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Sandra Lüpkes

1. Ein Ort, der bleibt

Ein Ort, der bleibt

Gesprochen von
103

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1324

Gesprochen von

Gabriele Blum

Spieldauer

12 Stunden und 46 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

17.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

239

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422227

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

1324

Gesprochen von

Gabriele Blum

Spieldauer

12 Stunden und 46 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

17.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

239

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422227

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Ein Buch, das bleibt

Amke aus Erfurt am 03.06.2026

Bewertungsnummer: 3157221

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was verbindet das beschauliche Münster mit dem geschichtsträchtigen Istanbul? Diese Frage beantwortet Sandra Lüpkes in ihrem Buch „Ein Ort, der bleibt“. Anhand der Schicksale dreier Frauen erzählt sie von der barbarischen Willkür des 3. Reichs, den Anfeindungen gegenüber jüdischen Wissenschaftlern und den Ideen des großen türkischen Reformators Atatürk, unter dessen Führung das Land am Bosporus sich in die Moderne aufmacht. Da ist zunächst Magda – die Frau des Professors Alfred aus Münster, deren Leben aus den Fugen gerät, als ihr Mann 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft seine Professur verliert und schließlich in die Emigration geht – gemeinsam mit der ganzen Familie und besonderen Pflanzensamen im Gepäck. Gefolgt von Mehpare, einem wissbegierigen Mädchen aus Istanbul, das der engen Welt ihrer Eltern entflieht und sich zu einer resoluten Wissenschaftlerin entwickelt. Die dritte im Bunde ist Imke. Eine junge Frau des 21. Jahrhunderts aus Münster, die sich treiben lässt und eher durch Zufall am Ende ihres Studiums als Assistentin eines Stadtplaners über die Zukunft des Botanischen Gartens in Istanbul mitentscheiden soll, den einst Prof. Alfred Heilbronn aus Münster – Magdas Ehemann anlegte, als sich ihm als vertriebenem Wissenschaftler in den 1930er-Jahren die Chance bot, die moderne Universität in Istanbul mit aufzubauen. Sandra Lüpkes entwickelt in ihrem leisen tiefsinnigen Buch eine besondere Atmosphäre, die ohne großes Tamtam auskommt und dennoch sehr deutlich die Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts erzählt – in leisen Tönen, Nebensätzen ohne Getöse, Feinsinnigkeiten zwischen den Zeilen. Dabei wird der Botanische Garten zu einem Symbol für Beständigkeit und Wandel, für Aufbruch und Tradition, für den Weg in eine neue Zeit. Ganz nebenbei streut Lüpkes ein großes botanisches Wissen ein, das beeindruckt ohne zu belehren, sensibilisiert, ohne ein einziges Mal zu langweilen und ihre große Liebe zur Natur offenbart. Gleichzeitig ist es eine Geschichte der Frauen, die Lüpkes da erzählt, von Emanzipation, aber auch von Resignation, von Schmerz und Kampf und dem Willen, sich in einer Männerwelt zu behaupten. Vergangenheit und Gegenwart greifen in dem Roman auf faszinierende Weise ineinander und zeigen, wie intensiv historische Ereignisse nachwirken können. Für mich: Ein Buch, das bleibt.

Ein Buch, das bleibt

Amke aus Erfurt am 03.06.2026
Bewertungsnummer: 3157221
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was verbindet das beschauliche Münster mit dem geschichtsträchtigen Istanbul? Diese Frage beantwortet Sandra Lüpkes in ihrem Buch „Ein Ort, der bleibt“. Anhand der Schicksale dreier Frauen erzählt sie von der barbarischen Willkür des 3. Reichs, den Anfeindungen gegenüber jüdischen Wissenschaftlern und den Ideen des großen türkischen Reformators Atatürk, unter dessen Führung das Land am Bosporus sich in die Moderne aufmacht. Da ist zunächst Magda – die Frau des Professors Alfred aus Münster, deren Leben aus den Fugen gerät, als ihr Mann 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft seine Professur verliert und schließlich in die Emigration geht – gemeinsam mit der ganzen Familie und besonderen Pflanzensamen im Gepäck. Gefolgt von Mehpare, einem wissbegierigen Mädchen aus Istanbul, das der engen Welt ihrer Eltern entflieht und sich zu einer resoluten Wissenschaftlerin entwickelt. Die dritte im Bunde ist Imke. Eine junge Frau des 21. Jahrhunderts aus Münster, die sich treiben lässt und eher durch Zufall am Ende ihres Studiums als Assistentin eines Stadtplaners über die Zukunft des Botanischen Gartens in Istanbul mitentscheiden soll, den einst Prof. Alfred Heilbronn aus Münster – Magdas Ehemann anlegte, als sich ihm als vertriebenem Wissenschaftler in den 1930er-Jahren die Chance bot, die moderne Universität in Istanbul mit aufzubauen. Sandra Lüpkes entwickelt in ihrem leisen tiefsinnigen Buch eine besondere Atmosphäre, die ohne großes Tamtam auskommt und dennoch sehr deutlich die Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts erzählt – in leisen Tönen, Nebensätzen ohne Getöse, Feinsinnigkeiten zwischen den Zeilen. Dabei wird der Botanische Garten zu einem Symbol für Beständigkeit und Wandel, für Aufbruch und Tradition, für den Weg in eine neue Zeit. Ganz nebenbei streut Lüpkes ein großes botanisches Wissen ein, das beeindruckt ohne zu belehren, sensibilisiert, ohne ein einziges Mal zu langweilen und ihre große Liebe zur Natur offenbart. Gleichzeitig ist es eine Geschichte der Frauen, die Lüpkes da erzählt, von Emanzipation, aber auch von Resignation, von Schmerz und Kampf und dem Willen, sich in einer Männerwelt zu behaupten. Vergangenheit und Gegenwart greifen in dem Roman auf faszinierende Weise ineinander und zeigen, wie intensiv historische Ereignisse nachwirken können. Für mich: Ein Buch, das bleibt.

Ein Garten voller Geschichte, Hoffnung und Herz

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 28.05.2026

Bewertungsnummer: 3151348

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal braucht ein Buch keine lauten Knalleffekte, um richtig tief zu gehen. Ein Ort, der bleibt macht das eher auf die feine Art. Still, klug, warmherzig und plötzlich sitzt man da, liest von einem Botanischen Garten in Istanbul und denkt sich: Na toll, jetzt hänge ich emotional an Pflanzen, Menschen und Orten, die ich vorher gar nicht kannte. Sandra Lüpkes erzählt von drei Frauen, drei Generationen und einem Ort, der mehr ist als nur Kulisse. Magda, die mit ihrer Familie Deutschland verlassen muss, weil ihr Mann Alfred 1933 als Jude seine Stelle verliert. Mehpare, die im Botanischen Garten arbeitet und dabei nicht nur Pflanzen sortiert, sondern auch ihr eigenes Gefühlschaos irgendwie in den Griff bekommen muss. Und Imke, die viele Jahre später nach Istanbul kommt und merkt, dass Vergangenheit nie einfach brav im Archiv liegen bleibt. Besonders schön ist, wie ruhig der Roman erzählt ist. Nicht langweilig ruhig, sondern eher wie ein Garten am frühen Morgen. Da raschelt es, da wächst etwas, da merkt man erst nach ein paar Seiten, wie viel Leben eigentlich zwischen den Zeilen steckt. Historisch wirkt das Ganze sehr sauber recherchiert, aber zum Glück nie wie eine Geschichtsstunde mit erhobenem Zeigefinger. Danke dafür, mein innerer Schulmuffel hat erleichtert aufgeatmet. Ein kleiner Punkt Abzug bleibt, weil das Erzähltempo stellenweise schon sehr gemächlich ist. Da hätte ich mir ab und zu einen kleinen Schubs gewünscht. Aber emotional, atmosphärisch und thematisch hat mich das Buch absolut bekommen. Ein Roman über Heimat, Verlust, Neubeginn und die Frage, wo man eigentlich Wurzeln schlägt, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Leise, berührend und definitiv ein Buch, das bleibt.

Ein Garten voller Geschichte, Hoffnung und Herz

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 28.05.2026
Bewertungsnummer: 3151348
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manchmal braucht ein Buch keine lauten Knalleffekte, um richtig tief zu gehen. Ein Ort, der bleibt macht das eher auf die feine Art. Still, klug, warmherzig und plötzlich sitzt man da, liest von einem Botanischen Garten in Istanbul und denkt sich: Na toll, jetzt hänge ich emotional an Pflanzen, Menschen und Orten, die ich vorher gar nicht kannte. Sandra Lüpkes erzählt von drei Frauen, drei Generationen und einem Ort, der mehr ist als nur Kulisse. Magda, die mit ihrer Familie Deutschland verlassen muss, weil ihr Mann Alfred 1933 als Jude seine Stelle verliert. Mehpare, die im Botanischen Garten arbeitet und dabei nicht nur Pflanzen sortiert, sondern auch ihr eigenes Gefühlschaos irgendwie in den Griff bekommen muss. Und Imke, die viele Jahre später nach Istanbul kommt und merkt, dass Vergangenheit nie einfach brav im Archiv liegen bleibt. Besonders schön ist, wie ruhig der Roman erzählt ist. Nicht langweilig ruhig, sondern eher wie ein Garten am frühen Morgen. Da raschelt es, da wächst etwas, da merkt man erst nach ein paar Seiten, wie viel Leben eigentlich zwischen den Zeilen steckt. Historisch wirkt das Ganze sehr sauber recherchiert, aber zum Glück nie wie eine Geschichtsstunde mit erhobenem Zeigefinger. Danke dafür, mein innerer Schulmuffel hat erleichtert aufgeatmet. Ein kleiner Punkt Abzug bleibt, weil das Erzähltempo stellenweise schon sehr gemächlich ist. Da hätte ich mir ab und zu einen kleinen Schubs gewünscht. Aber emotional, atmosphärisch und thematisch hat mich das Buch absolut bekommen. Ein Roman über Heimat, Verlust, Neubeginn und die Frage, wo man eigentlich Wurzeln schlägt, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Leise, berührend und definitiv ein Buch, das bleibt.

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