Produktbild: Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit
Band 2 Neu

Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit Die Elektrifizierung der Hofburg — Ein Roman am Hof von Kaiserin Sisi

9

14,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.06.2026

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,3/12,2/2,8 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Tanne / Seidengrau

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-8100-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.06.2026

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,3/12,2/2,8 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Tanne / Seidengrau

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-8100-0

Herstelleradresse

Gmeiner Verlag
Im Ehnried 5
88605 Meßkirch
DE

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  • clematis

    5/5

    27.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Unter Strom

    Erst zerstört ein Flammenmeer das Wiener Ringtheater und damit auch hunderte Menschenleben, dann stirbt eine Tänzerin. Kurz darauf erteilt Kaiserin Sisi ihrer Kammerdienerin Liesel und dem Hoffotografen Angerer eigennützige Aufträge, um im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Während der hawaiianische König David Kalākaua und seine Schwester Lili auf ihrer Weltreise Wien besuchen, geht es also turbulent zu, alles steht förmlich unter Strom. Kann es sein, dass es hier Zusammenhänge gibt, welche nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind? Auch der zweite Band rund um Liesel und Angerer führt uns ins kaiserliche Wien in den 1880er-Jahren, wo gerade ein Streit darüber entbrennt, ob man an den bewährten Gaslampen festhalten oder doch Edisons neuartige Glühbirnen installieren solle. Selbstverständlich stehen Kaiser Franz Joseph und Sisi – wieder einmal – auf unterschiedlichen Seiten, wenn das Wort Strom fällt. Mit vielen Details zum Thema Elektrizität, zu hawaiianischen Traditionen und natürlich zu den unterschiedlichsten Gefolgsleuten am Wiener Hofe unterhält uns Schriftsteller Tom Sacher in diesem Krimi, denn Leichen gibt es ebenfalls. Eine Prise Humor darf nicht fehlen, genauso wie tierische Verstärkung, diesmal in Form eines Elefanten, um welchen sich Lieserl mit ihrer Erfahrung als einstige Ziegenhirtin und naturgegebenem Menschenverstand kümmern muss. Obwohl sie nie lesen und schreiben gelernt hat, kombiniert sie blitzschnell, nur der gewitzten Kaiserin hinkt sie gedanklich immer einen Schritt hinterher. Dennoch gelingt die Lösung nach einiger Aufregung und wir statten noch kurz einen Gegenbesuch in Hawaii ab. Auf bemerkenswerte Weise lässt Sacher reale Ereignisse nahtlos in seine fiktive Geschichte einfließen, erzählt viel Interessantes ohne belehrend zu wirken. Historisch verbürgte Personen erleben spannende Auftritte im Geschehen und geben dem Ganzen dadurch seine spürbare Lebendigkeit. Was bleibt am Ende? Ein genialer Kriminalroman, entstanden aus genauer Recherche und blühender Phantasie, welcher uns Leser für einige Stunden eintauchen lässt in die funkensprühende Zeit von Kaiserin Sisi. Lesenswert!

  • Bewertung

    aus Schönebeck

    5/5

    26.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit

    Ich liebe historische Romane, die echte Ereignisse mit einer spannenden Krimihandlung verbinden – und genau das ist diesem Buch hervorragend gelungen. Schon nach den ersten Seiten war ich vollkommen in das Wien der Belle Époque eingetaucht. Die prachtvolle Kulisse steht dabei in faszinierendem Kontrast zu den dunklen Geheimnissen, die nach und nach ans Licht kommen. Besonders gut gefallen hat mir, wie historische Persönlichkeiten und fiktive Figuren miteinander verwoben werden. Die Ermittlungen von Liesel und Viktor sind klug aufgebaut und führen durch die unterschiedlichsten Facetten des damaligen Wiens – von glanzvollen Salons bis hinter die Mauern des Kaiserhofs. Dabei bleibt die Spannung durchgehend hoch, weil sich immer neue Fragen und Verdächtige ergeben. Auch Lolo von Trotta ist eine unglaublich interessante Figur. Ihr Schicksal hat mich berührt, und ich wollte unbedingt erfahren, welche Rolle sie tatsächlich in den rätselhaften Ereignissen spielt. Die Mischung aus historischen Details, Geheimnissen, Intrigen und einer Prise Gesellschaftskritik macht den Roman zu etwas Besonderem. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und schafft es, die Atmosphäre der Zeit lebendig werden zu lassen, ohne den Lesefluss zu bremsen. Das Ende hat mich überrascht und rundet die Geschichte überzeugend ab. Ein atmosphärischer historischer Spannungsroman mit viel Liebe zum Detail, starken Figuren und einer fesselnden Handlung. Für mich ein echtes Lesehighlight und eine klare Empfehlung für alle, die Geschichte und Spannung gleichermaßen mögen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    23.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Liesel will es wissen

    „…Täuschte er sich oder lag da neben dem gewohnten Qualm noch ein anderer Gestank in der Luft, der von draußen durch das Fenster dran?…“ Ganghofer täuschte sich nicht. Wir schreiben den 18. Dezember 1881 und in Wien brennt gerade das Burgtheater ab. Ganghofer gelingt es, Lolo, eine böhmische Baronesse, zu retten. Doch der Brand hat bei ihr Spuren hinterlassen. Der Autor hat einen spannenden und humorvollen historischen Krimi geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er lässt sich leicht lesen und bindet geschickt den Wiener Dialekt mit ein. Im Mittelpunkt stehen Liesel, die Kammerzofe der Kaiserin, und Viktor Angerer, der Hoffotograf. Die Fäden allerdings zieht Sisi, die Kaiserin von Österreich. Nach dem Prolog wechselt die Geschichte nach Brünn ins Jahr 1883. Das dortige Theater wurde gerade mit elektrischem Licht bestückt. Zu Gast ist Lili, eine Prinzessin aus Hawaii. Bei einem Tanz läuft Wasser über die Bühne, dann kommt es zur Explosion. Unter den Tänzerin war auch Liesel. Sie wollte Sisi mit ihrer Teilnahme am Tanz eine Freude machen, doch das ging nach hinten los. Gräfin Tolna ist erweist sich als Anklägerin. „…Was fällt der Lieselliesel nur ein? Was für eine ordinäre Person sie nur ist!…“ Der Autor hat gekonnt historische Fakten in die Geschichte eingebunden. Das betrifft unter anderem das Verhalten der Kaiserin. Auch andere wichtige Personen des Herrscherhauses bekommen ihren Auftritt. Nicht zuletzt wird der Besuch des Königs von Hawaii in Wien thematisiert. Dann aber wird eine Begleiterin der Prinzessin tot aufgefunden. Liesel will ermitteln, wird aber mit Angerer nach Prag geschickt. Dort kommt es zu rasanten Handlungsabläufen. Die Stadt wird sehr gut beschrieben. Gleichzeitig wird Liesel bei einem Besuch erklärt, wie Elektrizität funktioniert. Das geschieht allgemeinverständlich und nachvollziehbar. Erste Geräte werden vorgeführt. Natürlich gibt es weitere Informationen zum Tod der Hawaiianerin. Doch vieles bleibt noch offen. Kann es sein, dass die Prinzessin selbst in Gefahr ist? Und warum spielt immer wieder die Elektrizität eine Rolle, wenn es zu Unfällen kommt? Spannend finde ich die Person des David Einstein, der gern von seinem vierjährigen Neffen Albert spricht. Zurück in Wien wartet der große Hofball. Auch er wird erstmalig unter elektrischen Licht stattfinden. Gibt es eine Möglichkeit, die Prinzessin vor eine Anschlag zu schützen? Es gibt viele humorvolle Szenen. In den meisten ist Liesel vertreten. Die junge Frau weiß, was sie will. In ihrer harten Kindheit hat sie gelernt, sich durchzusetzen. Das kommt ihr nun zugute. Obwohl sie sehr spärliche Bildung genossen hat, zeigt sie sich gegenüber Neuem aufgeschlossen und wissbegierig. Es ist ihr zu verdanken, dass am Ende alles gut ausgeht. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine gekonnte Mischung aus Fakten und Fiktion.

  • Jürg K.

    5/5

    12.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eleganter Krimi, der die Belle Époque zeigt

    Dieses Buch wirkt wie ein Blick in ein Wien, das gleichzeitig glitzert und brennt. Mich fasziniert, wie der Roman die Belle Époque nicht verklärt, sondern als Epoche zeigt, in der Fortschritt und Fassade untrennbar miteinander ringen. Der Brand des Ringtheaters ist dafür ein brutaler Auftakt. Ein Moment, in dem die Stadt ihre eigene Verletzlichkeit erkennt und Lolo von Trotta gleich mit. Lolo berührt mich besonders. Eine Frau, die schon vor dem Feuer verbrannt wurde durch Gerüchte, Moralvorstellungen, die nie für alle gleich gelten, und eine Gesellschaft, die Skandale liebt, aber keine zweite Chance. Ihr Sturz macht sie nicht klein, sondern klarer. Sie wird zur Projektionsfläche für alles, was Wien lieber verdrängt. Dass Sisi im Hintergrund die Fäden zieht, verleiht der Geschichte eine feine Spannung. Nicht als entrückte Kaiserin, sondern als Frau, die die Schatten des Hofes besser kennt als jeder Beamte. Liesel und Viktor Angerer sind ihre Augen und Ohren. Der Roman zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Glanz und Abgrund ist. Hinter Salons voller Licht liegen dunkle Räume, in denen Macht, Eitelkeit und alte Verletzungen regieren. Ein atmosphärischer, eleganter Krimi, der die Belle Époque nicht nur zeigt, sondern fühlbar macht mit all ihren Funken, die eine neue Zeit ankündigen.

  • PMelittaM

    aus Köln

    4/5

    30.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Hat mich gut unterhalten

    1881 besucht Kalākaua, der letzte hawaiianische König Wien, nur wenig später gibt es einen verheerenden Brand des Ringtheaters, was unter anderem dazu führt, dass man bei Hof darüber nachdenkt, von Gasbeleuchtung auf Strom umzustellen. In Brünn fällt 1883 eine Tänzerin aus dem Gefolge der Schwester Kalākauas einem Stromschlag zum Opfer. Wie konnte das passieren? Da Liesel, die Kammerdienerin Sisis sich mit der Toten angefreundet hatte, lässt sie der Fall keine Ruhe. Liesel und der Hoffotograf Viktor Angerer, letztgenannter eine historische Persönlichkeit, ermitteln hier in ihrem zweiten Fall, wobei man diesen auch lesen kann, ohne, wie ich, den Vorgängerband zu kennen. Vor allem Liesel hat schnell mein Herz erobert. Sie stammt aus prekären Verhältnissen, kann weder lesen noch schreiben, hat aber eine gute Auffassungsgabe. Sie ist forsch und lässt sich nicht so schnell unterkriegen. Viktor Angerer ist eher schüchtern und bescheiden, seine Fachkenntnisse sind nützlich. Ihn und Liesel verbindet eine besondere Beziehung, die sich möglicherweise im ersten Band entwickelt hat, und die mir gut gefällt. Wer sich mit der historischen Sisi beschäftigt hat, weiß, dass diese, vor allem auch in späteren Jahren, wenig mit der lieblichen Kaiserin aus den Sissi-Filmen zu tun hat. Dies kann man hier auch sehr gut erleben. Neben dem hawaiianischen König und seiner Schwester gibt es weitere historische Persönlichkeiten, direkt im Prolog hat mich Ludwig Ganghofer überrascht, dessen Werke ich zum Teil aus dem Bücherschrank meiner Eltern kenne, Erzherzog Ludwig Viktor, Luziwuzi genant, ein Schwager Sisis, hat durchaus interessante Auftritte, Jacob Einstein, ein Onkel des berühmten Alberts, macht sich Sorgen über die möglicherweise fehlende Intelligenz seines Neffen, und dann gibt es noch Jumbo, einen Elefanten des Zirkus Barnum. Vielleicht kann man an dieser Aufzählung schon erkennen, dass im Roman auch der Humor nicht zu kurz kommt. Erzählt wird bildhaft mit einer zur Zeit und Ort passenden Sprache. Sehr gut hat mir der historische Hintergrund gefallen, den der Autor im lesenswerten Nachwort auch noch einmal aufgreift. Neben diesem gibt es übrigens auch ein Personenverzeichnis mit Kennzeichnung der historischen Persönlichkeiten, das sehr nützlich ist. Trotz des historischen Hintergrunds wirkt der Roman auch sehr aktuell, spätestens als ich von der Gas-Lobby gelesen habe, war das klar. Und, zu guter Letzt, gibt es auch einiges an Spannung. Zwischendurch hatte ich aber auch kurz den Faden verloren und einen Anflug von Verwirrtheit und einem leichten Unlogikgefühl. Das hat am Ende aber nur wenig ausgemacht. Mich hat der Roman gut unterhalten, ich mochte den historischen Hintergrund und vor allem die Protagonistin, die mir schnell ans Herz gewachsen ist. Der Fall war am Ende gut gelöst, und der Epilog schloss den Roman gelungen ab. Der erste Band wartet nun schon auf mich, ich bin schon gespannt.

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