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Jung, jüdisch, wütend Über das Ringen um eine Zukunft in Deutschland  — Unser Ringen um eine Zukunft in Deutschland

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18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

28533

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.10.2026

Verlag

Piper Paperback

Seitenzahl

208

Maße (B/H)

13,6/20,5 cm

Gewicht

260 g

Farbe

Dunkellila / Aubergine

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-06799-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

28533

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.10.2026

Verlag

Piper Paperback

Seitenzahl

208

Maße (B/H)

13,6/20,5 cm

Gewicht

260 g

Farbe

Dunkellila / Aubergine

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-06799-7

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    22.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Macht sehr betroffen

    Hanna Veiler wurde 1998 in einer jüdischen Familie in Belarus geboren und ist als kleines Mädchen im Jahr 2004 gemeinsam mit ihren Eltern im Rahmen des Aufnahmeprogramms für jüdische Kontingentflüchtlinge aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gekommen. Sie engagiert sich in verschiedenen jüdischen Initiativen sowie für die Grünen, und war Vorsitzende der Jüdischen Studierendenunion JSUD. In diesem sehr persönlichen und mutigen Buch zeigt die Autorin auf, mit welchen großen Hoffnungen auf ein gutes und sicheres Leben nicht nur ihre Familie, sondern viele weitere jüdische Menschen in den 1990er und 2000er-Jahren nach Deutschland gekommen sind und wie sie schrittweise immer mehr desillusioniert wurden. Nicht nur gab es von Anfang Diskriminierung, Ausgrenzung und Vorurteile und die oft hohen akademischen Qualifikationen der Eingewanderten - sie selbst ist etwa aus einer Ärztefamilie - wurden nur schwierig anerkannt, sodass viele sehr lang weit unter ihrer Qualifikation arbeiten mussten. Auch das Versprechen des deutschen Staates, gerade aufgrund seiner historischen Schuld, jüdische Menschen ganz besonders zu schützen, scheint immer brüchiger zu werden. Dazu hat die Autorin in ihrer Position als Vertreterin jüdischer Studierender viele Geschichten mitbekommen und schreibt selbst dazu: "Ich habe viele Studierende getroffen, die mir gesagt haben, dass sie sich nicht mehr sicher sind, ob sie noch ein politisches Zuhause haben und ob sie überhaupt ein Zuhause haben, eine Gegenwart und eine Zukunft in Europa." (S. 26) Noch einmal verschlimmert hat sich das Ganze nach dem 7. Oktober 2023, als die Hamas Israel überfiel und viele Menschen - junge Menschen, die auf einem Festival getanzt hatten, ältere Menschen in einem Kibbuz, Wehrpflichtige, aber sogar auch Kinder und Babys - verschleppt, gefoltert, gefangen gehalten und brutal ermordet wurden. Während für jüdische Menschen eine Welt zusammenbrach, hatte die Autorin den Eindruck, dass viele Deutsche in ihrer Umgebung davon seltsam unberührt waren, es wenig Empathie und Solidarität gab und sich sehr bald insbesondere links eingestellte Menschen einseitig mit den Palästinensern solidarisierten, was Juden und Jüdinnen, von denen viele sich bisher auch der linken Szene zugerechnet hatten, politisch noch einmal mehr heimatlos machte. Es ist an vielen Stellen verständlicherweise ein sehr wütendes Buch, aber dadurch auch ein sehr energetisches und lebendiges. Man spürt, dass der Autorin ihr Anliegen wichtig ist und sie hofft, damit viele Menschen zu erreichen, für wieder mehr Empathie gegenüber Jüdinnen und Juden und für einen Dialog: "Lebendige Jüdinnen:Juden sind unbequem. Das habe ich in diesem Buch bereits geschrieben, und ich werde es weiter schreiben, bis es verstanden wird. Wir stellen Fragen. Wir widersprechen. Wir erinnern. Wir fordern. Wir lassen uns nicht mehr nur betrauern. Genau darin liegt für viele Menschen das Problem. Für tote Jüdinnen:Juden kann man Kränze niederlegen. Mit lebendigen Jüdinnen:Juden muss man sprechen. Genau dieses Sprechen müssen wir wieder lernen." (S. 116) Mich hat dieses Buch sehr berührt und betroffen gemacht und ich wünsche der Autorin und ihrem berechtigten Anliegen, dass es viele Menschen erreicht und genauso wie mich zum Nachdenken bringt.

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