ciceros Zunge mit Haarnadeln durchbohrt hat, gehört zur Legende wie vieles andere auch. Das Bild stammt von Pawel Svedomwsky (1849-1904), der es 1898 gemalt hat. Meine Meinung: Fulvia ist mir unlängst bei einer Dokumentation über Octavian, also Kaiser Augustus, der als „Friedenskaiser“ gilt, obwohl sein Weg dorthin mit zahlreichen Kriegen innerhalb und außerhalb Roms gepflastert ist, untergekommen. Fulvias Name fällt in historischen Roman häufig, sobald man eine Hassfigur braucht. Es ist erstaunlich, wie es der Autorin gelungen ist, aus den sehr einseitigen antiken Quellen dieses fesselnde Porträt von Fulvia zu gestalten. Jane Draycott spürt ihr nach, liest akribisch historische Texte über Fulvia, die vorrangig von ihren Gegnern stammen und füllt die Leerstellen ihrer Biografie mit überlieferten Analogien von antiken Frauenleben. Das Buch ist sehr strukturiert. Wir erhalten einen Einblick in das römische Leben sowie Kenntnis über über die komplexe Nomenklatur der römischen (Herkunfts)Namen. Wie es sich für eine Wissenschaftlerin gehört, hat Jane Draycott ein ausführliches Quellenverzeichnis und eine Zeittafel sowie den Stammbaum der Fulvia und einige Abbildungen und Karten im Anhang angeschlossen- Zudem gibt es eine Bewertung der antiken Quellen. Bleibt für mich nur die Frage offen, ob der Lancia Fulvia nach der starken Frau benannt worden ist (wahrscheinlich nicht) oder doch eher nach der Via Fulvia, die ihre Bezeichnung zu Ehren des Konsuls Marcus Fulvius Flaccus, einem Weggefährten und Verbündeter der beiden Gracchen, erhalten hat? Fazit: Gerne gebe ich diesem Porträt einer Frau mit ungewöhnlichem Charisma, deren Geschick für strategische Bündnisse nicht immer von Erfolg gekrönt war und ihr letztlich den Tod ihrer drei Ehemänner sowie ihrer Kinder und ihr selbst die Verbannung eingetragen hat, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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