Als Ehefrau, Mutter und Praxisangestellte funktioniert Julia im Dauerlauf: morgens Brotdosen, tagsüber Patient:innen, abends Hausaufgaben und Diskussionen um die Schlafenszeit. Ihr Mann Marcel ist ein lieber Kerl. Aber Mental Load? Kennt er - anders als Julia - nicht. Und plötzlich fällt ihr auf: So kann es nicht weitergehen. Sie liebt ihre Familie. Doch sich selbst hat sie irgendwie verloren. Jetzt steht ein neues Kapitel an, und ganz anders als in den Briefen, die sie seit Beginn ihrer Mutterschaft im Stillen für sich schreibt, denkt sie nun laut darüber nach, wohin ihre Reise und die ihrer Beziehung gehen soll. Denn sie weiß: Es muss sich was ändern. Ihr reicht‘s.
Ein Mut machender Roman für alle, die funktionieren - und spüren, dass da noch mehr sein muss
Debütroman der beliebten Familienbloggerin Anke Neckar, bekannt von LÄCHELN UND WINKEN
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
31.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das mich zum Lachen und Nachdenken gebracht hat ❤️
Ich folge der Autorin schon seit langer Zeit auf Social Media und finde ihre Beiträge eigentlich immer lustig, ehrlich und sie spricht mir einfach ganz oft aus der Seele! Für alle die sie noch nicht kennen, schaut unbedingt mal bei „lächelnundwinken“ vorbei. Gerade an harten Tagen wirken ihre Posts bei mir wirklich Wunder und bringen mich oft wieder zum lachen. ❤️
Deshalb habe ich mich natürlich auch sehr auf das Buch gefreut und hatte ehrlich gesagt ziemlich große Erwartungen.
Die ersten Seiten waren für mich leider etwas zäh und ich musste mich schon ein bisschen zusammenreißen, um weiterzulesen. Zum Glück hat es mich dann irgendwann, ich glaube so ungefähr ab Seite 80, doch richtig mitgenommen. Ich habe angefangen Julia immer sympathischer zu finden und konnte mich auch immer mehr mit ihr verbunden fühlen.
Für mich hat das Buch am Ende eine ganz klare und vor allem wichtige Message. Eine, die wir Mamas uns wahrscheinlich alle viel öfter ins Gedächtnis rufen sollten: Man kann seine Familie lieben und trotzdem auf sich selbst achten. Man darf sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse nicht komplett vergessen, nur weil man Mama ist. Und auch die gleichberechtigte Partnerschaft geht im Alltag mit Kindern leider viel zu schnell unter.
Besonders Julias Briefe fand ich sehr bewegend. Man konnte richtig miterleben, wie sie sich nach und nach im Muttersein verloren hat. Und ich glaube, genau so geht es ganz vielen von uns, manchmal bewusst, aber wahrscheinlich noch viel öfter unbewusst.
Das Buch hat mich zum Lachen, zum Weinen und ganz oft auch zum Nachdenken gebracht. Und obwohl ich am Anfang ein bisschen gebraucht habe, bin ich am Ende total in der Geschichte versunken und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Deshalb gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung! ❤️ Für alle Mamas da draußen und eigentlich auch für den ein oder anderen Papa.
Caro1893
Thalia Book Circle Community
5/5
31.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Überraschend offen, ehrlich, treffend
Julia ist eine Mutter, wie es wohl viele sind. Sie kümmert sich um die Kinder, macht Termine, richtet Vesperdosen, plant den Urlaub. Nebenbei arbeitet sie noch in Teilzeit und kümmert sich auch sonst um alles was liegen bleibt. Ihr Mann Marcel liebt die Familie zwar sehr, ist aber nur selten in der Lage Dinge wahrzunehmen die gemacht werden müssen. Er hilft, wenn Julia ihn bittet. Aber Eigeninitiative Fehlanzeige. Und so kommt Julia an einen Punkt, an dem sie einfach nicht mehr mag. Sie hinterfragt ihr Leben und sie hinterfragt vor allem auch ihre Ehe. Ist sie wirklich so glücklich, wie sie es immer geglaubt hat oder schwelt da doch mehr, als gedacht?
Als ich den Titel “Mama reicht’s” gelesen habe, da wusste ich sofort, dass es sich um ein Buch handeln könnte, in dem ich mich wieder finden werde. Und tatsächlich war das in Teilen auch so. Vorneweg möchte ich anmerken, dass ich einen grandiosen Mann habe, der absolut keine Ähnlichkeiten mit Marcel hat und oft sogar mehr Termine mit den Kindern wahrnimmt als ich - trotz Vollzeitjob. Trotzdem habe ich mich in Julia sehr viel wiedererkannt.
Es ist nämlich die eine Sache, keine Hilfe zu haben oder eben doch. Die andere ist aber der Mental Load, dem wohl die meisten Mütter ausgesetzt sind. Schon auf den ersten Seiten liegt Julia nachts wach und grübelt über Dinge nach, was Marcel nie tun würde. Und da dachte ich direkt “I feel you”. Ich kenne das. Und ab dem Zeitpunkt, wusste ich, dass es ein gutes Buch werden wird.
Julia erzählt aus ihrem Leben. Sie erzählt von Mental Load, von schmerzhaften Erlebnissen und von der Herausforderung jeden Tag die beste Mutter zu sein, die man sein kann. Sie erzählt von schwierigen Schwiegereltern und noch viel mehr vom Stand der Frauen und Mütter in unserer Gesellschaft. Sie trifft die Problematik auf den Punkt, dass Frauen noch immer anders betrachtet werden als Männer. Ich glaube ich hatte schon lange kein Buch mehr, bei dem ich so oft zustimmend nicken musste, wie dieses hier.
Im echten Leben könnte ich mich bestimmt gut mit Julia verstehen. Sie hasst die Wettbewerbe zwischen Mütter und stellt fest, dass begrenzte Medienzeit auch nur etwas für Menschen mit sehr viel Zeit oder sehr viel Unterstützung ist. Ich möchte gar nicht so viel mehr vom Inhalt verraten. Aber dies alles sind super Beispiele, in denen ich mich ganz wunderbar wiedergefunden habe. Und die Julia für mich zu einer sehr nahbaren Frau gemacht haben, die ich nicht nur einmal gerne in den Arm genommen (oder ihre Schwiegermutter in den Hintern getreten) hätte.
Der Schreibstil ist super zu lesen und ich finde, dass die Geschichte die perfekte Balance zwischen ernsten Themen, lustigen Themen und liebevollen Momenten schafft. Anke Neckar schafft es, eine Geschichte zu schreiben, die sich für mich stellenweise wie ein Gespräch mit einer Freundin oder Therapeutin angefühlt hat. Sie greift dabei zu zwei Zeitebenen. Zum einen begleiten wir Julia in ihrer aktuellen Lebensphase, in der sie merkt, dass doch etwas in ihrer Beziehung und ihrem Leben ganz gewaltig aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Und zum anderen bekommen wir Briefe, die Julias jüngeres Ich an ihr älteres Ich schreibt. Dabei erzählt sie von Momenten, die ihr zu Erinnerungszwecken wichtig sind, sie erzählt aber auch von schmerzhaften Momenten und nutzt ihre Briefe als Therapie. Alltägliche Themen und politische Geschehnisse (Corona, Ukraine…) sowie deren Auswirkungen auf Familien finden dabei ebenso ihren Platz.
All dies hat mich immer wieder sehr zum Nachdenken gebracht. Ich habe mich erinnert, wie wir in verschiedenen Situationen gehandelt habe, wie es uns damit ging. Und ich habe festgestellt, dass ich in manchen Situationen gerne noch etwas mehr gelassen wäre, wie Julia. Auch wenn sie das nicht in jeder Situation ist, was ich sehr erfrischend und echt fand. Auch sie verliert die Geduld, kommuniziert dies aber immer auch sehr schön an ihrer Kinder. Auch sie hat Streit mit ihrem Mann und ist nicht glücklich mit allen Vorgängen in ihrer Familie.
Und so bekommen wir Leserinnen und Leser hier eine authentische, sehr gut zu lesende Geschichte, einer Mama, die ein Plädoyer für uns alle sein kann. Eine Geschichte, in der klar wird, dass es okay ist, wenn auch wir Mamas mal an unsere Grenzen kommen. Eine Geschichte sie zeigt, dass man manchmal sein Leben hinterfragen muss, um etwas zu ändern und dass diejenigen die man liebt, immer das wichtigste für einen sein sollten.
SuriAmara
5/5
31.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn man für alle da ist, aber nicht mehr für sich selbst
Ein ehrlicher Roman über Muttersein, Mental Load und die Frage, wann man selbst eigentlich noch irgendwo bleibt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich am Anfang etwas gebraucht habe, um in das Buch hineinzukommen. Für mich hat es sich auf den ersten ungefähr 60 Seiten ziemlich gezogen und deshalb war ich zunächst eher bei drei Sternen. Danach hat die Geschichte für mich aber deutlich an Fahrt aufgenommen und ich war immer mehr bei Julia und ihren Gedanken.
Im Mittelpunkt steht Julia, die als Mutter, Ehefrau und berufstätige Frau eigentlich ständig funktioniert. Kinder, Haushalt, Arbeit, Termine, Sorgen und natürlich ist da auch noch ihr Mann Marcel. Was mir an dem Buch besonders gefallen hat, ist, dass nicht einfach gesagt wird: „Der Mann hilft zu wenig, also ist alles schlecht.“ Stattdessen wird gezeigt, wie sich über Jahre etwas aufstaut und wie leicht man sich selbst dabei verlieren kann.
Julia liebt ihre Familie. Gleichzeitig merkt sie aber immer stärker, dass sie selbst irgendwo zwischen Brotdosen, Hausaufgaben, Arbeit und den Bedürfnissen aller anderen verschwunden ist. Genau dieser Widerspruch hat für mich einen großen Teil der Geschichte ausgemacht. Man kann seine Familie lieben und trotzdem merken, dass sich im eigenen Leben dringend etwas verändern muss.
Auch die Themen rund um Kinder, Erkrankungen, Betreuung, Überforderung und Burnout haben die Geschichte für mich sehr greifbar gemacht. Die Frauen, die Julia während ihrer Kur kennenlernt, stehen dabei eher am Rand ihrer eigenen Geschichte, zeigen aber auf ganz unterschiedliche Weise, wie viel Menschen manchmal mit sich herumtragen. Besonders interessant fand ich, dass jede von ihnen mit einer anderen Situation umgehen muss und trotzdem irgendwie versucht, weiterzumachen.
Sehr berührt haben mich auch Julias Briefe an ihr zukünftiges Ich. Gerade dort merkt man, wie viel in ihr steckt und wie viele Gedanken sie mit sich herumträgt. Einige dieser Stellen haben mich wirklich zum Nachdenken gebracht.
Am interessantesten fand ich letztendlich aber Julias Entwicklung und ihre Ehe. Die Geschichte zeigt ziemlich ehrlich, dass eine Beziehung nicht nur aus großen Momenten besteht, sondern auch aus all den kleinen Dingen, die sich über Jahre ansammeln. Und dass die Frage „Was muss sich ändern?“ manchmal viel schwieriger ist als die Frage, wer eigentlich schuld ist.
Ich hatte zu Beginn wirklich nicht gedacht, dass ich am Ende bei fünf Sternen landen würde. Der Einstieg war mir einfach zu langsam. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich Julias Geschichte beschäftigt und desto besser habe ich verstanden, worauf der Roman hinauswill.
Für mich ist „Mama reicht's!“ deshalb vor allem eine Geschichte darüber, was passiert, wenn man jahrelang für alle anderen funktioniert und irgendwann merkt: So wie bisher kann es nicht weitergehen.
Am Ende sind es nicht einmal unbedingt einzelne Szenen, die mir im Kopf geblieben sind, sondern dieses Gefühl, das das Buch vermittelt: Man darf seine Familie lieben und trotzdem mehr vom eigenen Leben wollen. Man darf erschöpft sein. Und man darf sich fragen, was man selbst eigentlich braucht.
Deshalb sind es für mich am Ende 5 Sterne geworden. ^^
readiculously_happy
5/5
25.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine von uns. Julia ist eine von uns.
Im Debüt-Roman "Mama reicht's" von Anke Neckar begleiten wir unsere Protagonistin Julia für einen kleinen Zeitraum und erfahren dabei wie sie ihr Bestes gibt um Mutterschaft, Beziehung, Freundschaften, Care-Arbeit, Berufstätig und anderes unter einen Hut zu bringen.
Julia ist verheiratet, hat zwei zauberhafte Kinder und arbeitet Teilzeit in einer Praxis. Sie stemmt so viel sie eben kann und lächelt vieles einfach weg. Bis ein Ereignis in ihrem Bekanntenkreis sie dazu anregt über ihr eigenes Leben nachzudenken.
Darf sie sich selbst und ihre Situation in Frage stellen? Darf sie fordern und verlangen? Darf Julia Grenzen setzen? Und was bedeutet das für ihre Familie?
Während Julia diesen Fragen auf den Grund geht, dürfen wir ab und zu durch Briefe die sie sich selbst schreibt auch einen Blick in ihre Vergangenheit werfen. So bekommen wir ein gutes Gefühl dafür wer Julia früher war und wie sie sich im Laufe ihrer Mutterschaft bzw. der letzten Jahre verändert hat/verändern musste.
Welchen Weg wird Julia am Ende für sich wählen?
Mich hat dieses Buch sofort gepackt. Es hat mich der ganzen Bandbreite an Gefühlen ausgesetzt. Ich habe lauthals gelacht, ich habe bitterlich geweint und ich war stinksauer. Alles war dabei. Ich habe fleißig annotiert und hätte teilweise ganze Seiten einfärben können.
• Pink - ich hab mich als Mama wieder gefunden (genau so oder ähnlich)
• Gelb - ich habe herzhaft gelacht
• Grün - schöne Gedanken, Sprüche, Zitate, aber auch hier und da Trauriges
• Orange - Female Rage hat eingesetzt
Ich habe mich noch nie so sehr von einem Buch gesehen gefühlt. Ich konnte Julia so oft von Herzen verstehen und habe mich häufig in ihren Situationen wieder gefunden. Ich glaube sogar, das jede Mutter sich auf irgendeine Art von Weise in diesem Buch wieder finden kann.
Julia ist definitiv eine von uns. Sie eine Mutter unter vielen die zu wenig gesehen und gehört wird.
Mit ihrer Romanfigur Julia gibt Anke Neckar allen Müttern eine Stimme. Allen Frauen die in patriarchalischen Strukturen festhängen und darin verloren gegangen sind. Frauen denen keine Chance geboten wird und die meist übersehen oder belächelt werden. Unsere Stimme zählt und sie ist wichtig!
Und so sehr ich hoffe das ganz ganz viele Frauen und Mamas dieses Buch lesen und sich gesehen fühlen, glaube ich vor allem das ganz viele Männer und Papas dieses Buch lesen sollten! Wenn dieses Buch keine Augen öffnet, dann weiß ich nicht was es sonst könnte.
Danke Anke Neckar für dieses Buch! Danke fürs Sehen, für die vielen wundervollen Anreize und Gedankenanstöße.
Bewertung
aus Claußnitz
5/5
25.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Es muss sich etwas ändern!
Begleite Julia bei ihrem Alltag als Mutter, Ehefrau und bei ihrer Arbeit als Praxisangestellte. Sie funktioniert wie ein Roboter im Hamsterrad. Ihr Mann Marcel ist Lehrer. Aber zu Hause sind die Kinder Oskar und Luise und auch der Haushalt die Aufgabe von Julia. Sie möchte nicht mehr nur funktionieren und alle Care-Arbeit allein bewältigen. Familienurlaub? Ja! Wer packt die Koffer? Kindergeburtstage, wer kümmert sich ums Geschenk? Freizeit? Nur für Marcel. Julia hat emotionale Briefe an ihr späteres Ich geschrieben und passende Songs dazu ausgewählt. Diese nimmt sie jetzt zur Hand. Damit bekommt der Leser einen guten Einblick in das bisherige Leben von ihr. Sie hat sich immer mehr verloren und nun erobert sie Stück für Stück ihr eigenes Leben zurück. Kann Marcel das verstehen und unterstützt sie oder werden sie sich trennen? Die tiefgehenden Gedanken und sensiblen Gefühle und die daraus entstehenden Reaktionen, sind sehr gut nachvollziehbar. Schritt für Schritt entsteht für Julia Klarheit. Ein langer, aber lohnenswerter Weg. Die warmherzige, aber auch humorvolle Geschichte, nimmt sich liebevoll des schwierigen Themas an. Sie regt zum Nachdenken an und macht auch Mut. Die Charaktere sind wunderbar authentisch. Und das gut gewählte Cover rundet das besondere Buch prima ab.
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