Produktbild: Unerwünschte Töchter

Unerwünschte Töchter Roman

120

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

834

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

576 (Printausgabe)

Dateigröße

1984 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446290013

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

834

Erscheinungsdatum

28.05.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

576 (Printausgabe)

Dateigröße

1984 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783446290013

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  • Ingrid

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    05.07.2026

    eBook (ePUB)

    Vielschichtiges Generationenporträt der Frauen der Familie der Autorin

    In ihrem Roman „Unerwünschte Töchter“ spannt Miriam Carbe einen Bogen über vier Generationen ihrer Familie und beleuchtet das Leben ihrer Urgroßmutter Margarethe, ihrer Großmutter Marianne, ihrer Mutter Monika sowie ihre eigenen Kindheit. Entsprechend des Titels kamen sie jeweils zu einem Zeitpunkt zur Welt, der von ihren Müttern eher unpassend empfunden wurde. Margarethe wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Dresden, bereits drei Monate nach der Hochzeit ihrer Eltern in wohlhabende Verhältnisse hineingeboren und war bedauerlicherweise nicht der erwartete Sohn. Sie selbst gebar ihre Tochter Marianne 1914, nur wenige Tage bevor ihr Ehemann zum Kriegsdienst eingezogen wird und davon nicht zurückkehrte. Während des Zweiten Weltkriegs ist Marianne mit einem Offizier der Wehrmacht liiert, der zunächst im Innendienst eingesetzt wird, später jedoch an die Front versetzt wird und dort fällt. Zu diesem Zeitpunkt erwartet sie bereits Monika. 1967 kommt in dieser Kette der Mütter die Autorin zur Welt, gegen den Wunsch ihrer Großmutter und ihres Vaters. Ein über die Generationen weitergereichter Kirschholzschrank ihrer Urgroßmutter, der sich heute im Besitz der Autorin befindet, erinnert sie an ihre Vorfahrinnen, deren Lebenswege den Roman inspiriert haben. Einst beherbergte er Bücher wechselnder Genres, die stets als Bereicherung der Lebensqualität galten sowie Dekorationsartikel. Heute bewahrt die Autorin darin jedoch einen besonderen Schatz auf: die Tagebücher und Notizen der Frauen ihrer Familie, die diese zahlreich hinterlassen haben und deren älteste Ausgabe Eintragungen von 1908 enthält. Sie haben darin Familienereignisse festgehalten oder einfach ihre Gedanken zu Themen, die sie gerade beschäftigten. Miriam Carbe erzählt die familiären Geschehnisse in chronologischer Reihenfolge. Zwischen die historischen Kapitel fügt sie Abschnitte ein, in denen sie eigene Erinnerungen schildert und Kenntnisse, die auf den Aufzeichnungen der Vorfahrinnen basieren, aus denen sie immer wieder zitiert, was maßgeblich zur Authentizität des Romans beiträgt. Zeiträume, zu denen sich keine Hinweise in den Eintragungen finden, füllt sie mit Fiktion, was ihr hervorragend gelingt, da sich keine Brüche erkennen lassen. Um bestimmte Aspekte der gesellschaftspolitischen Entwicklung und deren Auswirkungen in die Erzählung einzubinden, erschafft sie fiktive Figuren, deren Lebensgeschichten sich ebenso nahtlos in die überlieferte Familiengeschichte einfügen. Die Geschichte zeichnet zwischen den Zeilen die Entwicklung der Rolle der Frau über die Jahre hinweg ab. Sie zeigt allerdings auch, wie tief Konventionen prägen können, so dass sie an die nächste Generation weitergegeben werden, obwohl sie längst überholt sind. Die Vorfahrinnen der Autorin stellen sich auf ihre eigene Art und den ihn gegebenen Möglichkeiten gegen die ihnen auferlegten, gesellschaftlichen Erwartungen und erkämpfen sich gewisse Freiräume. Dennoch bleiben sie manchmal ihrer eigenen Meinung gegenüber Widerständen fest verhaftet. Mit „Unerwünschte Töchter hat Miriam Carbe einen bewegenden Roman geschrieben, der Familiengeschichte, historische Fakten und Fiktion überzeugend miteinander verbindet. Die zitierten Tagebucheinträge machen die Schicksale der Vorfahrinnen der Autorin unmittelbar erfahrbar, so dass ein vielschichtiges Generationenporträt entsteht, das nachhallt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter.

  • Leser

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    05.07.2026

    eBook (ePUB)

    Vier Generationen einer Familie

    Dieses Buch ist nicht nur ein sehr unterhaltsamer Roman, es ist auch ein vielschichtiges Generationenporträt deutscher Geschichte. Die Einblicke in die Familie der Autorin, basierend auf Tage- und Notizbüchern ihrer Vorfahren, ist zugleich eine Zeitreise durch ein Jahrhundert deutsche Geschichte, mit allen Höhen und Tiefen dieser Zeit. Sie schildert die schmerzhafte Erkenntnis, als uneheliches schwarzes Kind in den 1960er Jahren von der eigenen Familie als unerwünscht betrachtet worden zu sein. Sie legt dar, wie rassistische Denkmuster und Vorurteile, die tief in der Gesellschaft verwurzelt waren, von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Ein schwieriges Erbe, dass aber auch einen Blick auf die Gesellschaft eines ganzes Jahrhunderts wirft, und zeigt wie schwierig es ist eigene selbstbestimmte Wege zu gehen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.06.2026

    eBook (ePUB)

    Vier Generationen

    Ich lese gerne Romane die über das Leben mehrerer Generationen erzählen. Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Vier Frauen, die ein Jahrhundert wieder lebendig werden lassen. Erzählt wird die Geschichte von Miriam Carbe, die ihren Lesern Einblicke in ihre Familiengeschichte gewährt. Anhand von Tagebucheintragungen, Erinnerungen und Überlieferungen werden ihre Mutter, Großmutter und Urgroßmutter wieder lebendig und nehmen uns mit in eine bewegte und bewegende Vergangenheit. Es ist eine Zeitreise, die all das widerspiegelt, was im Laufe der Jahrzehnte die Menschen bewegt und geformt hat. Technologische Fortschritte, Kriege, medizinische Errungenschaften, das Bild der Frau und des Mannes in der Gesellschaft, Rassismus und all die Dinge, die unsere Generationen geprägt haben. Es ist interessant zu beobachten was sich verändert hat und was über die Jahre erhalten und in manchen Köpfen geblieben ist. Authentisch und unterhaltsam geht diese Reise über viele Seiten. Mir hat es gut gefallen und an manchen Stellen die Augen geöffnet und an anderen den Kopf schütteln lassen.

  • Mandel120999

    5/5

    28.05.2026

    eBook (ePUB)

    Die Herzfrequenz der Generationen

    „In der Herzfrequenz der Generationen markieren Margarethe und Monika die großen Ausschläge, wir die ruhigen Abschnitte.“ In diesem autobiografischen Buch geht es um vier Generationen von Frauen: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Miriam ist die Autorin, die das Buch anhand von Notizbüchern und Tagebüchern ihrer Vorfahrinnen schrieb. Das Buch schildert ein großes Stück deutscher Geschichte, erzählt anhand der Leben der vier Frauen. Zeitlich umfasst es den ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik, den zweiten Weltkrieg, die Zeit danach mit dem Aufschwung und dem Mauerbau. Die Autorin benutzt eine kraftvolle Sprache und ausdrucksstarke Bilder, nimmt die Leserschaft auf atemlose, rastlose Art mit auf eine Reise durch die Jahrzehnte. Die Erlebnisse, die die Frauen haben, gehen beim Lesen unter die Haut, auf schonungslos anschauliche Art und Weise befasst sich die Autorin mit der Brutalität des Krieges, mit dem Verlust von Brüdern und Ehemännern. Die Literatur ist es, die auf fast absurde Weise vor allem Margarethe Hilfe und Trost in den schweren Zeiten spendet. Keine der vier Frauen hat Glück mit den Männern, alle sind den Zwängen und Konventionen ihrer Zeit unterworfen. Der Roman liest sich sehr fesselnd, macht betroffen und nachdenklich. Trotzdem ist er unterhaltsam und lässt einen als Leserin mit der Hoffnung zurück, dass die jüngste der Frauen, Miriam, über die man im Buch am wenigsten erfährt, ein ruhigeres und zufriedeneres Leben hat als ihre Vorfahrinnen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    04.07.2026

    eBook (ePUB)

    Erinnerungen

    Die Autorin hat mit diesem Buch ihre Familiengeschichte zu Papier gebracht. Zusammengestellt aus Erinnerungen ihrer Vorfahren, die ihr Tage- und Notizbücher hinterlassen haben. So konnte sie ihre eigene Geschichte über mehrere Generationen zurückverfolgen. Beginnend mit der Großmutter geht es gute hundert Jahre zurück in die Zeit des ersten Weltkriegs bis in die nahe Gegenwart. Ich fand diese Familiengeschichte sehr interessant, spiegelt sie doch auch ein großes Stück Zeitgeschichte wider. Gesellschaftliche und politische Einflüsse prägten das Leben der vier Frauen  genauso, wie die Herkunft und die vermittelten Werte.  Urgroßmutter, Großmutter und Mutter, sie alle haben viel zu erzählen, Gedanken, Gefühle und Erinnerungen, die das Leben der Autorin auf eine gewisse Art und Weise mitgeprägt haben. Sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit, Männer und Väter fallen in den Weltkriegen, das Land verändert sich und die alle versuchen ihren Weg im Leben zu finden. Ein unterhaltsamer und auch bewegender Roman, das sehr umfangreich ist. Manchmal fehlten mir mehr Emotionen und ein paar Fragen blieben offen. Wer Familiensagas mag, dem empfehle ich dieses Buch!

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