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Mein Leben als Schäfer

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

141354

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.05.2016

Abbildungen

schwarzweisse - Fotos im Text, schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

C. Bertelsmann

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/2,9 cm

Gewicht

500 g

Originaltitel

The Shepherd's Life

Übersetzt von

Maria Andreas

Sprache

Deutsch

EAN

2710004290144

Beschreibung

Rezension

"Rebanks erzählt von der Hoffnung, die im Miteinander liegt, vom Halt, den Familie bietet - und vom Vertrauen auf eine natürliche Ordnung der Dinge. Er schreibt unsentimental, voller Gefühl und ohne Nostalgie." ARD "ttt"

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Gut

Verkaufsrang

141354

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.05.2016

Abbildungen

schwarzweisse - Fotos im Text, schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

C. Bertelsmann

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/2,9 cm

Gewicht

500 g

Originaltitel

The Shepherd's Life

Übersetzt von

Maria Andreas

Sprache

Deutsch

EAN

2710004290144

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Regt zum Nachdenken an

Bewertung am 20.07.2018

Bewertungsnummer: 403799

Bewertet: eBook (ePUB)

Es ist schon sehr erstaunlich, wie einen manchmal Bücher finden! Wir haben dieses Jahr zwei Wochen in England Urlaub gemacht. Eine Woche in der Umgebung der Grafschaften Dorset, Devon und Wiltshire und eine Woche im Peak District. Und überall sind uns Schafe aufgefallen. Besonders im Peak District haben sie uns besonders fasziniert, weil sie ganz frei in den Bergen herumzulaufen schienen. Dann komme ich nach Hause und lese einen sehr interessanten Artikel in der Zeitschrift „einfach.sein“ Ausgabe 3/2018, der „Vom Glück zu wissen, wo man hingehört“ hieß. Darin geht es um den Schäfer James Rebanks, dessen Familie schon seit Generationen Schafe im Lake District züchtet. Und am Ende des Artikels entdeckte ich, dass dieser James Rebanks auch ein Buch geschrieben hat. Das musste ich dann natürlich sofort lesen! James Rebanks erzählt in diesem Buch von seinem Leben. Er wurde 1974 im Lake District geboren. Und ihm war früh klar, dass er wie sein Großvater und sein Vater unbedingt Schäfer werden will. Schule war ein Albtraum für ihn. Und doch hat er später noch einen weiteren Beruf ergriffen, weil man von der Schäferei allein leider kaum noch leben kann. Es ist ausgesprochen interessant, wie das Jahr für einen Schäfer im englischen Hochland aussieht. Anscheinend leben dieses Schäfer noch nach dem alten Allmende-Prinzip, d.h. sie sind alle gleichrangig. Teilweise gehört ihnen das Land, teilweise haben sie es gepachtet. Aber die Schafe leben im Sommer auf dem Land, was der Gemeinde gehört. Dort dürfen sie sich frei bewegen. Und zum Ende des Sommers kommen die Schäfer zusammen, treiben mit ihren Hunden die Schafe zusammen und klamüsern sie dann wieder auseinander. Und obwohl die Schäfer gegenseitig konkurrieren, wer den besten Bock oder das beste Mutterschaf hat, helfen sie sich in Notsituationen gegenseitig. Ihre Schafe bedeuten ihnen alles! Es ist ein anstrengendes Leben, das ganz eng mit den Jahreszeiten zusammenhängt. Da gibt es nicht viel Zeit für Müßiggang oder Grübeleien. Und trotzdem wirken diese Menschen deutlich zufriedener als manch Städter, der zwar reicher ist und vielleicht weniger arbeiten muss, der aber trotzdem an dem Sinn seines Lebens zweifelt. James Rebanks hat sein Buch an Hand der Jahreszeiten aufgebaut. Das Buch beginnt im Sommer und endet dementsprechend im Frühling. Wir erfahren, welche Aufgaben wann gemacht werden müssen. Wir lernen etwas über die einzelnen Schafrassen und ihre Charaktere kennen. Wir werden mitgenommen in die ausgesprochen stressige Zeit, wenn fast alle Mutterschafe gleichzeitig lammen. Schaffen es die Mutterschafe alleine? Brauchen sie Hilfe? Geht es den Lämmern gut? Usw. Und dann die Schafschauen, die jedes Jahr wieder stattfinden. Ein Fest für jeden Schäfer. Und dazwischen streut der Autor immer wieder Anekdoten aus seinem Leben und dem seines Großvaters und Vaters ein. Ein hartes, aber anscheinend befriedigendes Leben. Ich bewundere diese Familien, die tatsächlich noch heute so leben und zufrieden sind. Der Lake District ist zwar nicht der Peak District, sondern liegt noch etwas weiter nördlich. Aber ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt, dass die Schäfereien in beiden Regionen ähnlich arbeiten. Und so hat mir das Buch von James Rebanks einige Fragen beantwortet, die wir uns während unseres Urlaubs gestellt haben. Außerdem hat der Autor mich zu Nachdenken angeregt, wie ignorant und arrogant wir teilweise den Menschen begegnen, die in der Landwirtschaft tätig sind, und die ihr Handwerk schon seit Jahrhunderten mehr oder weniger erfolgreich ausführen. Und zu guter Letzt hat er mich als Teilveganerin/Teilvegetarierin sogar noch davon überzeugt, dass die Schafe, die so leben dürfen, ein schönes Leben haben, bevor einige von ihnen aussortiert und verkauft werden, um geschlachtet zu werden. Das Buch regt zum Nachdenken an, wie weit wir uns von unserem Land und unseren Wurzeln entfernt haben. Und damit meine ich nicht das Thema Nationalität. Mir geht es darum, dass man in diesem Buch lernt, Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, viel höher einzuschätzen, als wir es zurzeit tun. Und es regt auch dazu an, nachzudenken, dass das Fleisch, was viele auf dem Teller haben, nicht einfach eine Ware ist, sondern einmal ein Tier war, was Gefühle hatte.

Regt zum Nachdenken an

Bewertung am 20.07.2018
Bewertungsnummer: 403799
Bewertet: eBook (ePUB)

Es ist schon sehr erstaunlich, wie einen manchmal Bücher finden! Wir haben dieses Jahr zwei Wochen in England Urlaub gemacht. Eine Woche in der Umgebung der Grafschaften Dorset, Devon und Wiltshire und eine Woche im Peak District. Und überall sind uns Schafe aufgefallen. Besonders im Peak District haben sie uns besonders fasziniert, weil sie ganz frei in den Bergen herumzulaufen schienen. Dann komme ich nach Hause und lese einen sehr interessanten Artikel in der Zeitschrift „einfach.sein“ Ausgabe 3/2018, der „Vom Glück zu wissen, wo man hingehört“ hieß. Darin geht es um den Schäfer James Rebanks, dessen Familie schon seit Generationen Schafe im Lake District züchtet. Und am Ende des Artikels entdeckte ich, dass dieser James Rebanks auch ein Buch geschrieben hat. Das musste ich dann natürlich sofort lesen! James Rebanks erzählt in diesem Buch von seinem Leben. Er wurde 1974 im Lake District geboren. Und ihm war früh klar, dass er wie sein Großvater und sein Vater unbedingt Schäfer werden will. Schule war ein Albtraum für ihn. Und doch hat er später noch einen weiteren Beruf ergriffen, weil man von der Schäferei allein leider kaum noch leben kann. Es ist ausgesprochen interessant, wie das Jahr für einen Schäfer im englischen Hochland aussieht. Anscheinend leben dieses Schäfer noch nach dem alten Allmende-Prinzip, d.h. sie sind alle gleichrangig. Teilweise gehört ihnen das Land, teilweise haben sie es gepachtet. Aber die Schafe leben im Sommer auf dem Land, was der Gemeinde gehört. Dort dürfen sie sich frei bewegen. Und zum Ende des Sommers kommen die Schäfer zusammen, treiben mit ihren Hunden die Schafe zusammen und klamüsern sie dann wieder auseinander. Und obwohl die Schäfer gegenseitig konkurrieren, wer den besten Bock oder das beste Mutterschaf hat, helfen sie sich in Notsituationen gegenseitig. Ihre Schafe bedeuten ihnen alles! Es ist ein anstrengendes Leben, das ganz eng mit den Jahreszeiten zusammenhängt. Da gibt es nicht viel Zeit für Müßiggang oder Grübeleien. Und trotzdem wirken diese Menschen deutlich zufriedener als manch Städter, der zwar reicher ist und vielleicht weniger arbeiten muss, der aber trotzdem an dem Sinn seines Lebens zweifelt. James Rebanks hat sein Buch an Hand der Jahreszeiten aufgebaut. Das Buch beginnt im Sommer und endet dementsprechend im Frühling. Wir erfahren, welche Aufgaben wann gemacht werden müssen. Wir lernen etwas über die einzelnen Schafrassen und ihre Charaktere kennen. Wir werden mitgenommen in die ausgesprochen stressige Zeit, wenn fast alle Mutterschafe gleichzeitig lammen. Schaffen es die Mutterschafe alleine? Brauchen sie Hilfe? Geht es den Lämmern gut? Usw. Und dann die Schafschauen, die jedes Jahr wieder stattfinden. Ein Fest für jeden Schäfer. Und dazwischen streut der Autor immer wieder Anekdoten aus seinem Leben und dem seines Großvaters und Vaters ein. Ein hartes, aber anscheinend befriedigendes Leben. Ich bewundere diese Familien, die tatsächlich noch heute so leben und zufrieden sind. Der Lake District ist zwar nicht der Peak District, sondern liegt noch etwas weiter nördlich. Aber ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt, dass die Schäfereien in beiden Regionen ähnlich arbeiten. Und so hat mir das Buch von James Rebanks einige Fragen beantwortet, die wir uns während unseres Urlaubs gestellt haben. Außerdem hat der Autor mich zu Nachdenken angeregt, wie ignorant und arrogant wir teilweise den Menschen begegnen, die in der Landwirtschaft tätig sind, und die ihr Handwerk schon seit Jahrhunderten mehr oder weniger erfolgreich ausführen. Und zu guter Letzt hat er mich als Teilveganerin/Teilvegetarierin sogar noch davon überzeugt, dass die Schafe, die so leben dürfen, ein schönes Leben haben, bevor einige von ihnen aussortiert und verkauft werden, um geschlachtet zu werden. Das Buch regt zum Nachdenken an, wie weit wir uns von unserem Land und unseren Wurzeln entfernt haben. Und damit meine ich nicht das Thema Nationalität. Mir geht es darum, dass man in diesem Buch lernt, Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, viel höher einzuschätzen, als wir es zurzeit tun. Und es regt auch dazu an, nachzudenken, dass das Fleisch, was viele auf dem Teller haben, nicht einfach eine Ware ist, sondern einmal ein Tier war, was Gefühle hatte.

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Mein Leben als Schäfer

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